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Fahrpreiserhöhung nun offiziell bestätigt.

Fahrpeiserhöhung: Bus und Bahn ab August 2018 teurer

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Nun also doch – Fahrpreiserhöhung bestätigt

Nun ist die Fahrpreiserhöhung also offiziell: ab August 2018 steigen die Preise für Bus und Bahn um 2,4 Prozent. Auch wenn es seitens Marego und MVB vermutlich nicht vorgesehen war, diese erneute Preissteigerung schon im Januar bekannt zu geben, so konnten wir den Druck dann doch so hoch halten, dass den Verantwortlichen nichts anderes übrig blieb, als zu bestätigen, was schon längst vermutet wurde.

Einer der Gründe für die dritte Preiserhöhung nach 2016  (+ 1,8 Prozent Quelle MVB) und 2017 (Tageskarte + 6,3 Prozent und im Durchschnitt 2,7 Prozent) ist laut dem Tarifverbund Marego die allgemeinen Kostensteigerungen der im Verbund zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen. Vor allem die Entwicklung des Mindestlohns soll laut Geschäftsführer Bernd Adelmeyer für Preissteigerung von drei bis vier Prozent sorgen. Nun wurde der Mindestlohn zwar schon zum 1. Januar 2017 auf 8,84 Euro angehoben (+ 4 %), ein direkter Zusammenhang erschließt sich uns daher nicht. Wahrscheinlicher ist, dass die Verkehrsbetriebe mittlerweile große Probleme haben, ausreichend Nachwuchs für die Ausbildung zum Busfahrer zu gewinnen und hier ihre Löhne anheben müssen, um noch ansatzweise wettbewerbsfähig zu bleiben.

Natürlich umfasst der Tarifverbund Marego als Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen in der Region zahlreiche Unternehmen mit unterschiedlicher Kostenstruktur und Herausforderungen. Dennoch ist diese jährliche Fahrpreiserhöhung, die mittlerweile einem kaum noch hinterfragten Automatismus folgt, für alle Nutzer einfach nur ärgerlich. Da helfen die teilweise etwas sonderbaren Erklärungen des Marego-Geschäftsführers in der Volksstimme vom 30. Januar 2018 nur bedingt weiter: „Mit den gleichen Preissteigerungen haben auch Autofahrer zu kämpfen… zudem sei es gerade bei der letzten Tarifanpassung in einigen bereichen auch zu Vergünstigungen gekommen…“ Nun ob das Autofahren teurer geworden ist, dürfte Rentner ohne Auto, Schüler, Studenten und Harz4-Empfänger jetzt nicht sonderlich überzeugen. Sie haben meist kein Auto und sind auf die Magdeburger Verkehrsbetriebe angewiesen, wenn Sie in Magdeburg von A nach B gelangen wollen – eine Alternative hat diese Kundengruppe daher gar nicht.

Vergünstigungen trotz Fahrpreiserhöhung? Ernsthaft?

Die von Bernd Adelmeyer angesprochenen Vergünstigungen wiederum überzeugen uns als Fahrgastverband noch viel weniger – im Gegenteil. Tatsächlich war für Magdeburger mit jeder Preiserhöhung auch ein Leistungswegfall verbunden. Als Beispiele können hier angeführt werden, dass die Gültigkeitsdauer der Tickets mittlerweile nur noch in 60 Minuten beträgt und Fahrscheine nur noch in eine Richtung genutzt werden können. Immerhin sind für 2018 nicht erneute Umbauten an den Leistungen vorgesehen, hier soll also alles beim alten bleiben.

Begrüssenswert ist, dass man seitens des Verkehrsverbundes die Kommunikation mit den Kunden grundlegend verbessern will, da man festgestellt hat, dass viele der Angebote und Leistungen (Seniorenticket oder Leihautos) kaum bekannt sind. Bessere Kommunikation finden wir immer gut und dass man sich genauer mit den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer und Kundschaft befassen will, begeistert uns geradezu. Würden wir uns auch von der MVB wünschen, etwa wenn es um die Anschaffung neuen Rollmaterials oder den barrierefreien Ausbau der Haltestellen geht.

Anderswo ist man schon einen Schritt weiter und hat sich für den kostenlosen Nahverkehr entschieden. Und darunter befinden sich keineswegs nur kleinere Städte sondern Millionen-Metropolen wie das australische Melbourne mit seinen 4,7 Millionen Einwohnern. Die Fahrt im Stadtzentrum mit der Straßenbahn ist kostenlos für alle, zu jeder Zeit, so oft und so lange man will. Zusätzlich zu all den Bus- und Metrolinien, werden rund 250 Kilometer doppelgleisige Strecke von der Straßenbahn befahren. Dabei stoppen die Wagen an mehr als 1.700 Haltestellen. Und warum macht Melbourne das? Weil die Stadt so Geld spart. Es fahren Zehntausende Pkws weniger durch das Stadtzentrum, Straßen halten länger, Unfälle sind seltener, die positiven Auswirkungen auf die Luft sind immens. Dazu kommt, dass man keine Fahrkartenkontrolleure bezahlen muss, die Zahl der kostspieligen Strafverfahren gegen Schwarzfahrer ist gegen Null gegangen – und die Zahl der Touristen angestiegen.

Für Magdeburg leider eine Utopie. Aber man wird ja noch träumen dürfen…

 

Ein paar Beispiele für Städte mit (teilweise) kostenlosem Nahverkehr:

Hasselt (77.124 Einwohner) in Belgien nimmt seit 2014 kein Geld mehr von Kindern und Senioren, andere Erwachsene zahlen pro Beförderung 50 Cents. Von 1997 bis 2014 waren die Öffis für alle kostenlos.

Aubagne in Frankreich bietet kostenlosen öffentlichen Nahverkehr an, inzwischen nutzen 4,9 Millionen Fahrgäste pro Jahr dieses Angebot – und das bei 45.000 Einwohnern. Die Finanzierung erfolgt über eine Arbeitgeber-Abgabe.

Tallinn in Estland lässt seine 420.000 Einwohner nach einem Volksentscheid kostenlos fahren. Sogar Regionalzüge sind mit im Angebot. Durch den Zuzugseffekt wird ein großer Teil der Kosten gedeckt.

 

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Fahrpreiserhöhung bestätigt

Fahrpreiserhöhung 2018 indirekt bestätigt

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Unser Bericht über die geplante Fahrpreiserhöhung auch im Jahr 2018 hat in der Stadt und den sozialen Medien für einige Aufregung gesorgt. Nun liegt eine indirekte Bestätigung seitens der Magdeburger Verkehrsbetriebe vor. Wie die Volksstimme berichtet, bestätigte die MVB-Sprecherin Juliane Kirste gestern, dass auch 2018 „Tarifmaßnahmen“ geplant sind. Gleichzeitig verweist Frau Kirste auf den Tarifverbund Marego, der alljährlich die Tarife im Verbund überprüft und auf Antrag der beteiligten Unternehmen in der Regel dann auch durchführt. Eine Stellungnahme seitens Marego steht noch aus.

Neben dem Umstand, dass eine jährliche Fahrpreiserhöhung anscheinend mittlerweile einem eigenen Autoamtismus zu folgen scheint und nicht hinterfragt wird, kann man die Probleme auch an anderen Punkten festmachen. Eine Erhöhung bei gleichzeitigem Abbau der damit verbunden Leistungen, sind das eigentliche Ärgernis.

Hier sei an die bislang gestrichenen Leistungen erinnert die in den letzten Jahren vorgenommen wurden:

  • Fahrscheine gelten nur noch in eine Richtung
  • nur 60 Minuten Gültigkeit
  • keine Mitnahme weiterer Nutzer auf Abo-karten möglich
  • keine Gruppenkarten mehr
  • Hunde nicht mehr inklusive

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Fahrpreiserhöhung auch 2018?

Achtung Fahrpreiserhöhung?!

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Auch 2018 wieder eine Fahrpreiserhöhung ? Mehrere Fahrgäste richteten sich in den letzten Tagen mit der Vermutung an uns, dass die MVB zum 1.8.2018 erneut die Fahrpreise erhöhen wird. Grund für die Mutmassungen ist einerseits ein Vermerk im aktuellen MVB-Kalender, wo im Monat Oktober der Hinweis zu lesen ist: „Alte Fahrkarten bitte bis 31.10. abfahren“. Eine Bestätigung dazu scheint aus dem Stadtrat zu kommen: in einer aktuellen Anfrage der Gartenpartei an den Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper steht unter Punkt 6: „Die nächste Erhöhung der Fahrpreise für Mitte des Jahres ist bereits beschlossene Sache.“

Für uns als Fahrgastverband ist dieser Schritt angesichts der massiven Fahrgastverlußte in den letzten beiden Jahren, sowie der immer wieder auftretenden Ausfälle und der erheblichen Servicemängel bei den MVB untragbar. Auch wenn uns als Fahrgastverband bewusst ist, dass nicht unbedingt die MVB selbst die Preise erhöhen, sondern der Maregoverbund, da die Fahrt mit den Nahverkehrszügen und Regionalbussen gleichfalls teurer werden dürften. Trotzdem ist es mehr als fragwürdig, dass es in diesem Verbund scheinbar einen Preiserhöhungsautomatismus gibt, der so zuverlässig arbeitet, dass man die zu erwartende Fahrpreiserhöhung gleich in den aktuellen MVB-Kalender vermerken kann…

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Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Ausfälle: Brief an den Oberbürgermeister

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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper,

in den letzten Tagen und Wochen erreichen uns wieder massive Beschwerden von Fahrgästen über ausgefallene Fahrten bei Straßenbahnen und Bussen in der Landeshauptstadt. Allein in der Kalenderwoche 50 (11.-15.12.2017) gab es keinen Tag ohne Ausfälle. Trauriger Höhepunkt war Mittwoch, 13.12.2017, an dem allein bis zu einem Unfall gegen 16 Uhr am Hasselbachplatz (für den die MVB übrigens nichts kann) über 100 Fahrten bei Bus und Bahn ausgefallen sind.

Interessanterweise hat sich über die Folgen des Unfalls kein Fahrgast beschwert, was auch zeigt, dass die Nutzer der MVB sehr genau differenzieren zwischen hausgemachten Problemen bei der MVB und  Fremdeinwirkungen, die die MVB nicht zu verantworten hat.

Selbst gestandene Verkehrsexperten mit denen wir gesprochen haben, müssen konstatieren, dass eine solch hohe Zahl von Ausfällen, wie wir sie derzeit bei den MVB vorfinden, bundesweit ohne Beispiel sind.  

Als Fahrgastverband Magdeburg erreichen uns täglich Beschwerden dazu. Auch auf der MVB-Facebook-Seite beschweren sich die Fahrgäste. Die Auswirkungen der Ausfälle sind Tagtäglich in dieser Stadt zu spüren. Lehrer beschweren sich über zu spät zum Unterricht erscheinende Schüler, Erzieher beklagen, dass sie nicht Pünktlich mit der Kindergartengruppe zur Theateraufführung kommen konnten und die Bahnen und Busse in Folge der Ausfälle „Rammelvoll“ sind. Andere Fahrgäste beklagen sich, dass sie Probleme mit ihren Arbeitgebern bekommen, da sie mehrmals die Woche zu spät zur Arbeit erscheinen, obwohl sie bereits eine Bahn eher nehmen.

Angesichts der hohen Zahl von ausgefallenen Fahrten sprechen einige Fahrgäste mittlerweile davon, dass die MVB die Situation nicht mehr im Griff hat. Andere Fahrgäste sind erstaunt darüber, dass die MVB seit über zwei Jahren mehrmals im Jahr mit massiven Fahrtenausfällen zu kämpfen hat und damit einen Teil der von der Landeshauptstadt bestellten Leistung nicht erbringen kann. Die seit nun über zwei Jahren die gleichlautenden Erklärungen von erhöhtem Krankenstand erscheinen nicht mehr glaubhaft. Bei vielen Fahrgästen hat sich der Eindruck verfestigt, dass im Hause MVB offensichtlich niemand in der Lage ist, dieses Problem in geeigneter Form und nachhaltig anzugehen und zu beseitigen.

Bei dem Gespräch mit Ihnen im Januar 2017 in ihrem Büro sprachen wir auch über die angespannte Personalsituation und die Ausfälle von Fahrten von Bussen und Bahnen bei der MVB. Damals bekräftigten Sie das Ziel, welches Sie zuvor auch schon gegenüber Medien geäußert hatten, mehr Fahrer bei den MVB einzustellen und die entsprechende Finanzierung bereitzustellen.

Diesbezüglich würden wir Sie gern fragen, ob diese zusätzlichen Stellen inzwischen eingerichtet und ausfinanziert sind?

Im September 2017 hatte die MVB auf mehreren Buslinien auf Grund von Dauererkrankungen von Busfahrern einen generellen 20-Minuten-Takt eingerichtet. Dieser vorübergehende Fahrplan sollte bis Mitte November gelten, wurde nun aber auf unbestimmte Zeit verlängert. Gibt es seitens der Landeshauptstadt Möglichkeiten, die MVB bei der Suche nach Fahrpersonal zu unterstützen?

Insgesamt wünschen wir uns als Fahrgastverband einen modernen, attraktiven und verlässlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt. Dazu brauch es aus unserer Einschätzung heraus dringend eine Service- und Qualitätsoffensive seitens der MVB, um das verlorengegangene Vertrauen der Fahrgäste zurückzugewinnen. Das sagen wir auch vor dem Hintergrund, dass nach den hohen Fahrgastverlusten von über 1 Millionen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr im ersten Halbjahr 2017 erneut 700.000 Fahrgäste (linienbezogen) der MVB den Rücken gekehrt haben. Eine jährliche Fahrpreiserhöhung erscheint uns in der momentanen Situation der MVB mit den Belastungen für die Fahrgäste durch die Tunnelbaustelle und den angesprochenen Ausfällen hingegen kontraproduktiv und in keinster Weise geeignet, wieder mehr Fahrgäste für die MVB zu gewinnen.

Gern stehen wir auch für ein Gespräch zur Verfügung um weitere Punkte diesbezüglich vertiefend zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Tom Bruchholz                    Daniela Kreissl                    Marco Hennings

Vorsitzender                         stellv. Vorsitzende               stellv. Vorsitzender

 

PS: Diese Ausfälle im Dezember haben bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben leider Tradition. Auch im Jahr 2016 sah es nicht anders aus.

Bus und Bahn mal wieder völlig aus dem Takt geraten.

Die Volksstimme greift die Situation im Dezember 2017 auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Weihnachtsstammtisch im Kannenstieg

Weihnachts-Stammtisch: Neubaustrecke verzögert sich

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Volles Haus gab es bei unserem Weihnachts-Stammtisch im Wohncafe im Kannenstieg am 7.12.2017. Kritik gab es gleich zu Beginn an den anhaltenden Ausfällen von Bussen und Straßenbahnen auf Grund des Fahrermangels bei den MVB. Aktuell ist die Stituation in der ganzen Stadt wieder sehr angespannt und mehrere Komplett-Ausfälle pro Tag zerren mal wieder -passend zur Weihnachtszeit- an den Nerven der Fahrgäste.

Ausführlich diskutiert wurde des Weiteren die geplante Neubaustrecke durch das Neustädter Feld und den Kannenstieg. Aktuell ist bereits absehbar, dass sich die Bauarbeiten um mindestens zwei Jahre verzögern werden – eine Fertigstellung der Neubaustrecke zu 2019 also nicht mehr realistisch ist. Erste Tiefbauarbeiten für die neue Nord-Süd-Verbindung sollen nach dem aktuellen Stand der Dinge nicht vor dem Frühjahr 2018 erfolgen. Teilnehmer aus dem Neustädter Feld machen sich, genauso wie die Anwohner des Kannenstieges große Sorgen hinsichtlich des ruhenden Privatverkehrs – also dem Wegfall von Auto-Parkplätzen und Stellflächen.

Auch die langfristigen Folgen der Tunnelbaustelle auf den ÖPNV in Magdeburg beschäftigte die Besucher des Stammtisches. Angesichts der explodierenden Kosten für jede der aktiven oder noch geplanten Groß-Baustellen in der Stadt, keimte teilweise sogar Hoffnung auf, dass die ungebliebte Neubaustrecke vielleicht doch noch an Geldmangel scheitern könnte.


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Viele Erkenntnisse und Anregungen gab es bei der Fachveranstaltung

Fachveranstaltung „Digitalisierung im ÖPNV“

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Zu einem der wichtigsten Zukunftsthemen hatte die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft heute zur Fachveranstaltung „Digitalisierung im ÖPNV – Möglichkeiten und Chancen“ eingeladen. In drei Vorträgen zum Thema „Das E-Ticket in Münster“, „Multimodalität“ (marego) und „Landesweites E-Ticket“ (NASA GmbH) wurde das Thema ausführlich dargestellt und diskutiert. Als Fahrgastverband haben wir zahlreiche neue Erkenntnisse und Anregungen für unsere weitere Arbeit mitnehmen können.


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Strassenbahn in Rothensee

Auch in Zukunft kein 10-Min-Takt für Rothensee

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Nun ist es also raus: auch wenn die Stromversorgung in Rothensee Mitte 2018 wieder vollständig hergestellt ist, fahren die Straßenbahnen dort noch lange nicht wieder im 10-Min-Takt. Es fehlen also Fahrzeuge, da die Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof nicht befahrbar ist und die Straßenbahnen weite Umwege fahren müssen. Das die MVB keinerlei Reserven hat, ist jedoch nichts Neues und den Fahrgästen spätestens seit dem Wegfall der Linie 8 bekannt.

Der OB und die Stadträte müssen den Menschen in dieser Stadt nun erklären, warum man allein auf der letzten Stadtratssitzung per Beschluss so ganz nebenbei über 11 Millionen Euro zusätzlich in den Tunnel stopft, die Fahrgäste in Rothensee jedoch im Stich lässt? Dass die Menschen dort sauer sind, ist mehr als verständlich.


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Businitiative in Beyendorf-Sohlen

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Beyendorf-Sohlen will Ringbus

In Beyendorf-Sohlen hat sich eine Businitiative gegründet, die in kürzester Zeit über 1000 Unterschriften zur besseren Verkehrsanbindung der beiden Magdeburger Sadtteile gesammelt hat. Die Initiatoren schlagen ein Ringbus vor, der Beyendorf-Sohlen sowohl mit Westerhüsen als auch mit dem Bördepark verbindet. Wir finden diese Initiative sehr wichtig und unterstützen dieses Anliegen daher auch.


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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Kannenstieg diskutiert alternative Streckenführung

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Die Mitglieder der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg (GWA) haben gemeinsam mit der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter See einen Alternativvorschlag für die von den Magdeburger Verkehrsbetrieben geplante Route erarbeitet, diesen zur Diskussion an die Gemeinwesenarbeitsgruppen im Neustädter Feld, in Rothensee und in Neu-Olvenstedt gegeben und wollen nun die Meinungen dazu auswerten, um Verbündete für ihre Vorschläge zu finden.

Der Vorschlag der Gemeinwesenarbeitsgruppe aus dem Kannenstieg beinhaltet sowohl eine alternative Routenführung im Kannenstieg als auch zwei Buslinien, um die die Straßenbahnlinie ergänzt werden könnte.

Weitere Informationen finden sich hier: KLICK


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Fahrgastverband kritistiert MVB.

Weniger Leistung, lange Fahrzeiten, mehr Umsteigen = höhere Preise

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Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die erneute Fahrpreiserhöhung bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2017 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Nach dem Verlust von 1,6 Millionen Fahrgästen im Jahr 2016 bei der MVB und vor dem Hintergrund der aktuellen Baustellensituation in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung in keiner Weise nachvollziehbar und für die Fahrgäste eine Zumutung“, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.. Die Fahrgäste zahlen nun mehr Geld für weniger Leistung (z.B. Wegfall der Linie 8), längere Fahrzeiten (vor allem von und nach Diesdorf, Olvenstedt und Stadtfeld) und öfteres Umsteigen (u.a. aus Richtung Diesdorf).

„Gerade aufgrund dieser Situation in der Zeit der Großbaustellen hätte die MVB mit einem Verzicht auf Fahrpreiserhöhungen verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste wieder herstellen können um damit mehr Fahrgäste als im Vorjahr in Bus und Bahn zu bekommen. Leider passiert mit der Fahrpreiserhöhung genau das Gegenteil. Ein Entgegenkommen an die baustellengenervten Fahrgäste, z.B. durch die Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten, ist an keiner Stelle zu erkennen“. so Bruchholz weiter. „Mit der Erhöhung der Tageskarte um 6,3 % und der 4er-Karte um 5 %, die nun sinnigerweise genauso teuer wie vier Einzelfahrten und zudem auch noch teurer als in Dresden ist, verprellt man vor allem Gelegenheitsfahrer, die man bei überzeugendem Service vielleicht perspektivisch als Stammkunden hätte gewinnen können.“

Erneute Fahrpreiserhöhung nicht nachvollziehbar

„Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres (2016: 0,5 %) liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.

„Auch die anhaltenden Qualitätsprobleme im Fahrbetrieb in Form von Ausfällen von Straßenbahn- und Busfahrten lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. „Vor allem vor Feiertagen und Wochenenden gelingt es der MVB aufgrund von schlechtem Personalmanagement nach wie vor nicht, alle Fahrten zu besetzen, wodurch es dann auf mehreren Linien zu Ausfällen kommt. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Gegen den bundesweiten Trend

Im Jahr 2016 konnten bundesweit nahezu alle Verkehrsunternehmen ihre Fahrgastzahlen erheblich steigern. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem auch die MVB Mitglied ist, spricht sogar von einem Rekordjahr. Der umgekehrte Trend in Magdeburg mit dem eingangs schon genannten Verlust von 1,6 Millionen Fahrgästen im Jahr 2016 bei der MVB gegenüber dem Vorjahr, sollte den Verantwortlichen der MVB und in der Stadtverwaltung zu denken geben und zum Anlass genommen werden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, diesen Trend schnellstens wieder umzukehren. Eine Fahrpreiserhöhung trägt aus unserer Sicht jedoch in keinster Weise dazu bei.

Oberstes Ziel der MVB sollte sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu bitten. Hier sehen wir sowohl die Stadträte als auch die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten. Nur so kann es gelingen, in der Landeshauptstadt einen modernen, attraktiven und zukunftsorientierten ÖPNV anzubieten, der den hochgesteckten Zielen der Magdeburger Klimaallianz gerecht wird.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

– Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
– Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
– Einführung von Fahrgastrechten bzw. Kundengarantien für alle Fahrgäste


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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Neue Ansagen in Bahn und Bus

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Im Zuge der großen Liniennetzumstellung kommt auch ein lange gehegter Wunsch vieler Fahrgäste endlich zur Erfüllung: neue Durchsagen in den Fahrzeugen der MVB sollen für eine bessere Orientierung der Fahrgäste ab 1. April sorgen. Die bekannte Stimme von Radiomoderator Michael Latz wird die Fahrgäste an wichtigen Haltestellen über den neuen Linienverlauf ihrer Linie informieren.

So tönt es beispielsweise am Damaschkeplatz aus den Lautsprechern der Bahn: „Tunnel zu und was nu‘? Dies ist ein Fahrzeug der neuen Linie 1 von Olvenstedter Platz nach Lerchenwuhne über Damaschkeplatz, Westring, Südring, Hasselbachplatz, Leiterstraße und Alter Markt. Die umsteigefreie Verbindung von Stadtfeld zum Hauptbahnhof und in die City“

Allein für diesen Fahrplanwechsel mussten fast 50 neue Ansagen eingesprochen werden. Bereits seit der Netzumstellung 2015 setzt die MVB dabei auf die Stimme von Michael Latz. Seit dem sind undeutliche Ansagen bei Linienänderungen im Zusammenhang mit Baustellen passé, denn diese werden grundsätzlich über den professionellen Sprecher eingesprochen und müssen nicht mehr, wie früher, von den Fahrern übernommen werden.

Englische Zusatzansagen informieren Gäste und Touristen der Stadt über Änderungen und weisen auf touristisch bedeutsame Ziele hin. So werden die Haltestellen Alter Markt, Arenen, Messegelände, Opernhaus, Haeckelstr. / Museum, Hauptbahnhof, Leiterstraße (Hundertwasserhaus) und Domplatz gesondert angesagt.

Alle Informationen zum neuen Liniennetz gibt es auf den MVB-Seiten und natürlich bei uns: Blogbeitrag


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Stammtisch des Fahrgastverbandes im März 2017 in Diesdorf

Fahrgaststammtisch: Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

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Volles Haus am 23. März 2017 bei unserem Fahrgaststammtisch in Stadtfeld West/Diesdorf. Über 25 Fahrgäste waren gekommen, darunter auch Vertreter der GWA, um ihre Hinweise, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zum neuen Liniennetz ab 1.4.2017 anzubringen.

Heftige Kritik gab es gleich zu Beginn an der Kundenkommunikation der MVB. „Warum wurden wir als Fahrgäste über die Änderungen erst so spät informiert?“. „Warum gab es bei uns keine Einwohnerversammlung wie in Olvenstedt? Wir sind doch hier am meisten betroffen!“ Erneut in der Kritik stand auch der Umgangston der Service-Hotline der MVB. „Der Herr dort am Telefon ist mir so dumm gekommen, das ging gar nicht.“ Ein anderer Fahrgast sagte dazu: „Die Antworten und vor allem der Ton sind eine echte Katastrophe“. „Ich wollte dort ja nur einen Vorschlag machen, aber meine Anregungen wurden ignoriert, die sind beratungsresistent.“

Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Das neue Liniennetz kam dann schon etwas besser weg, auch wenn bemängelt wurde, dass Stadtfeld West und Diesdorf die beiden einzigen Stadtteile sind, die keine Anbindung im 10-Minuten-Takt in das Stadtzentrum haben. Problematisch stellt sich auch für die meisten Fahrgäste die Umsteigesituation am Westring dar. „Die Ampelschaltungen sind so unmöglich, dass man zum Umsteigen teilweise 5 Minuten braucht. Manche Leute laufen auch bei Rot, um ihre Bahn zu schaffen.“

Thematisiert wurde auch, dass keine der Haltestellen auf der Diesdorfer Straße barrierefrei ausgebaut ist, was vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kindern ein erhebliches Problem darstellt. Gebeten wurde außerdem darum, den Übergang von der Linie 3 zum Bus der Linie 52 an der Arndtstraße anzupassen, damit eine gute Anbindung zum Einkaufszentrum am Schlachthof hergestellt wird.

Eine bange Frage beschäftigte die meisten bis zum Schluss: „Was soll das eigentlich erst werden, wenn der Ferienfahrplan kommt?“


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Zeitumstellung: Zuverlässiger Nachverkehr auch beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit.

Zuverlässiger Nachtverkehr auch bei Zeitumstellung

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Die Zeitumstellung steht mal wieder bevor: am kommenden Wochenende, in der Nacht vom 25. zum 26. März 2017 werden die Uhren auf die Sommerzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den Nachtverkehr NACHTAKTIV der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Das Anschlusstreffen der nachtaktiven Buslinien N1 bis N8 an der (H) Alter Markt findet wie gewohnt statt – das Anschlusstreffen um 02.15 Uhr entfällt regulär, da es die Uhrzeit in dieser Nacht nicht gibt. Nach 01.15 Uhr ist eine Stunde später, um 03.15 Uhr, der nächste Anschluss.

Für die Nachtschwärmer bedeutet dies daher keine Umstellung.


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Übersicht aller neuen Fahrpläne zum Fahrplanwechsel 2017

Neue Fahrpläne ab sofort verfügbar

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Am 1. April führen die Magdeburger Verkehrsbetriebe den Fahrplanwechsel 2017 durch. Sieben Straßenbahnlinien fahren ab dann anders, als bisher. Die schon sehnsüchtig erwarteten Fahrpläne liegen nun vor.

Mit der Sperrung der Tunnel-Baustelle in der Innenstadt für sämtlichen Verkehr ergeben sich bei sieben Straßenbahnlinien Änderungen in der Linienführung. Wie bereits bekanntgegeben, fahren die Straßenbahnlinien 1, 4 und 5 von Olvenstedt, Diesdorf und Stadtfeld aus künftig über den Südring und Hasselbachplatz direkt in die Innenstadt. Auch bei den Linien 3, 6, 8 und 10 kommt es zu Änderungen.

Die Fahrpläne, gültig ab 1. April, sind ab sofort online unter mvbnet.de/verkehr  abrufbar. Für jede Straßenbahn- und Buslinie gibt es außerdem in den MVB-Verkaufseinrichtungen kostenlose Flyer mit Fahrplan.

Die neuen Fahrpläne sind außerdem ab Donnerstag in der Smartphone-App easy.GO verfügbar.

 


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Visualisierung Raiffeisenstraße

Heute beginnen Arbeiten für neue Straßenbahnstrecke

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Nun wird es langsam ernst: mit der Baufeldfreimachung beginnen die Arbeiten der MVB für die neue Straßenbahnstrecke durch die Raiffeisenstraße.

Bei der sogenannten Baufeldfreimachung durch die Raiffeisenstrasse werden Bäume und Sträucher gefällt und die Grenze des Südfriedhofs verschoben, um Platz für die anstehenden Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke zu machen. Die Arbeiten beginnen am Donnerstag und werden bis Anfang März abgeschlossen. Die südliche Baumallee der Raiffeisenstraße muss für die Integration der Straßenbahn, des Straßenausbaus und für die Anlegung von Rad- und Fußwegen gefällt werden. Dies betrifft insgesamt 51 Bäume. Die vorhandenen Bäume auf der Nordseite der Raiffeisenstraße bleiben erhalten.

Drei Bäume werden auch im Kreuzungsbereich Warschauer Straße / Schönebecker Straße gefällt. Während der Fällungen kommt es zu Einschränkungen für den ruhenden Verkehr in den betroffenen Straßen, es werden Parkverbotszonen eingerichtet.

Neue Baumallee wird angelegt

Die Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen. Es werden 127 neue Bäume gepflanzt, allein 83 davon in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit den Neupflanzungen soll die Baumallee in der Raiffeisenstraße nach Beendigung der Bauarbeiten wiederhergestellt sein. Weitere 44 Bäume werden als Ausgleich auf einer Fläche in Rothensee gepflanzt. Die neu zu pflanzenden Bäume werden alle einen Stammumfang von 16 bis 25cm Dicke haben. Als weitere Maßnahmen zur Begrünung der Straße werden auf 1.765 m² Landschaftsrasen und 960 m² Stauden im Randbereich angelegt. Auch die Straßenbahngleise in der Mitte der Straße werden abschnittsweise durch Rasen begrünt. Die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke und den Straßenausbau sollen Ende des dritten Quartals 2017 starten und Ende 2019 beendet sein.

Über den Bauabschnitt:

Der Bauabschnitt 7 ist Teil der Süd-West-Tangente der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn und umfasst den Neubau einer 1,1 km langen Straßenbahnverbindung durch die Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit diesem letzten Teilstück wird die Straßenbahntangente vom Europaring über West- und Südring und Wiener Straße geschlossen.

Die neue Straßenbahnverbindung soll die heute dort verkehrenden Buslinien 52 und 54 ersetzen und neue, umsteigefreie Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen (Buckau, Leipziger Straße, Sudenburg, Stadtfeld) und der Innenstadt mit der Straßenbahn schaffen.

Insgesamt werden vier neue Haltestellen barrierefrei gebaut. Am S-Bahnhof-Buckau wird eine Haltestelle mit Schnittstelle zur Eisenbahn geschaffen.


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Symbolbild Kindergarten

Kindergarten-Kinder fahren endlich kostenlos

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Endlich ist es soweit und nun auch amtlich: ab 13. Februar können bei Gruppenausflügen alle Kindergarten-Kinder (unabhängig vom Alter), bis zum Schuleintritt kostenlos Bus, Bahn und Zug im Marego-Verbund nutzen.

Bisher musste für Kindergarten-Kinder, die bereits das 6.Lebensjahr erreicht hatten, eine ermäßigte Fahrkarte gekauft werden. Diese Regelung entfällt nun zum 13. Februar, wie die MVB heute mitteilte.

Vor etwa einem Jahr war das Thema hochgekocht und mündete schließlich in einem Antrag der Linken-Fraktion auf „Freie Fahrt für alle Kita-Kinder“. Die MVB wiederum beriefen sich auf Ihre Beförderungsrichtlinien, nach denen alle Kinder ab 6 Jahren einen ermäßigten Fahrschein benötigen. Die Volksstimme berichtete damals mehrfach darüber. Oberbürgermeister Lutz Trümper  konnte damals die Aufregung nicht recht nachvollziehen, da seiner Ansicht nach, die Kita-Gruppen doch eh schon umsonst fahren sollten. Den Antrag der Linken-Fraktion erachtete er als unnötig – so richtig konnte es sich der OB auch nicht vorstellen, dass die MVB-Kontrolleure ernsthaft Kita-Kinder-Gruppen kontrollieren und ggf büßen würden. Dem widersprachen damals aber vehement zahlreiche Kita-Leiterinnen, die aufgebracht ihre Erlebnisse mit solch unangenehmen Situationen schilderten. Dies sorgte für einen Sinneswandel bei OB Trümper: „Jetzt haben wir aber offenbar so eine bescheuerte Regelung im Tarif und haben die MVB beauftragt, mit Marego zu klären, dass die zum nächstmöglichen Zeitpunkt geändert wird. Und bis dahin wird nicht kontrolliert.“ Nach einigen Tagen schwenkte die MVB dann doch auf die Linie des OB´s ein und diese Regel sollte ab April 2016 umgesetzt werden.

Antragsinitiator Dennis Jannack (Linke) und sein Fraktionschef Frank Theile bekundeten Freude über den Sinneswandel beim Stadtoberhaupt, beharrten aber auf einer korrekten tariflichen Neuregelung, die den Passus der Zahlungspflicht ab 6 Jahre tilgt. Der Stadtrat folgte dem entsprechenden Antrag schließlich einstimmig, inklusive Oberbürgermeister. Die MVB wiederum gelobte, das Thema in die Gespräche mit dem Verkehrsverbund Marego zu tragen, um eine einheitliche Regelung über Magdeburger Grenzen hinweg zu finden.

Nun, 10 Monate später ist es soweit und die Tarifbestimmungen des Verkehrsverbunds marego werden zum 13. Februar angepasst.

Artikel Volksstimme zu den Kita-Kindern


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Das 9-Uhr-Abo kehrt zurück - allerdings nur bei den Ticketautomaten des Harz-Elbe-Expess (HEX).

Rückkehr des übertragbaren 9-Uhr-Abos?

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Die 9-Uhr-Monatskarte für die Tarifzone Magdeburg ohne Abovertrag ist wieder erhältlich. Momentan sind sie an den Ticketautomaten in den Fahrzeugen des Harz-Elbe-Expresses (HEX) zu bekommen. Es handelt sich dabei um das ganz normale übertragbare  Monatsticket zu dem Preis von 35,90 €.

Interessant, dass die MVB gemäß ihrer Tarifübersicht dieses Abo nicht in dieser Form anbietet, sondern nur als nicht-übertragbares Abo. Bei der Tarifumstellung im Sommer 2015 gab es vor allem von Seniorenseite viel Kritik an der Abschaffung des übertragbaren 9-Uhr-Abos.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Während sich bis dahin ein Ehepaar eine Abo-Karte teilen konnten, bedeutete die Tarifänderung, eine tatsächliche Preissteigerung um über ein Drittel, da die Betroffenen nun dazu genötigt waren, sich ein zweites, nicht-übertragbares Abo zu besorgen. Auch für uns als Fahrgastverband ist nicht ganz klar (und war auch bislang nicht in Erfahrung zu bringen) , ob das 9-Uhr-Abo nun wieder verfügbar ist oder tatsächlich nie weg war?

Wir können nur allen MVB-Kunden für die das 9-Uhr-Abo interessant ist raten diese Information an Ihre älteren Mitbürger, Eltern oder Großeltern weiterzugeben und ihnen am besten sogar dabei behilflich zu sein, sich dieses Ticket zu besorgen.

UPDATE 26.1.2017: 17:45 Uhr:
Erwartungsgemäß beruft sich die MVB in einem Kommentar auf ihrer Facebook-Seite darauf, dass es sich um einen Fehler der HEX handeln müsse: „Also, was auch immer der HEX-Automat dort zeigt. Es gibt keine 9-Uhr-Monatskarte im Marego mehr. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Für technische Probleme an Einrichtungen des HEX sind wir nicht zuständig. Viele Grüße, Daniel.

Auf den berechtigten Einwand, dass dieser Fehler aber nicht das Problem des ggf nichtsahnenden Kunden sein könne folgt wieder einmal eine der bereits legendär respektlosen und bemüht flapsigen Antworten vom Social-Media-Betreuer Daniel: „Stell Dir vor, auf dem Mond wächst Gras. Was machst Du da? 😉 Oder anders gesagt: Gedankenspiele im Sinne von Was wäre wenn sind sicher kurzweilig, aber nicht immer zielführend. Wenn es wirklich zu solch einer Situation käme, wird das natürlich entsprechend behandelt. Denkbar ist, dass das Kontrollpersonal erst mal ein „Ticket“ ausstellt, weil es einfach gar keine andere Handlungsmöglichkeit hat. Bei der Klärung im Kundenzentrum käme der Sachverhalt dann sicher raus und er würde entsprechend auch bearbeitet. Wie sich dann die Verkehrsunternehmen untereinander einigen, wäre dann nicht mehr Sache des Kunden.
Wie wäre es denn bei Euch, bei der DB?

Wie wäre es denn, wenn die Magdeburger Verkehrsbetriebe eine klare Aussage treffen? Und wie wäre es, wenn sie ihren Kontrolleuren eine passende HandlungsanScreenshot Unterhaltung MVB-Nutzer Facebookweisung an die Hand gibt, wie in solchen Fällen zu verfahren ist? Nein, man bleibt vage und lässt es drauf ankommen. Soll sich doch der Kunde, vielleicht auch Tourist, ersteinmal das unangenehme Erlebnis einer Kontrolle haben und sich schuldig füheln, obwohl er in vollem Vertrauen und nach besten Gewissen 36 Euro für eine Monatskarte ausgegeben hat. Nun darf er sich also anhören er wäre ein Schwarzfahrer. Wann lernen die Magdeburger Verkehrsbetriebe endlich was echter Kundenservice ist?

 

 


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Foto Baustelle am Südring

Zittern wegen Baustelle Südring/Halberstädter

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Groß wurde Mitte Dezember der Einbau des Gleisviereckes  an der Südring-Baustelle und die Linienänderungen von Stadt und MVB angekündigt. Die veränderte Linienführung wurde auch ab 19.12.2016 umgehend umgesetzt – allein beim Einbau des Gleisvierecks passierte erstmal gar nichts.

Die Baustelle Südring/Halberstädter Straße ruhte bis zum 9 Januar 2017 für fast drei Wochen komplett. Eine Erklärung dafür sind die Magdeburger Verkehrsbetriebe leider bis heute schuldig geblieben. Das Vorgehen ist umso verwunderlicher, da die Baustelle wegen mangelhafter Abklärungen zum Baugrund, eh schon monatelang im Verzug ist. Nun erhöht sich der Zeitdruck immens. Bis zum 1.April (leider kein Scherz) muss die Baustelle zwingend fertig werden, denn dann wird die Strecke dringend als Umleitung wegen der Vollsperrung am City-Tunnel benötigt.

[embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=qEuYHnks5hI[/embedyt]
Wie man solch ein Projekt in Rekordzeit stemmt, zeigen die Dresdner Verkehrsbetriebe. Gezeigt wird der Umbau der Gleiskreuzung Bautzner / Hoyerswerdaer / Rothenburger Straße im Sommer 2013.

Die Strecke entlang der Baustelle, zwischen Brandenburger Straße und Damaschkeplatz, wird ab dann für den Abbruch alter Brücken-Überbauungen voll gesperrt. Kein Durchkommen ist dann nicht nur für Autos, sondern auch für Straßenbahnen, Fußgänger und Radfahrer in beiden Richtungen. Damit es eine direkte Straßenbahnverbindung aus dem Westen ins Stadtzentrum geben kann, muss die Strecke über Halberstädter Straße und Südring spätestens ab diesem Termin nutzbar sein.

Fragt man Vorarbeiter oder Bauarbeiter, die aktuell am Gleisviereck arbeiten, so erntet man für die Frage nach der Dauer der Arbeiten erstmal Gelächter. Und dann die wenig beruhigende Aussage: „Ende 2017 – wenn alles klappt“.[pullquote]Bis zum 1.April (leider kein Scherz) muss die Baustelle zwingend fertig werden, denn dann wird die Strecke dringend als Umleitung wegen der Vollsperrung am City-Tunnel benötigt.[/pullquote]

Der Magdeburger Buschfunk munkelt, dass die Strecke wohl erst zum Sommer 2018 in Betrieb gehen soll. Wie auch immer: so wie die MVB derzeit aufgestellt sind, kann man schon fast davon ausgehen, dass die Strecke in der Wiener Straße auch 2018 nicht sofort in Betrieb genommen werden kann. – Ganz einfach, weil weder die Fahrzeuge noch das Personal dafür vorhanden sind, um die Strecke im Regelbetrieb zu betreiben.

Wir sind gespannt und wünschen der MVB schon mal einen harmlosen Winter mit möglichst wenig Schnee und Eis 2017.

Weitere Details finden sich in den Beiträgen der Volksstimme vom Wochenende und letzter Woche.

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Foto Baustelle Südring

Linienänderung am Südring ohne Not?

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Pressemitteilung: Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. begrüßt die Weiterführung der Bauarbeiten am Südring seit Beginn dieser Woche. Gleichzeitig kritisiert die Fahrgastvertretung jedoch die umfangreichen Linienänderungen im Dezember, bei gleichzeitiger Einstellung der Bautätigkeiten über die Weihnachtszeit.

Obwohl die MVB wusste, dass über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel bis in die erste Januarwoche hinein am Südring keine Bauarbeiten stattfinden würden, wurde zum 19.12.2016 eine geänderte Linienführung in Kraft gesetzt, die für viele Fahrgäste eine Belastung in Form von längeren Fahrzeiten und häufigerem Umsteigen darstellten. In unserem Beitrag vom 16.12.2016 haben wir darauf hingewiesen: „Ab Montag, 19.12.2016 beginnt mit dem Einbau des Gleisvierecks die nächste Bauphase. Dies bedeutet, dass die Gleisverbindung Halberstädter Straße Richtung Innenstadt nicht mehr nutzbar ist.

Tatsächlich gearbeitet oder gebaut wurde an der Baustelle am Südring allerdings in den letzten drei Wochen überhaupt nicht. Damit wurden den Fahrgästen drei Wochen lang Umwege und Beschwerlichkeiten zugemutet, die technologisch nicht notwendig waren, da am Südring die Schienenverbindung Richtung Hasselbachplatz unverändert waren, sagt Daniela Kreissl, stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. Außer dem Aufstellen von Absperrgittern war seit dem 19.12.2016 auf der Baustelle am Südring nichts vorangegangen.
[pullquote]Tatsächlich gearbeitet oder gebaut wurde an der Baustelle am Südring allerdings in den letzten drei Wochen überhaupt nicht.[/pullquote]

Einmal mehr drängt sich hier der Verdacht auf, dass die MVB unter dem Deckmantel von Bauarbeiten Einsparungen generieren möchte, da einerseits die  Personalsituation weiterhin sehr angespannt ist und andererseits auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge zu knapp bemessen ist, um auf allen Linien einen verlässlichen Regelbetrieb zu gewährleisten. „Hier versucht die MVB Dinge auf dem Rücken der Fahrgäste zu kompensieren, die sie selbst zu verantworten hat“, ergänzt Detlef Fred Lasse, Vorstandsmitglied des Fahrgastverbandes.

Mehrfach hatten sich Fahrgäste zu Wort gemeldet und diese Vorgehensweise der MVB kritisiert und kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Besonders kritisiert wurde seitens der Fahrgäste auch, dass durch die MVB kein direkter Ersatzverkehr zum Hasselbachplatz angeboten wird. Lediglich eine „Anwohnerlinie“ mit Minibus wurde eingerichtet, die jedoch nur bis 21 Uhr verkehrt.


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Mehr Fahrten auf den Linien 4 und 54

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Die Kritik hat schließlich doch gewirkt: ab kommender Woche werden auf den Linien 4 und 54 zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Damit will die MVB chronisch überfüllte Verbindungen vermeiden und zugleich einen besseren Takt anbieten.

Auf der Linie 4 wird morgens ab Klinikum Olvenstedt in Richtung Innenstadt im Berufsverkehr zwischen 6.55 Uhr und 7.25 Uhr ein noch dichterer 7/8-Minuten-Takt angeboten. Außerdem fährt wieder jeder Zug der Linie 4 zum Herrenkrug, sodass der Herrenkrug und die Fachhoschule wieder ganztägig im 10-Minuten-Takt bedient werden. Auf der Buslinie 54 fahren zusätzliche Busse als Linie 54E zwischen Sudenburg (Braunlager Straße) und Raiffeisenstraße zwischen 6.16 Uhr und 8.16 Uhr sowie zwischen 13.16 Uhr und 16.16 Uhr. So entsteht zwischen diesen Haltestellen nahezu ein 10-Minuten-Takt.

Die genauen Fahrpläne können direkt auf der MVB-Seite heruntergeladen werden.


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#WeilWirDichHassen – eine Plakataktion der anderen Art

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Der Ärger über den Weihnachts-Ferienfahrplan der MVB scheint in Magdeburg dann doch größer zu sein, als in anderen Jahren. Seit einigen Tagen tauchen an unterschiedlichen Haltestellen im Stadtgebiet selbstgemachte Plakate auf. Unter dem Hashtag #WeilWirDichHassen macht der Verfasser in mehr oder weniger drastischen Worten seinem Unmut über die Magdeburger Verkehrsbetriebe Luft. Mit einem unglücklichen Herzchen versehen kann man folgenden Text lesen: „Man wird in Bahnen zerquetscht, nur weil ihr glaubt, dass in Magdeburg nur Schüler leben! Ferienfahrzeiten sind bullshit!!!“

Auch wenn man über die inhaltliche Ausführung geteilter Meinung sein kann, verstehen wir seitens des Fahrgastverbandes Magdeburg das Anliegen der Plakatation und den Ärger dieses Kunden und haben auch schon selbst darauf hingewiesen. Den Ferienfahrplan schon vor den Feiertagsferien einzuführen und gleichzeitig mal wieder zu vergessen, dass Schüler und Studetenten nicht die einzigen Kunden der MVB sind, ist eigentlich ein Unding. Ämter, Behörden, Ärzte, Dienstleister – sie alle haben zwischen Weihnachten und Neujahr ganz normal geöffnet. Dasselbe gilt für den größten Teil der Arbeitgeber in der Landeshauptstadt – und so müssen die Arbeitnehmer mal wieder sehen wo sie bleiben und wie sie mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen können.

Interessant übrigens, dass an der Baustelle Südring/Halberstädter Straße aktuell gar nicht gearbeitet wird. Wozu also die Linienänderung?

Der Hashtag #WeilWirDichHassen nimmt Bezug auf den äußerst erfolgreichen Werbefilm und die gleichnamige Kampgane „#Weil wir dich lieben“ der Berliner Verkehrsbetriebe BVG.

https://www.youtube.com/watch?v=fn7AXHuXSoI


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MVB versucht den Mega-Stau zu umfahren

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Noch bevor OB Trümper am Montag die Presse über die fast zweijährige Sperrung der Tunnel-Baustelle informierte, hatte er der MVB schon erste Hausaufgaben dazu aufgegeben. Dort gibt es nun erste Planungen, wie man diesmal Stadtfeld, Olvenstedt und Diesdorf besser mit dem ÖPNV an das Stadtzentrum anbindet, wie die Volksstimme heute schreibt. Bei der letzten Vollsperrung war die Linie 41 regelmäßig überfüllt, es gab keine Direktverbindung von Diesdorf, der Beimssiedlung und der Arndtstdraße ins Stadtzentrum und eine Direktbuslinie Westring-Arndtstraße-Tangente-Hasselbachplatz wurde von der MVB damals abgelehnt.

Weitere Informationen zu den Plänen rund um die Sperrung der Tunnel-Baustelle finden sich direkt auf der Seite der MVB.


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Symbolbilder Baustellen

Sanierung Breiter Weg startet ab 2018

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Nach Jahrzehnten der Nutzung sind eine Reihe von MVB-Strecken in Magdeburg dringend sanierungsbedürftig. Darunter auch die Trasse durch den Nordabschnitt des Breiten Wegs.  Verbessert werden soll dabei vor allem auch die Barrierefreiheit und Spalten an den Haltestellen besser den Bedürfnissen von Rollstuhfahrern anpassen. Da ein Planfeststellungsverfahren dazu notwendig wird, rechnet man seitens der MVB mit einem Baubeginn nicht vor 2018.

Ob eine Modernisierung bei laufendem Betrieb möglich sein wird oder ob der Straßenbahnverkehr im Jahr 2018 auf diesem Streckenabschnitt eingeschränkt werden muss, steht noch nicht abschließend fest.

Weitere Details dazu finden sich im Artikel der Volksstimme.


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Neue Nord-Süd-Verbindung – wenig Begeisterung

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Neue Nord-Süd-Verbindung sorgt für Skepsis

Bei der heute in der Volksstimme vorgestellten Neubaustrecke (Neue Nord-Süd-Verbindung) vom Hermann-Bruse-Platz zum Damaschkeplatz sehen wir vor allem drei Punkte sehr kritisch:

1. Bei den Planungen wurde durch die Verkehrsplaner leider der Sozialraumbezug der Bewohner sowie die Wegebeziehungen der Fahrgäste außer Acht gelassen. Die Menschen im Neustädter Feld orientieren sich zur Lübecker Straße und gehen dort einkaufen und zum Arzt. Auch die Erreichbarkeit des Neustädter Friedhofs ist für die Menschen wichtig. Diese Anbindung wird die neue Straßenbahnlinie nicht leisten können. Stadt und MVB haben es bisher nicht geschafft, den Bewohnern ein verlässliches Signal zu senden, dass die Busverbindung [embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=FDJt-hs4Crg[/embedyt]zur Lübecker Straße erhalten bleibt. Dadurch kommt es zu Unsicherheiten und zur Ablehnung der neuen Strecke. Diese wird jedoch nur ein Erfolg, wenn sie von den Menschen, die im Stadtteil leben eine hohe Akzeptanz erfährt.

2. Die Innenstadtanbindung ist bei dieser Nord-Süd-Verbindung ein weiterer Schwachpunkt. Die ursprünglich angedachte Linienführung durch die Eisenbahnunterführung an der Walther-Rathenau-Straße zum Krökentor und zum Breiten Weg wurde leider verworfen. Die jetzige Variante zum Damaschkeplatz mag zwar technologisch für die MVB von Vorteil sein und z.B. den Breiten Weg entlasten. [pullquote]Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen.[/pullquote]

Sie führt allerdings dazu, dass die Menschen aus dem Neustädter Feld nicht umsteigefrei und nur mit Umwegen die Universität, das Opernhaus oder z.B. die Stadtbibliothek erreichen können. Auch das wird leider die Akzeptanz und damit auch den Erfolg dieser Strecke negativ beeinflussen. Dies ist besonders unverständlich, da die Bahn die Eisenbahnunterführung an der B1 in den nächsten fünf Jahren ohnehin erneuern muss und somit bei einer guten Abstimmung die ursprünglich geplante Innenstadtanbindung immer noch möglich ist.

3. Die mangelnde und vor allem späte Einbeziehung der Menschen die es betrifft ist ein weiteres Problem. Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen, bei der sie sich dann lediglich an der beschlossenen Planung abarbeiten dürfen. Diese Form der Beteiligung reicht vielen Menschen nicht mehr aus und hat ein weiteres Mal negative Auswirkungen auf die Akzeptanz des Projektes.

Stadtverwaltung und MVB23 sollten diese Punkte in Zukunft mitdenken und bei weiteren Projekten die potentiellen Fahrgäste von Anfang an mit einbeziehen und deren Erfahrungen mit einbeziehen.

Update 10.1.2017: 
Für den Neubau der Straßenbahnstrecke in der Raiffeisenstraße als Teil der 2. Nord-Süd-Verbindung, wurde seitens der Planfeststellungsbehörde den Magdeburger Verkehrsbetrieben das Baurecht erteilt.


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Der Baustellen-Newsletter ist da

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Nun wurde der Druck der Öffentlichkeit zu groß. Die MVB reagieren mit einem Fünf-Punkte-Plan auf die Kritik von Fahrgästen und Gewerbetreibenden an den Verzögerungen bei den Bauarbeiten am Südring, der schlechten Ausschilderung der Umsteigebeziehungen sowie der mangelnden Kommunikation.

Diese Maßnahmen kommen keinen Tag zu früh. Bei anderen Verkehrsbetrieben sind diese Dinge selbstverständlich und bereits Bestandteil der Planung. Bleibt also nur zu hoffen, dass die MVB bei den nächsten Baustellen diese Maßnahmen von vornherein mit einplant und nicht erst wieder durch die Öffentlichkeit dazu gedrängt werden muss.

Erste Umgesetzte Maßnahme ist die Einrichtung eines Baustellen-Newsletter, der alle Interessierten und natürlich auch Anwohner und Gewerbetreibende auf dem laufenden halten soll. Hier geht es zur Anmeldung für den MVB-Newsletter.


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Absurde Fahrpreiserhöhungen

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Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhungen

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2016 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“  Nach der massiven Kritik der ÖPNV-Nutzer aus Stadtfeld, Diesdorf und Sudenburg an der unzureichenden Straßenbahnanbindung in die Innenstadt während der Großbaustellen hätten wir uns als Geste an die Magdeburger einen bewussten Verzicht auf die Fahrpreiserhöhungen gewünscht, um verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste in die MVB wieder herzustellen, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.
Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten anderthalb Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.
[pullquote]„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“[/pullquote]

„Auch die massiven Ausfälle von teilweise bis zu 120 Straßenbahnfahrten pro Tag im Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Unverständlich ist für uns auch, dass ein weiteres Mal parallel zur Erhöhung der Fahrpreise die Mitnahmeregelungen bei Abo-Karten eingeschränkt werden. Durch diese Einschränkungen verprellt man unnötig zahlende Kunden. Ziel der MVB sollte jedoch sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu beten. Hier sehen wir allerdings auch die Stadträte sowie die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Umleitung der Linie 10 vom Hasselbachplatz über Südring, Westring nach Diesdorf oder zum Olvenstedter Platz (statt zur Leipziger Chausee, als Entlastung der häufig überfüllten Linie 41)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/ Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
  • Einrichtung von umsteigefreundlichen Anschlüssen am Westring und an der Harsdorfer Straße zur Linie 41

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Rothensee: Weiterhin Geduld gefragt

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Die GWA Rothensee lud am 25.02.20165 zu einer Informationsveranstaltung  betreffend der Beseitigung der Hochwasserschäden an der Straßenbahntrasse Linie 10“

Rund 4o Anwohner folgten den Ausführungen der MVB-Geschäftsführerin Brigitte Münster-Rendel, Dr. Dieter Scheidermann (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Stadt Magdeburg und Vorsitzender des Aufsichtsrates der MVB) sowie Klaus Zimmermann (Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen und Vermögen der Stadt Magdeburg).

Die Veranstaltung fand nach mehreren Aktivitäten der GWA und auch der IG Rothensee sowie nach einem kontroversen Krisentreffen im Dezember 2015 statt. Bekanntlich fühlen sich die Rothenseer seit dem Hochwasser 2013 vom  Straßenbahnverkehr in Ihrer Stadt abgekoppelt. Seit Juni 2014 fährt die Straßenbahnlinie 10 zwar wieder nach Rothensee und bis zum Barleber See. In der Hauptverkehrszeit fährt sie auch alle zehn Minuten – aber nur bis zur Zwischenendstelle Pettenkoferstraße. Nur jede zweite Bahn fährt im 20-Minuten-Takt  tatsächlich weiter bis zum Barleber See.

Der auch nach dem Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt vorgesehene Zehn-Minuten-Takt nach Rothensee ist also gehörig aus dem Takt geraten. Dass sich daran erst wieder mit der Durchführung des Neubaus der Gleisanlagen ab 2019 etwas ändern sollte, hatte die letzten Monate nicht nur in Rothensee für Empörung gesorgt. Nach anfänglicher Verhärtung der Fronten zwischen Einwohnern in Rothensee und der MVB scheint nun doch wieder Bewegung in die Sache gekommen zu sein.

Nur noch zwei Jahre?

Nach den Aussagen der MVB-Geschäftsführerin Münster-Rendel muss neben der Strecke auch die Stromversorgung der Strecke saniert werde. Sie erklärte bei ihrer Präsentation „Wir können, losgelöst von der Sanierung der Straßenbahnstrecke, die Schäden an der Stromversorgung durch den Neubau eines Gleichrichterunterwerks (GUW) für die Straßenbahn schon deutlich früher beseitigen“. Frühestens ab 2019 vielleicht wieder nutzbar: die alte Wendeschleife in Rothensee

Mit dem Gleichrichterunterwerk, eine Art Trafohäuschen, das die Stromversorgung der Strecke für die Straßenbahnen übernimmt, wäre technisch gesehen ein Zehn-Minuten-Takt der Linie 10 nach Rothensee wieder möglich. Die MVB sei dabei den Bau vorzubereiten. Erst werde davon ausgegangen, dass das GUW Ende 2017, spätestens Anfang 2018 steht. „Was erst in Zwei Jahren?“ so der Ausruf aus dem Publikum. Bürgermeister Klaus Zimmermann verdeutlichte daraufhin die nicht unerheblichen verwaltungstechnischen Abläufe, etwa die Planung (bis zu  drei Monate), europaweite Ausschreibung (bis zu sechs Monate) Bestellung der Anlagen (Lieferfrist bis zu sechs Monate) und dann die Bauausführung. Somit wäre ein zeitlicher Ablauf von bis zu 24 Monate für das GWU von Planung bis Inbetriebnahme nicht unrealistisch. Es würde allerdings vor dem Beginn der Gleisneubaumaßnahme realisiert sein, insofern wesentlich früher als bisher geplant.

Bleibt allen Anwohnern in Rothensee und den Arbeitnehmern in den Norden zur Arbeit auf den ÖPNV angewiesen sind, einfach nur das abwarten? Eine Möglichkeit gäbe es noch: Technisch wäre es durchaus machbar, den Zehn-Minuten-Takt bis zum Betriebshof Nord zu realisieren und ab da einen 20-Minuten-Verkehr bis zur Haltestelle Barleber See durchzuführen. Allein es ist nicht gewünscht und auch nicht gewollt. Für die MVB-Geschäftsführerin „passt es nicht in die Arbeits- und Betriebsabläufe“ und für Klaus Zimmermann zählt eine Verbesserung der Verbindung wenig, solange es mehr kostet. Beides wenig überzeugende Argumentationen, die den zwingenden Willen vermissen lassen, endlich wieder einen akzeptablen Öffentlichen Verkehr in Rothensee herzustellen.

 Totgesparte MVB?

Auch wenn sich hier wegen der Mehrkosten der Bürgermeister und Finanzbeigeordnete auf die Seite der MVB schlägt, bleibt dennoch zu fragen, ob hier die Stadt vor lauter Sparmaßnahmen überhaupt noch ihrem Versorgungsauftrag nachkommt. Die MVB-Führung möchte man zudem darauf hinweisen, dass es vor dem Hochwasser auch einen funktionierenden Verkehr gab und dass mit ein wenig gutem Willen natürlich auch Arbeitsabläufe angepasst werden können. Leider konnte aber auch an diesem Abend der Eindruck nicht ausgeräumt werden, dass es genau daran fehlt.

Der Einwurf eines Stadtrates, ob man für Rothenseer Anwohner nicht die Kosten für die Monatskarten reduzieren könnte, da die MVB ja auch nur ein reduziertes Angebot liefert, wurde seitens des Bürgermeisters und Finanzbeigeordneten etwas humorlos  als Polemik abgetan, fand allerdings durchaus Anklang im Publikum.

Grundsätzlich muss sich die Stadt einmal mehr vorhalten lassen, vor lauter Sparelan die finanzielle und personelle Situation der MVB selbst ungünstig beeinflusst zu haben – nicht wenige Stimmen in der Stadt sagen es drastischer: „Die MVB wurde totgespart“. Vielleicht bedarf es eines weiteren Machtwortes des Oberbürgermeisters wie zum Ende des letzten Jahres, als nach permanenten Verspätungen und Ausfall von Straßenbahnen, die Einstellung von weiterem Fahrpersonal veranlasst wurde.


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Manchmal nervt einfach nur die Kundschaft

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[embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=qUUgqBD56Zk[/embedyt]

Nicht immer sind die Verkehrsbetriebe schuld, wenns schlecht läuft. Hie und da sind einfach nur die Fahrgäste daneben.

 

 

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MVB fit für das eTicket?

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Überall in Deutschland rüsten mittlerweile zahlreiche Verkehrsbetriebe (bsp. NRW, HH) auf elektronische Ticketsysteme auch eTicket genannt um.

In Mitteldeutschland ist das Projekt bei den Dresdener Verkehrsbetrieben (DVB) schon weit fortgeschritten. Im Verbundraum Oberelbe wird schrittweise das elektronische Ticketing eingeführt. Grundlage dafür ist der vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entwickelte Standard des eTicket Deutschland. Nun wird die elektronische FAHRKARTE auch in den Dresdner Bussen und Bahnen Einzug halten.

In Sachsen-Anhalt wiederum kommt das innovative System bislang erst bei kleineren Verkehrsgesellschaften zum Einsatz. So etwa bei Omnibusbetrieben in Merseburg, im Saalekreis, Muldental und Burgenlandkreis. In Magdeburg ist nicht bekannt, dass die MVB ihr Ticketing und/oder Abo-System in naher Zukunft ebenfalls umstellen wollen. Wir sagen Leider, denn die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Kein lästiges Umkleben des Monatsabschnittes mehr! Auf dem nicht sichtbar eingearbeiteten Chip sind alle Fahrausweisdaten gespeichert.
  • Das eTicket kann bei Diebstahl oder Verlust sofort gesperrt und für Dritte unbrauchbar gemacht werden.
  • Die eTicket-Karte  ist, verglichen mit Wertpapierabschnitten, deutlich robuster.
  • Unkomplizierte Änderung von Tarifzonen sind jederzeit möglich.
  • Erweiterte Einsatzmöglichkeiten sind denkbar, wie zum Beispiel die Nutzung von Carsharing-Angeboten, Marego, weitere städtische Angebote etc.

Dennoch bewegt sich etwas, vor allem das Handy-Ticket soll vorangetrieben werden, dies zeigt auch die aktuelle Ausschreibung für eTicketing für die Region Magdeburg, Oschersleben, Stendal, Staßfurt.

Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten – vor allem in der Form datenschutzrechtlicher Bedenken.   So stellte sich Ende letzten Jahres stellte es sich heraus, dass die in Berlin und Brandenburg eingesetzte VBB-fahrCard entgegen offizieller Angaben Bewegungsprofile speichern kann, die mit herkömmlichen Smartphones und der App mytraQ ausgelesen werden können. netzpolitik.org befasst sich aktuell genauer mit diesem Aspekt.


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Fahrplan als Karte in Echtzeit?

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Eine spannende Art den aktuellen Verkehr zu verfolgen und dabei „seine“ Bahn oder Bus im Auge zu behalten bietet sich mit Travic. Eine digitale Karte zeigt, wie Busse und Bahnen durch die Städte fahren. Das Projekt Travic deckt dabei fast 250 Transportunternehmen ab und seit kurzem gehört Magdeburg auch dazu.

Jede fahrende Bahn oder Bus wird dazu auf einer Karte visualisiert. Das Projekt ist aus einer Zusammenarbeit des deutsch-schweizerischen Unternehmens Geops mit der Universität Freiburg entstanden. Die Travic-Webseite kennt aktuell fast 250 Verkehrsunternehmen auf dem Globus. Die meisten Verkehrsmittel sind für Nordamerika und Europa eingepflegt worden, aber auch Teile von Australien sind dabei. Mit dabei sind auch viele deutsche Großstädte. Allerdings liefern deutsche Verkehrsunternehmen offenbar noch keine Echtzeitdaten. Trotzdem faszinierend zu beobachten und vielleicht ein kleiner Blick in die Zukunft.

 


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Warnstreik sorgt für Bus-Ausfälle

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Am Freitagmorgen sind viele Busfahrer der Magdeburger Verkehrsgesellschaft (MVG) in einen kurzen Warnstreik getreten. Der Streik begann gegen 5 Uhr und wurde gegen 9 Uhr beendet. Anlass waren nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die am Donnerstag gescheiterten Tarifverhandlungen. Laut Gewerkschaft legten 17 Bus-Fahrer der Frühschicht ihre Arbeit nieder, um Druck in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zu machen.

Die Magdeburger Verkehrsgesellschaft (MVG) ist eine Tochtergesellschaft der Magdeburger Verkehrsbetriebe AG (MVB) und die aktuelle Situation erinnert an die Streiksituation 2013. Bereits damals versuchte ver.di Lohnsteigerungen für die Beschäftigten der MVG zu erkämpfen. Details dazu finden sich in einem Volksstimme-Artikel vom 4. Mai 2013. Auch dem aktuellen Streik widmet die Volksstimme am 23.1.2016 eine ganze Seite der Lokalausgabe.

Warnstreik VST

Artikel der Volksstimme.

Seitens des Fahrgastverbandes Magdeburg können wir uns natürlich nicht zu tariflichen Belangen äußern – erlaubt sei jedoch die Frage, warum die MVB ihre Kundschaft nicht vorwarnen konnte und die Schuld dafür Verdi gibt. Dass nach ergebnislose Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di die Wahrscheinlichkeit groß war, dass es zu Warnstreikes kommt, ist naheliegend. Es wäre ein hilfreicher Dienst für die eigenen Kunden gewesen, zeitig darauf hinzuweisen. Ist jedoch leider unterlassen worden und so standen unzählige Fahrgäste heute morgen vergebens an den Haltestellen.  Ein Facebook-Eintrag morgens um 6 Uhr ist da einfach nicht genug.


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OB TRÜMPER verspricht Besserung bei der MVB

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Am Ende des alten Jahres 2015 blickt Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper im Gespräch mit dem Offenen Kanal zurück auf positive und negative Entwicklungen in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt.

[embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=t-mr3dg_ff0[/embedyt]

Auch das Thema MVB kommt dabei nicht zu kurz. Der Oberbürgermeister stellt tatsächlich die Einstelleung neuer Fahrer in Aussicht.
Die Fragen stellten Ditmar Pauke und Helge Hinze.


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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Presseerklärung: Erneut massive Ausfälle

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Erneut massive Ausfälle von Straßenbahnen bei der MVB

Zu Beginn dieser Adventswoche haben die Magdeburger Verkehrsbetriebe mit massiven Ausfällen bei Straßenbahnen und Bussen auf Grund von Personalmangel für erheblichen Unmut bei Ihren Fahrgästen gesorgt.

Allein am Montag, 30.11.2016 sind 120 Straßenbahnfahrten ausgefallen. Bis zu Beginn der Unfallserie gegen 16:30 Uhr wurden bereits über 100 Ausfälle auf nahezu allen Linien verzeichnet, so dass zumindest bis zu diesem Zeitpunkt kein Zusammenhang zwischen den Ausfällen und dem Unfallereignis hergestellt werden kann.

Am Dienstag, 01.12.2015 gab es erneut Ausfälle bei den Straßenbahnen im dreistelligen Bereich. Über 110 ausgefallene Straßenbahnen wurden an diesem Tag durch ein Team vom Fahrgastverband Magdeburg protokolliert. Auch auf den Buslinien gab es an beiden Tagen zahlreiche Ausfälle. Diese wurden jedoch nicht so detailliert analysiert.

In mehreren Anrufen und E-Mails berichteten Fahrgäste dem Fahrgastverband von überfüllten Straßenbahnen als Folge der Ausfälle. Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer mussten an den Haltestellen zurückbleiben. Der Fahrgastwechsel verzögerte sich erheblich, in einigen Fällen mussten die Straßenbahnen wegen Überfüllung aus Sicherheitsgründen sogar ihre Geschwindigkeit deutlich reduzieren. Beides führte zu zusätzlichen Verspätungen.

„In anderen Städten verdichten die Verkehrsbetriebe in der Adventszeit ihr Angebot um die zahlreichen Besucher der Weihnachtsmärkte in die Innenstädte zu befördern, in Magdeburg passiert das Gegenteil.“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes. „Wenn es der MVB über Monate nicht gelingt, einen Teil ihrer Leistung zu erbringen, müssen Politik und Verwaltung an dieser Stelle ihre Verantwortung wahrnehmen und den Verkehrsbetrieben angemessene Voraussetzungen zur Verfügung stellen.“ ergänzt er.

Daniela Kreissl, stellvertretende Vorsitzende ergänzt: „Die Fahrgäste erwarten für ihre im Voraus erworbenen Fahrkarten einen angemessenen Service. Die hohe Zahl von Ausfällen ist für eine Landeshauptstadt nicht akzeptabel und hinterlässt nicht nur bei Besuchern unserer Stadt ein Schlechtes Bild.“

Der Fahrgastverband Magdeburg hatte sich im Oktober 2015 gegründet, nach dem es in den Monaten davor von vielen Fahrgästen der MVB zahlreiche Beschwerden und erhebliche Unzufriedenheiten vor allem in Bezug auf Ausfälle von Straßenbahnen und Bussen gab. Der Verein befindet sich derzeit in Eintragung beim Vereinsregister in Stendal.

Eine unvollständige Aufstellung der Ausfälle findet sich hier: PM-Ausfälle-02-12-2015


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Wir treffen uns regelmässig in den Stadtteilen zum Fahrgast-Stammtisch.

1. Fahrgast-Stammtisch in der Feuerwache

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Am 25. November 2015 fand der erste Fahrgast-Stammtisch in der Feuerwache und somit auch ein reger Erfahrungsaustausch zwischen interessierten Bürgern, MVB-Nutzern und Mitgliedern des Vorstandes des Fahrgastverbandes Magdeburg statt.

Schnell und ohne Umwege kam es nach einer kurzen Vorstellung der Anwesenden zu einer regen und interessanten Diskussion. Alle Anwesenden konnten von mehr oder weniger positiven – allerdings eher von negativen- Erfahrungen bei der Nutzung des Angebotes der MVB in Magdeburg berichten.  So wurden nicht nur Verspätungen,  Ausfälle, verpasste Anschlussverbindungen bei Bussen und Straßenbahnen genannt , nein auch die verkehrliche Anbindung von einzelnen Stadtteilen wie  Rothensee, Stadtfeld Ost/West,  Cracau, Randau und Calenberge wurde angesprochen und als unbefriedigend eingeschätzt.

Ein Fahrtakt von 20 Minuten nicht nur auf der Strecke nach Rothensee wurde genauso bemängelt, wie der 15-Minuten-Takt in den Ferien kritisiert.

Unter den Teilnehmer der Veranstaltung waren auch zwei schulpflichtige Kinder, welche ihre Erlebnisse auf der täglichen Fahrt zur Schule schilderten. So kommt es immer wieder vor, dass sie als wartende Fahrgäste von Busfahrern übersehen werden und der Bus einfach an der Haltestelle vorbeifährt. Das ist dann natürlich für die Kinder sehr misslich. Zwar pünktlich losgegangen, der Bus hat nicht angehalten, die Anschlussbahn verpasst und prompt zu spät zur Schule gekommen. Und das dann auch noch vollgepackt (bekanntlich macht bei Schülern der Schulranzen schnell das Gewicht eines Drittels bis Viertels des eigenen Körpergewichtes aus).

Neben der Kritik an den Ausfällen und Verspätungen, war der größte Kritikpunkt die Kommunikation der MVB gegenüber Ihren Fahrgästen, besonders die nicht nachvollziehbaren Aussagen über Zuverlässigkeits- und Pünktlichkeitsgrad der Busse und Bahnen. Es kommt bei den Fahrgästen der Verdacht auf, dass geäußerte Kritik zwar vermeintlich zur Kenntnis genommen wird, aber ein wirkliches Interesse der MVB an einem Abstellen der Mängel nicht besteht. Als regelrecht dreist werden manche Aussagen vom Servicepersonal empfunden. Ein Besucher des Stammtisches etwa wurde mit folgendem Spruch abgefertigt: „So dumm kann man doch gar nicht sein, dreißig Minuten an der Haltestelle zu stehen und auf die Bahn oder Bus zu warten, und sich nicht zu Fuß fortzubewegen“. Ein anwesender Gast brachte es recht gut auf den Punkt …Man fühlt sich bei der MVB oft nicht als „Kunde“ sondern mehr als „Beförderungsfall“!!!

Auch wurde in der Runde die Frage aufgeworfen, wie der Fahrgastverband es bewerkstelligen möchte, etwas zu ändern an den aufgeworfenen Problemen mit der MVB? Hier sind wir im Moment dabei nicht nur mit den GWA (Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit) Kontakt aufzunehmen, sondern auch mit den vorhandenen  Interessengemeinschaften und Verbänden in den Stadtteilen. Zudem wird der Kontakt zu den einzelnen Stadtratsfraktionen und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der MVB sowie der Geschäftsführung der MVB gesucht.

Im Ergebnis unseres 1. Stammtisches konnten wir auch unsere ersten unterstützenden Mitglieder begrüßen. Wir danken dem Team des Podium Aller Kleinen Künste e.V. (PAKK) als Betreiber der Feuerwache für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.


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Strassenbahn in Rothensee

Bürgersprechstunde in Rothensee

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Am 18. November 2015 fand die Bürgersprechstunde des Mitglieds des Landtages Frau Edwina Koch-Kupfer und des Stadtrates Herrn Daniel Kraatz, beide CDU, in Rothensee stattEine erste Veranstaltung, an der der Fahrgastverband Magdeburg, nach Information durch den IG Rothenseer Bürger e.V. mit einem Vertreter teilnehmen und den Fahrgastverband auch vorstellen konnte.

Neben Themen wie die etwaige Verschiebung der Sanierung der Kindertagesstätte, der Unterbringung von Asylbewerbern, war auch die inakzeptable Anbindung des Stadtteil Rothensee durch die MVB ein Thema.

Der für die Veranstaltung angekündigte Teilnehmer der Geschäftsführung der MVB, glänzte leider durch „entschuldigte“ Abwesenheit, was bei den Teilnehmern mit Unverständnis honoriert wurde. Vielmehr wurde die Meinung vertreten, dass hier die MVB kneift, da in Aussicht gestellte Antworten auf Fragen der IG und GWA, welche bei vorangegangen Gesprächen auch mit Frau Münster-Rendel gestellt wurden, noch ausstehen.

Sowohl die anwesenden Vertreter der GWA, IG, des Fahrgastverbandes Magdeburg als auch  die MdL Frau E. Koch-Kupfer und der Stadtrat Herr D. Kraatz waren sich einig darüber, hier weiter aktiv auf die Entscheidungsträger und –verantwortlichen zu zugehen und konkrete Aussagen einzufordern, wie sich die MVB eine provisorische Lösung für die Anbindung Rothensees im Zehnminutentakt vorstellt.

Die Anwesenden waren sich einig, dass sich die momentane Situation, zwei Jahre nach dem Hochwasser 2013, nicht weiter verfestigen darf. Erst recht nicht kann der Status quo bis zu einem möglichen Baubeginn 2019 hingenommen werden. Hier war die Verärgerung der Rothenseer Bürger und den Teilnehmern der Bürgersprechstunde sehr deutlich spürbar. Es war auch von Ignoranz seitens der MVB die Rede, die auf gemachte Lösungsvorschläge nicht eingeht und nicht bereit ist, darüber zu kommunizieren.

Wie groß teilweise nicht nur der Ärger sondern die Verzweiflung des Stadtteiles ist, kann auch an daran erkannt werden, dass kühne Pläne angedacht werden. So wollen Vertreter der verschiedenen Interessengruppen versuchen, weitere Arbeitgeber als Sponsoren zu gewinnen, um die notwendige Stromversorgung (Trafo) für einen 10min-Takt in Eigeninitiative wiederherzustellen. Eine spannende Idee an der auch der Fahrgastverband Magdeburg weiter dran bleiben wird.

Volksstimme: Rothensee Trasse Hochwasserschäden erst 2019 endgültig behoben - VST 11.11.2015

Volksstimme: Rothensee Trasse Hochwasserschäden erst 2019 endgültig behoben – VST 11.11.2015


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Zahlen über Zahlen – Fragen daraus

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Zahlen über Zahlen…
Liest man die Geschäftsberichte der MVB bzw. die Beteiligungsberichte der Landeshauptstadt kann man dort Folgendes finden:

• „Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks gemäß § 128 KVG LSA besteht in der Beförderung von Personen im ÖPNV in der Landeshauptstadt Magdeburg und der Umgebung. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, ist somit weiterhin gewährleistet“ .

• „Die Leistungen der MVB sind in ihrer Gesamtheit als zuverlässig, sicher und stabil zu bewerten.“

Ein großer Aufschrei könnte dabei durch die Kundschaft der MVB und Leserschaft gehen, da die Erfahrungen in zurückliegender Zeit und vor allem in der Unmittelbarkeit der letzten Wochen doch wohl eine ganz andere ist. Verspätungen und Ausfälle in sehr hohem Ausmaße sind an der Tagesordnung und sorgten auch für Anfragen im Stadtrat. Als altbewerte Aussage kommt dann von Seiten der MVB der hohe Krankenstand beim Fahrpersonal, Baustellen, Unfälle, Falschparker und Havarien.

In diesem Zusammenhang stellen sich für den Nutzer des ÖPNV in der Landeshauptstadt Magdeburg dann anhand der veröffentlichen Zahlen so einige Fragen:

• War es notwendig von 2005 bis 2014 42 Mitarbeiter im Bereich des Fahrpersonals abzubauen?

• War es notwendig von 2005 bis 2012 den Fuhrpark sowohl der Straßenbahnen von 147 auf 87 bzw. der Busse von 59 auf 56 zu verkleinern?

• Ist der hohe Krankenstand vielleicht nicht nur mit Grippe zu erklären? Vielleicht haben sich ja auch die Arbeitsbedingungen insgesamt verschlechtert?

• Herausragende Frage!!!
Wie kommen die in den Beteiligungsberichten veröffentlichten Angaben für den Pünktlichkeitsgrad im jeweiligen Jahresdurchschnitt zustande? Angeblich nicht unter 79,4 % bei der Straßenbahn bzw. 82,5 % beim Bus seit 2005. Es wurden auch schon bereits über 90 % beim erreicht – letzmalig 2008 mit 90,6 .% Besonders erstaunlich erscheinen in diesem Zusammenhang die 97,6 % im August 2015.

Nach den Worten der Geschäftsführung der MVB ist der ÖPNV ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Richtig!!! Auch diese Worte können wir nur unterstützen.

Allerdings gehört zum bezahlbaren Ticket auch die entsprechende Gegenleistung. Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit sind ein unablässlicher Garant dafür, dass sich die Einwohner der Landeshauptstadt Magdeburg und Nutzer der MVB mit ihrem Verkehrsbetrieb identifizieren.

In diesem Zusammenhang wollen wir als Fahrgastverband Magdeburg nicht nur Mahner sondern auch Vermittler zwischen den Fahrgästen, Verbänden, Arbeitgebern und der MVB sein.

Eine kleine Zusammenfassung von Zahlen zur Personalentwicklung, und Entwicklung Linien, Fuhrpark, Haltestellen, beförderte Personen, Streckenlänge, Pünktlichkeit findet ihr hier:

Entwicklung Linien, Fuhrpark, Haltestellen, beförderte Personen, Streckenlänge, Pünktlichkeit

Personalentwicklung

 


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