Rückgang der Fahrgastzahlen nicht schönreden

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Rückgang der Fahrgastzahlen nicht schönreden

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Transparenz und ehrlicher Umgang mit Zahlen und Problemen sind leider nicht Sache der MVB. Nachdem die MVB vor zwei Wochen den von uns kritisierten Rückgang der Fahrgastzahlen noch leugnete und ihren Pressesprecher verkünden ließ, der Einbruch der Beförderungszahlen sei lediglich mit geänderten Faktoren beim Beförderungsschlüssel zu erklären, musste der Aufsichtsratsvorsitzende Zimmermann dem Stadtrat gegenüber nun eingestehen, dass die Fahrgastzahlen in den vergangenen vier Jahren um fast 10 Prozent zurückgegangen sind.

Und noch eine Absurdität wird deutlich, auf die wir mehrfach hingewiesen hatten: trotz jährlicher Fahrpreiserhöhung sind die Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen kaum gestiegen bzw. in 2016 sogar gesunken. Hätte man also auf die jährlichen Preiserhöhungen verzichtet und damit nicht massiv Fahrgäste verprellt, würden die MVB heute genauso viel oder mehr Geld einnehmen wie vor vier Jahren, aber wesentlich mehr Fahrgäste befördern.

Der Einschätzung des Stadtrates Mirko Stage müssen wir uns leider anschließen: „Wir können keine Konzepte erkennen, wie die MVB wieder mehr Menschen auf den öffentlichen Personennahverkehr bringen möchten“. Unsere Vorschläge zur Einführung einer Familientageskarte oder eines 18-Uhr-Tickets sieht die MVB mit großer Skepsis und argumentiert mit drohenden Einnahmeverlussten. Außerdem gebe es mit dem Kleingruppenticket ja ein Familienticket. Dass dieses sehr viel teurer ist, als in anderen Städten und Familien eher abschreckt, zählt dabei offensichtlich nicht.

Weitere Informationen finden sich auch in diesem MDR-Beitrag


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