Category Archives: Fahrkarten

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Warum eine Tageskarte keine Zeitkarte ist

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Der hier dargestellte Fall aus der heutigen Volksstimme ist auch für uns nicht nachvollziehbar. Als Fahrgastverband haben wie die MVB mehrfach damit konfrontiert, zuletzt im Beirat der MVB sowie auf deren Facebook-Seite. Dort versteckt man sich hinter den Beförderungsbedingungen, nach denen eine Tageskarte nicht mit Wochen-oder Monatskarten gleichzusetzen wäre, obwohl sie durch die Unterschrift auch personengebunden ist und damit die gleichen Eigenschaften aufweist. [pullquote]„…die Einnahmen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt sind ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen der MVB, da ist Kulanz nicht angebracht“[/pullquote]

Es wäre also ein leichtes für die MVB, gemeinsam mit Marego die Beförderungsbedingungen an dieser Stelle entsprechend zu ändern. Stattdessen versteckt sich die MVB geradezu hinter Marego. Muss die MVB nicht ein Interesse haben, Fahrgäste, die zwar vergesslich, aber ehrlich sind, als Fahrgäste zu halten und diese nicht mit erhöhtem Beförderungsentgelt zu verprellen?
Wir fragen uns auch, was die MVB zu dem von Fahrgästen mehrfach geäußerten Vorwurf sagt, „…die Einnahmen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt sind ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen der MVB, da ist Kulanz nicht angebracht“? Wir bleiben dran an diesem Fall und werden dieses Thema auch mit in die nächste Sitzung des Fahrgast-Beirates nehmen..


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Absurde Fahrpreiserhöhungen

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Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhungen

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2016 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“  Nach der massiven Kritik der ÖPNV-Nutzer aus Stadtfeld, Diesdorf und Sudenburg an der unzureichenden Straßenbahnanbindung in die Innenstadt während der Großbaustellen hätten wir uns als Geste an die Magdeburger einen bewussten Verzicht auf die Fahrpreiserhöhungen gewünscht, um verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste in die MVB wieder herzustellen, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.
Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten anderthalb Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.
[pullquote]„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“[/pullquote]

„Auch die massiven Ausfälle von teilweise bis zu 120 Straßenbahnfahrten pro Tag im Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Unverständlich ist für uns auch, dass ein weiteres Mal parallel zur Erhöhung der Fahrpreise die Mitnahmeregelungen bei Abo-Karten eingeschränkt werden. Durch diese Einschränkungen verprellt man unnötig zahlende Kunden. Ziel der MVB sollte jedoch sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu beten. Hier sehen wir allerdings auch die Stadträte sowie die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Umleitung der Linie 10 vom Hasselbachplatz über Südring, Westring nach Diesdorf oder zum Olvenstedter Platz (statt zur Leipziger Chausee, als Entlastung der häufig überfüllten Linie 41)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/ Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
  • Einrichtung von umsteigefreundlichen Anschlüssen am Westring und an der Harsdorfer Straße zur Linie 41

MVB – Störungsmelder

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