Yearly Archives: 2019

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Bürgerforum zur Zukunft des ÖPNV

Bürgerforum und Podiumsdiskussion in der Feuerwache

Category:FVMD,Magdeburg

Warum fallen auf meiner Linie so oft Busse und Bahnen aus? Wann wird mir wirklich die Echtzeit an meiner Haltestelle angezeigt? Warum werden jedes Jahr die Fahrpreise erhöht? Wann sind alle Haltestellen in Magdeburg barrierefrei? Warum fahren jedes Jahr weniger Menschen mit der MVB? Warum sind die Schienen auf meiner Strecke in solch einem schlechten Zustand? Wann kommt in Magdeburg das kostenlose WLAN in den Straßenbahnen? Wann kann ich meine Monatskarte über die App buchen?

Über all diese Fragen möchten wir mit Ihnen am 16.4.2019 ab 18 Uhr im Kulturzentrum Feuerwache diskutieren.

Teilnehmer:
Input/ Kurzreferate von je 10 Minuten:

Prof. Dr. Jan Fabian Ehmke, Universität Magdeburg. Forschung zur Planung und Digitalisierung von Mobilitätsdienstleistungen

Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des bundesweiten Fahrgastverbandes Pro Bahn. Wie sieht der ÖPNV in 10 Jahren aus?

Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. Eine kritische Bestandsaufnahme des ÖPNV in Magdeburg

Eingeladen zu einem Statement und zur Diskussion sind zudem die Verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen des Magdeburger Stadtrates u.a. von SPD, CDU, GRÜNE und Die Linke

Ablauf: 18 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
18:10 Uhr: Kurze Einführungsreferate (3 x 10 Minuten)
18:40 Uhr: Die Verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen haben das Wort
19:10 Uhr: Diskussion und Fragen aus dem Publikum


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Manche nennen es Kahlschlag

Radikale Baumfällungen in Raiffeisenstraße

Category:Baustellen,Magdeburg,MVB,Netzausbau
Kahlschlag in der Raiffeisenstraße

Keine Bäume mehr vorhanden: der Netzausbau der MVB hat radikale Baumfällungen in der Raiffeisenstraße nötig gemacht.  (Fotos: Wenzel Oschington – http://www.wenzel-oschington.de/

Da haben alle Proteste der Anwohner nichts mehr geholfen: der Streckenausbau der MVB in der Raiffeisenstraße hat radikale Baumfällungen notwendig gemacht. Und so präsentiert sich die Raiffeisenstraße aktuell wenig attraktiv und um geliebtes Grün gebracht. Ähnliches passiert gerade auch im Kannenstieg und Neustadt.

20 Jahre nach der Grundsatzentscheidung des Magdeburger Stadtrats am 6. Mai 1999 zeigen sich nun die Konsequenzen dieser Entscheidungen. Bis zum Jahr 2021 sollen die Stadtteile Kannenstieg, Birkenweiler, Neustädter Feld und Reform an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden. Zudem soll eine Süd-West-Querung zwischen Neu-Olvenstedt, Stadtfeld, Sudenburg, Leipziger Straße und Buckau entstehen.

Die 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn besteht konkret aus einem neuen Nordast, einem Südast und der Süd-West-Querung. Das Ziel ist es, die Reisezeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt und in die benachbarten Stadtteile erheblich zu reduzieren, die Umsteigehäufigkeit zwischen Bus und Straßenbahn zu minimieren um schließlich so mehr Fahrgäste zu gewinnen und die Straßen vom Autoverkehr zu entlasten.

Auch wenn die Neubaustrecken langfristig Entlastung bringen werden und gewiss auch einen attraktiveren Öffentlichen Verkehr, so sind die damit verbundenen Stadt-Umbaumassnahmen doch für alle betroffenen Anwohner hart. Das seit Jahrzehnten gewohnte Bild ändert sich markant und vor allem die radikalen Baumfällungen -manche nennen es schon „Kettensägemassaker“- sorgen aktuell im Kannenstieg und der Raiffeisenstraße für Unmut und Unverständnis. Die Sinnhaftigkeit eines Ausbaus, der unter gänzlich anderen Voraussetzungen in den 1990er Jahren geprüft und beschlossen wurde, erschließt sich den meisten Anwohnern nicht. Ändern wird sich dies leider nicht mehr lassen – bleibt nur die Hoffnung, auf die neu zu pflanzenden Bäume. Und die sind auch dringend notwendig, denn Ihren ersten Platz als einstmals „Grünste Stadt“ Deutschlands ist Magdeburg längst los geworden (aktuell Platz 70). Seit 2012 wurden 15´000 Bäume gefällt – zugegeben davon gingen auch über 7000 auf das Konto des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Trotzdem hat Magdeburg mittlerweile ein deutliches Baumdefizit. Die Wiederaufforstung und Bürgermeister Lutz Trümpers „Baumoffensive“ wird hier also noch viel zu tun bekommen.

 

Die Raiffeisenstraße nach dem Netzausbau und wieder begrünt. (Auszug aus MVB-Animationsfilm)

Es wird lange dauern, bis es in der Raiffeisenstraße wieder so grün aussehen wird.


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Darstellung des Abschnittes Nord-Süd

Buslinien 69 und N7: Linienänderung nötig

Category:Kannenstieg,Magdeburg,MVB,Neubaustrecke

Die Buslinien 69 und N7 der Magdeburger Verkehrsbetriebe sind ab kommender Woche im Kannenstieg auf einer anderen Route unterwegs. Grund sind Bauarbeiten in der Johannes-R.-Becher-Straße für die neue Straßenbahntrasse. Die Ausbauarbeiten sind Teil der umfangreichen Neubaumaßnahmen der nächsten Jahre und Teil des Liniennetzplanes 2020+.

 

Ab Montag, den 25. Februar wird die Linienführung für die Buslinien 69 und N7 geändert:

 69Kannenstieg – S-Bahnhof Neustadt

Zwischen den Haltestellen (H) Hanns-Eisler-Platz und (H) Kannenstieg fährt der Bus nicht über die Johannes-R.-Becher-Straße, sondern über die Helene-Weigel-Straße.

 

Es kommt zu folgenden Haltestellenänderungen:

 

(H) Pablo-Picasso-Straße – verlegt zur Kreuzung Helene-Weigel-Straße / Kannenstieg

 

(H) Hans-Grundig-Straße – entfällt

 

 

 N7Kannenstieg – Alter Markt

Da der Bus N7 vom Neustädter See kommt und regulär über den Neuen Sülzeweg fährt und die Kreuzung Johannes-R.-Becher-Straße / Neuer Sülzeweg ebenfalls gesperrt ist, fährt die Linie N7 eine andere Umleitung. Zwischen den Haltestellen (H) Kannenstieg und (H) Hanns-Eisler-Platz fährt der Bus weiter über Neuer Sülzeweg und die Straße Kannenstieg.

 

Es kommt zu folgenden Haltestellenänderungen:

 

(H) Kannenstieg – verlegt zum Neuen Sülzeweg, Höhe Kreuzung Johannes-R.-Becher-Straße

 

(H) Hans-Grundig-Straße – entfällt

 

(H) Pablo-Picasso-Straße – entfällt

 

 In der Johannes-R.-Becher-Straße beginnen die ersten Bauarbeiten für die neue Straßenbahntrasse zum Kannenstieg. Hier wird zunächst eine Trinkwasserleitung verlegt.

Das Projekt ist Teil der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Bis zum Jahr 2021 wird das Straßenbahnnetz in Magdeburg um insgesamt ca. 13,5 Kilometer erweitert. Sie umfasst den Neubau von Straßenbahnstrecken in Richtung Reform und Kannenstieg und einer neuen Straßenbahnverbindung zwischen Buckau, Sudenburg, Stadtfeld und Neu-Olvenstedt. Der Straßenbahnausbau vom Damaschkeplatz zum Neustädter Feld und vom Hermann-Bruse-Platz bis zum Kannenstieg ist bis 2021 vorgesehen. Im Ergebnis wird die Buslinie 69 dann durch die Straßenbahn ersetzt und die Anwohner erhalten dafür eine direkte Anbindung an die Innenstadt und den Hauptbahnhof. Nach wie vor ist die Ablehnung der Anwohner im Kannenstieg gegen dieses Projekt groß. Die radikalen Baumfällungen welche das Gesicht des Kannenstieges markant verändern werden, dürften die Stimmung nicht gerade verbessern.

Weitere Informationen sind hier zu finden: www.mvbnet.de/netzausbau


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Preiserhöhung – mal wieder

Category:FVMD,Magdeburg,MAREGO,MVB,ÖPNV,Preise

Alle Jahre wieder werden die Nutzer des ÖPNV in Magdeburg zum August 2019 mit Preiserhöhungen beglückt. Es ist zu einem ungeliebten Automatismus (wie schon 2018, 2017, 2016…) geworden und wird anscheinend von den Verantwortlichen in der Landeshauptstadt gar nicht mehr hinterfragt. Man hat sich damit abgefunden und plant die Preissteigerung wie selbstverständlich zum Ende des Sommers in jedem Jahr ein. Das passiert so verlässlich wie die nächste Preissteigerung bei der Tunnelbaustelle – so selbstverständlich, dass die obligate Preiserhöhung für Fahrkarten sich alljährlich im MVB-Jahreskalender für das kommende Jahr finden lässt.

Auch diese Woche kam die bereits erwartete Mitteilung des marego-Verkehrsverbundes: erhöhen werden sich die Preise der Zeitkarten um durchschnittlich 2,6% und für direkt gelöste Einzelkarten um 2,1%. „Nötig wird die Preisanpassung im Sommer“, so Jost Beckmann,

Geschäftsführer des marego-Verkehrsverbundes

Jost Beckmann, marego-Geschäftsführer.

Geschäftsführer des Verkehrsverbundes marego, „um trotz steigender Kosten den Fahrgästen das Angebot für Magdeburg und die Region weiter zu verbessern. Beispiele sind die Einbindung von Wolfsburg HBF in den Tarif oder der seit Oktober 2018 mögliche Kauf von marego-Fahrkarten im DB-Navigator. Zudem ist es dem Verbund weiterhin wichtig, den politischen Auftrag der Kreise und der Stadt Magdeburg mit einer Nutzerfinanzierung den öffentlichen Verkehr zu stärken und so die öffentlichen haushalte zu entlasten.“

Also, es ist zweifelsohne schön, dass marego-Fahrkarten nun auch über die DB-Navigator-App gekauft werden können – nur warum genau sollen die Nutzer nochmal dafür bezahlen? Dasselbe gilt für die Einbindung des Wolfsburger Hauptbahnhofes – sicherlich begrüßenswert für Pendler – nur wieviele genau betrifft dies? So viele, dass dafür alle Magdeburger Fahrgäste draufzahlen müssen? Uns erschließt sich nicht, warum hier überhaupt Preissteigerungen nötig sein sollen. Tatsächliche Verbesserungen für Magdeburg sind nämlich nicht zu vermerken – im Gegenteil. Verspätungen und Ausfälle haben uns auch 2018 begleitet und zum Jahresende wieder hunderte Nutzer des ÖPNV in der Landeshauptstadt im Regen stehen lassen.

Wenig erstaunlich, dass der MVB die Fahrgäste davonlaufen: im Zeitraum Januar – September 2018 fuhren 5,7 Mio Fahrgäste weniger mit der MVB als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

 


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Warten an der Halltestelle müssen alle

Jahreswechsel mit vielen Ausfällen

Category:FVMD,Magdeburg,MVB,ÖPNV,Preise,Verspätungen

Und so endet das Jahr, wie es angefangen hat, mit der Frage vieler Fahrgäste zum Jahreswechsel: kommt meine nächste Bahn oder kommt sie nicht? Die Magdeburger Verkerhsbetriebe bleiben auch diesmal die Antwort auf die Frage schuldig, warum die Fahrgäste trotz sinkender Leistungen und weniger Service mit jährlichen Fahrpreiserhöhungen bestraft werden. Schließlich können die Fahrgäste für die Dauerbaustelle Tunnel am Hauptbahnhof genauso wenig wie die MVB selber. Klar hat man Verständnis für erkrankte Mitarbeiter, aber auch in anderen Städten grassiert der Rotz – dort reagiert man allerdings auch in der Politik -konkret dem Leipziger Stadtrat- deutlich ungehaltener als in Magdeburg, wo man sich mit den Umständen schulterzuckend abzufinden scheint…

Ein MVB-Aufsichtsrat, der die jährlichen Fahrpreiserhöhungen beschließt, weil er entweder die Fakten und die Situation im Unternehmen nicht kennt oder sie zumindest ganz bewusst ignoriert, muss mit dieser Strategie (auch in Zukunft) scheitern, was u.a. die sinkenden Fahrgastzahlen belegen. Ganz offensichtlich fehlt es den Verantwortlichen im Unternehmen an Mut und an Kraft, mit geeigneten Maßnahmen und Aktionen das verloren gegangene Vertrauen vieler Fahrgäste zurückzugewinnen.

Trotz dieser wenig erbaulichen Aussichten wünschen wir allen Fahrgästen einen guten Start ins neue Jahr und jederzeit pünktliche Busse und Bahnen. Wir werden uns auch im neuen Jahr für die Belange aller Fahrgäste einsetzen und freuen uns dabei auf Eure Unterstützung.

Jahreswechsel und Ausfälle bei den MVB

Leider auch zum Jahreswechsel wieder zahlreiche Ausfälle und Verspätungen. Und die nächste Fahrpreiserhöhung ist schon beschlossene Sache.


MVB – Störungsmelder

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