Category Archives: ÖPNV

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Viele Erkenntnisse und Anregungen gab es bei der Fachveranstaltung

Fachveranstaltung „Digitalisierung im ÖPNV“

Zu einem der wichtigsten Zukunftsthemen hatte die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft heute zur Fachveranstaltung „Digitalisierung im ÖPNV – Möglichkeiten und Chancen“ eingeladen. In drei Vorträgen zum Thema „Das E-Ticket in Münster“, „Multimodalität“ (marego) und „Landesweites E-Ticket“ (NASA GmbH) wurde das Thema ausführlich dargestellt und diskutiert. Als Fahrgastverband haben wir zahlreiche neue Erkenntnisse und Anregungen für unsere weitere Arbeit mitnehmen können.


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ProBahn wählt Tom Bruchholz in Vorstand

FVMD nun auch im Vorstand von ProBahn vertreten

Heute waren wir zu Gast bei unserem Partnerverband ProBahn zur Mitgliederversammlung in Leipzig. Neben einem informellen und fachlichen Austausch haben wir auch die Kooperation bei thematischen Veranstaltungen vereinbart. Unser Vorsitzender Tom Bruchholz (ganz links) wurde zudem in den Vorstand gewählt. Herzlichen Glückwunsch.


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Strassenbahn in Rothensee

Auch in Zukunft kein 10-Min-Takt für Rothensee

Nun ist es also raus: auch wenn die Stromversorgung in Rothensee Mitte 2018 wieder vollständig hergestellt ist, fahren die Straßenbahnen dort noch lange nicht wieder im 10-Min-Takt. Es fehlen also Fahrzeuge, da die Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof nicht befahrbar ist und die Straßenbahnen weite Umwege fahren müssen. Das die MVB keinerlei Reserven hat, ist jedoch nichts Neues und den Fahrgästen spätestens seit dem Wegfall der Linie 8 bekannt.

Der OB und die Stadträte müssen den Menschen in dieser Stadt nun erklären, warum man allein auf der letzten Stadtratssitzung per Beschluss so ganz nebenbei über 11 Millionen Euro zusätzlich in den Tunnel stopft, die Fahrgäste in Rothensee jedoch im Stich lässt? Dass die Menschen dort sauer sind, ist mehr als verständlich.


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Businitiative in Beyendorf-Sohlen

Beyendorf-Sohlen will Ringbus

In Beyendorf-Sohlen hat sich eine Businitiative gegründet, die in kürzester Zeit über 1000 Unterschriften zur besseren Verkehrsanbindung der beiden Magdeburger Sadtteile gesammelt hat. Die Initiatoren schlagen ein Ringbus vor, der Beyendorf-Sohlen sowohl mit Westerhüsen als auch mit dem Bördepark verbindet. Wir finden diese Initiative sehr wichtig und unterstützen dieses Anliegen daher auch.


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Fahrgastverband kritistiert erneute Fahrpreiserhöhung

Weniger Leistung, lange Fahrzeiten, mehr Umsteigen = höhere Preise

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die erneute Fahrpreiserhöhung bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2017 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Nach dem Verlust von 1,6 Millionen Fahrgästen im Jahr 2016 bei der MVB und vor dem Hintergrund der aktuellen Baustellensituation in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung in keiner Weise nachvollziehbar und für die Fahrgäste eine Zumutung“, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.. Die Fahrgäste zahlen nun mehr Geld für weniger Leistung (z.B. Wegfall der Linie 8), längere Fahrzeiten (vor allem von und nach Diesdorf, Olvenstedt und Stadtfeld) und öfteres Umsteigen (u.a. aus Richtung Diesdorf).

„Gerade aufgrund dieser Situation in der Zeit der Großbaustellen hätte die MVB mit einem Verzicht auf Fahrpreiserhöhungen verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste wieder herstellen können um damit mehr Fahrgäste als im Vorjahr in Bus und Bahn zu bekommen. Leider passiert mit der Fahrpreiserhöhung genau das Gegenteil. Ein Entgegenkommen an die baustellengenervten Fahrgäste, z.B. durch die Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten, ist an keiner Stelle zu erkennen“. so Bruchholz weiter. „Mit der Erhöhung der Tageskarte um 6,3 % und der 4er-Karte um 5 %, die nun sinnigerweise genauso teuer wie vier Einzelfahrten und zudem auch noch teurer als in Dresden ist, verprellt man vor allem Gelegenheitsfahrer, die man bei überzeugendem Service vielleicht perspektivisch als Stammkunden hätte gewinnen können.“

Erneute Fahrpreiserhöhung nicht nachvollziehbar

„Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres (2016: 0,5 %) liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.

„Auch die anhaltenden Qualitätsprobleme im Fahrbetrieb in Form von Ausfällen von Straßenbahn- und Busfahrten lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. „Vor allem vor Feiertagen und Wochenenden gelingt es der MVB aufgrund von schlechtem Personalmanagement nach wie vor nicht, alle Fahrten zu besetzen, wodurch es dann auf mehreren Linien zu Ausfällen kommt. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Gegen den bundesweiten Trend

Im Jahr 2016 konnten bundesweit nahezu alle Verkehrsunternehmen ihre Fahrgastzahlen erheblich steigern. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem auch die MVB Mitglied ist, spricht sogar von einem Rekordjahr. Der umgekehrte Trend in Magdeburg mit dem eingangs schon genannten Verlust von 1,6 Millionen Fahrgästen im Jahr 2016 bei der MVB gegenüber dem Vorjahr, sollte den Verantwortlichen der MVB und in der Stadtverwaltung zu denken geben und zum Anlass genommen werden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, diesen Trend schnellstens wieder umzukehren. Eine Fahrpreiserhöhung trägt aus unserer Sicht jedoch in keinster Weise dazu bei.

Oberstes Ziel der MVB sollte sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu bitten. Hier sehen wir sowohl die Stadträte als auch die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten. Nur so kann es gelingen, in der Landeshauptstadt einen modernen, attraktiven und zukunftsorientierten ÖPNV anzubieten, der den hochgesteckten Zielen der Magdeburger Klimaallianz gerecht wird.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

– Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
– Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
– Einführung von Fahrgastrechten bzw. Kundengarantien für alle Fahrgäste


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Die neue Netzplanung ab dem Jahr 2020

Der neue Liniennetzplan 2020+ ist da

Kürzere Reisezeiten, mehr Direktverbindungen ohne Umsteigen und bessere, umweltgerechte Mobilität für alle Magdeburger – das alles verspricht der neue Liniennetzplan 2020+.  Einige Fragen bleiben erwartungsgemäß offen – wir als Fahrgastverband werden die Neuerungen prüfen und dazu noch Stellung beziehen. Für alle Interessierten hier ersteinmal eine Übersicht, wie sie uns von der MVB bereitgestellt wurde.

Das entwickelte Liniennetz soll ab 2020, mit Abschluss der Bauarbeiten für die 2. Nord-Süd-Verbindung, eingeführt werden. Es wird nun dem Stadtrat zur Information vorgelegt.

Gemeinsam mit der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Verkehrsplanungsbüro VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH (VCDB) wurde ein Straßenbahnliniennetz 2020+ entwickelt, dass u. a. folgende Ziele berücksichtigt:

  • Alle Neubaustrecken der 2. Nord-Süd-Verbindung, mit Ausnahme des Europarings, sollen mindestens im 10-Minuten-Takt betrieben werden
  • Schaffung direkter Verbindungen in die Innenstadt und möglichst zum Hauptbahnhof
  • Schaffung von „Durchmesserlinien“: Alle Linien sollen von einem Endpunkt in die Innenstadt und weiter zu einem anderen Endpunkt führen
  • Adäquater Ersatz bisheriger Buslinien durch neue Straßenbahnlinien auf den Neubaustrecken

Die Erarbeitung des neuen Straßenbahnnetzes 2020+ war ein Prozess, bei dem insgesamt vier verschiedene Varianten entwickelt wurden. Das nun vorgestellte Liniennetz ist für die Verwaltung und MVB die ausgewogenste Variante zwischen Wirtschaftlichkeit, Verständlichkeit, Nachfrage und Angebot für die Fahrgäste.

Das Straßenbahnliniennetz 2020+:

Linie 1:      Lerchenwuhne / Kannenstieg* – Leipziger Chaussee
über Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

Linie 2:      Alte Neustadt – Sudenburg
über Alter Markt – City Carré – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Westring – Südring

Linie 3:      Olvenstedt – Sudenburg**
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Hasselbachplatz – Warschauer Str. – Wiener Str. – Südring

Linie 4:      Olvenstedt – Cracau
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Allee-Center – Heumarkt

Linie 5:      Messegelände – Salbker Platz**
über Nordbrückenzug – Alter Markt – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Olvenstedter Platz –  Europaring – Westring – Südring – Wiener Str. – Warschauer Str. – Buckau

Linie 6:      Diesdorf – Herrenkrug
über Hauptbahnhof / Kölner Platz – Allee-Center – Arenen

 Linie 8:      Kannenstieg / Lerchenwuhne* – Westerhüsen
über Neustädter Feld (Hermann-Bruse-Pl.) – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Hasselbachplatz – Buckau

Linie 9:      Neustädter See – Reform
über Kastanienstraße – Alter Markt –
Hauptbahnhof / Willi-Brandt-Platz – Hasselbachplatz

Linie 10:    Barleber See – Sudenburg
über Zoo – Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

* Diese Endstellen werden jeweils abwechselnd bedient

** Linie verkehrt im 20-Minuten-Takt

Die wichtigsten Änderungen im Detail:

  • Die Neubaustrecke zum Kannenstieg (Bauabschnitt 6) wird abwechselnd durch die Linien 1 und 8 jeweils alle 20 Minuten bedient. Auf der Strecke entsteht somit ein 10-Minuten-Takt. Fahrgäste erhalten somit umsteigefreie Verbindungen zur Lübecker Straße, Bahnhof Neustadt und Opernhaus sowie schnelle umsteigefreie Verbindungen über die Neubaustrecke Neustädter Feld zum Hauptbahnhof, ZOB und City Carré.
  • Auch von und zur Lerchenwuhne und dem zukünftigen IKEA-Möbelhaus werden abwechselnd die Linien 1 und 8 fahren und so alle 20 Minuten Verbindungen jeweils über die Neubaustrecke Neustädter Feld (Bauabschnitte 4 +5) und über die alte Strecke über Lübecker Straße herstellen.
  • Fahrgäste aus dem Neustädter Feld erhalten mit der Linie 8 alle 10-Minuten eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, zur Innenstadt über City Carré und Breiter Weg sowie zum Hasselbachplatz und weiter Richtung Buckau und Westerhüsen. Bisher war nur ein 15-Minuten-Takt mit Linienende am Hauptbahnhof vorgesehen.
  • Die Buslinien 52 und 54 werden durch die Straßenbahnlinien 3 und 5, die die Neubaustrecken Wiener Straße, Raiffeisen- und Warschauer Straße (Bauabschnitte 2 + 7) bedienen, adäquat ersetzt. Auf der neuen Straßenbahntangente werden so umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof, nach Buckau und Salbke, nach Sudenburg, nach Stadtfeld und nach Olvenstedt auf jeweils dem kürzesten Weg angeboten. Aus Sudenburg kommt man weiterhin umsteigefrei Richtung Bahnhof Buckau / Puppentheater.
  • Die Buslinie 69 wird durch die Straßenbahnlinien 1 und 8 ersetzt. Die Anbindung Kannenstiegs an die Kastanienstraße und Lübecker Straße wird somit weiter sichergestellt.
  • Die Strecke nach Salbke soll zusätzlich mit der neuen Linie 5 bedient werden. Somit werden pro Richtung drei Fahrten mehr in der Stunde angeboten und neue Direktverbindungen in den Westen der Stadt hergestellt.
  • Der Hauptbahnhof wird künftig durch die Linien 2, 3, 4, 5, 6, 8 und 9 bedient und ist somit aus allen Stadtteilen (außer Rothensee) umsteigefrei erreichbar.

171.000 Fahrgäste werden täglich Straßenbahn fahren

Für die Entwicklung des neuen Liniennetzes wurde ein Verkehrsmodell zu Grunde gelegt, dass das Mobilitätsverhalten der Magdeburger berücksichtigt. Darauf aufbauend wurden die neuen Linienwege entwickelt, um das beste Angebot für alle Fahrgäste anbieten zu können.

Im Vergleich zum alten Ziel-Liniennetz für die Fertigstellung der 2. Nord-Süd-Verbindung, das erstmals 2008 vorgestellt wurde, werden mit dem neuen Straßenbahnnetz 2020+, dank dem besseren Fahrtangebot, täglich über 171.000 Fahrgäste mit der Straßenbahn unterwegs sein. Das entspricht einer Steigerung um gut 2 % gegenüber dem alten Ziel-Liniennetz – zusätzlich zu den Fahrgaststeigerungen, die durch die Neubaustrecken erreicht werden.

Diese Werte hat die VCDB ermittelt…

Um auf allen Strecken den 10-Minuten-Takt mit der Straßenbahn gemäß Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Magdeburg realisieren zu können, ist ein Mehrbedarf, gegenüber dem heutigen Liniennetz, von sechs Straßenbahnzügen ermittelt worden. „Die MVB bereitet derzeit die dafür notwendigen Schritte vor, um 2020 über die zusätzlichen Straßenbahnen verfügen zu können“, sagt die Geschäftsführerin. Zurzeit wird ein Lastenheft erarbeitet, um später die Straßenbahnbeschaffung ausschreiben zu können.

Der Aufsichtsrat der MVB hat in seiner Sitzung vom 26. August 2016 für die Umsetzung des Straßenbahnnetzes 2020+ votiert. Im zweiten Schritt wird ein Busliniennetz erarbeitet. Busse fungieren dabei als Zubringer zur Straßenbahn und ergänzen das Straßenbahnnetz auf weiteren Querverbindungen abseits der Innenstadt. Auch hier werden die Hinweise aus den Bürgerversammlungen zur 2. Nord-Süd-Verbindung mit einfließen.

Das Straßenbahnnetz 2020+ soll nach Abschluss aller Bauarbeiten zur 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn im Jahr 2020 eingeführt werden. Änderungen der Linienführung sind trotzdem noch möglich, um Veränderungen im Fahrverhalten der Fahrgäste besser bedienen zu können. Die Liniennummern sind Arbeitsbezeichnungen und können sich ebenfalls noch ändern.

Aktueller Stand der acht Bauabschnitte der 2. Nord-Süd-Verbindung:

Bauabschnitt 1 – Europaring – seit 2004 eröffnet

Bauabschnitt 2a – Leipziger Straße – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 2 – Wiener Straße – im Bau

Bauabschnitt 3 – Reform – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 4 – Neustädter Feld – Baufeldfreimachung / Bau Herbst 2017

Bauabschnitt 5 – Birkenweiler – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 6 – Kannenstieg – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 7 – Warschauer Str. / Raiffeisenstr. – Baufeldfreimachung /  Bau Herbst 2017


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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Neue Ansagen in Bahn und Bus

Im Zuge der großen Liniennetzumstellung kommt auch ein lange gehegter Wunsch vieler Fahrgäste endlich zur Erfüllung: neue Durchsagen in den Fahrzeugen der MVB sollen für eine bessere Orientierung der Fahrgäste ab 1. April sorgen. Die bekannte Stimme von Radiomoderator Michael Latz wird die Fahrgäste an wichtigen Haltestellen über den neuen Linienverlauf ihrer Linie informieren.

So tönt es beispielsweise am Damaschkeplatz aus den Lautsprechern der Bahn: „Tunnel zu und was nu‘? Dies ist ein Fahrzeug der neuen Linie 1 von Olvenstedter Platz nach Lerchenwuhne über Damaschkeplatz, Westring, Südring, Hasselbachplatz, Leiterstraße und Alter Markt. Die umsteigefreie Verbindung von Stadtfeld zum Hauptbahnhof und in die City“

Allein für diesen Fahrplanwechsel mussten fast 50 neue Ansagen eingesprochen werden. Bereits seit der Netzumstellung 2015 setzt die MVB dabei auf die Stimme von Michael Latz. Seit dem sind undeutliche Ansagen bei Linienänderungen im Zusammenhang mit Baustellen passé, denn diese werden grundsätzlich über den professionellen Sprecher eingesprochen und müssen nicht mehr, wie früher, von den Fahrern übernommen werden.

Englische Zusatzansagen informieren Gäste und Touristen der Stadt über Änderungen und weisen auf touristisch bedeutsame Ziele hin. So werden die Haltestellen Alter Markt, Arenen, Messegelände, Opernhaus, Haeckelstr. / Museum, Hauptbahnhof, Leiterstraße (Hundertwasserhaus) und Domplatz gesondert angesagt.

Alle Informationen zum neuen Liniennetz gibt es auf den MVB-Seiten und natürlich bei uns: Blogbeitrag


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Einer der Gewinne des Zukunfts-Wettbewerbs

Großer Zukunfts-Wettbewerb des Fahrgastverbandes

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Wenn Fahrgäste träumen

Wie soll die Zukunft des öffentlichen Verkehres in der Landeshauptstadt aussehen? Welche Wünsche haben die Fahrgäste? Wie müssen künftige Straßenbahnen gebaut sein, dass sich die Kunden wohl darin fühlen? Welche Verbindungen und Anschlüsse fehlen noch? Im Zukunfts-Wettbewerb des Fahrgastverbandes können alle Nutzer und Freunde des ÖPNV zu Wort kommen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Zugegeben im Moment zeigt sich die Zukunft in Magdeburg vor allem in zahlreichen Baustellen, Staus, Umleitungen und radikalen Veränderungen am gewohnten Stadtbild. Das ist nicht schön, das stört  und kostet Zeit und Nerven.  Viele Bürger fühlen sich überrumpelt und zuwenig eingebunden in die Entscheidungsfindungen und Pläne von Stadt und den Verkehrsbetrieben. Lassen Sie uns doch alle zusammen mal ein wenig träumen.

Stellen wir uns vor, eine gute Fee (nennen wir sie „Magdeburger Jungfrau“) erscheint und schenkt den Magdeburgern  20 Mio Euro für den öffentlichen Verkehr . Wie soll das Geld am besten und sinnvollsten eingesetzt werden?

Und hier kommen Sie alle nun ins Spiel: was ist Ihre Vision von Bus und Bahn in Magdeburg? Was würden Sie anpacken und ändern, wenn sie könnten? Welche Verbindung verbessern? Eine Strecke ganz neu  und anders bauen? Rufbus egal wo ich stehe? Wie schaut Ihr Traum einer künftigen Straßenbahn aus? Flüsterleise und mit WLAN und Klimaanlage? Vorfahrt für den ÖPNV, Fahrräder und Elektroautos? Verkehrsfreie Zonen? Der Phantasie und den Möglichkeiten sind keinerlei Grenzen gesetzt. Erzählen Sie uns in unserem Zukunfts-Wettbewerb, wie Sie sich die Zukunft in Magdeburg vorstellen, gestalten Sie Bilder, ein Video oder eine Grafik . Die Form ist völlig frei, genauso wie die Gedanken.

Wir sammeln die besten Vorschläge, Ideen und Visionen und stellen Sie auf unserer Homepage und bei Facebook vor. Alle Magdeburger können dann abstimmen, welche der Zukunftsvision ihnen am besten gefallen.  Der Wettbewerb läuft den ganzen April über, in der ersten Mai-Woche stellen wir die Ideen und Visionen dann zur Abstimmung vor.

Für die Mühe und den Einsatz haben wir zudem drei kleine Preise ausgelobt:
1.Platz: Modell-Bus der MVB im Maßstab von 1:87

2.Platz:   Kino-Gutscheine für 2 Personen

3.Platz: kostenlose Vereins-Mitgliedschaft für 1 Jahr 
Und nun legen Sie los, wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge zum Zukunfts-Wettbewerb.


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Stammtisch des Fahrgastverbandes im März 2017 in Diesdorf

Fahrgaststammtisch: Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Volles Haus am 23. März 2017 bei unserem Fahrgaststammtisch in Stadtfeld West/Diesdorf. Über 25 Fahrgäste waren gekommen, darunter auch Vertreter der GWA, um ihre Hinweise, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zum neuen Liniennetz ab 1.4.2017 anzubringen.

Heftige Kritik gab es gleich zu Beginn an der Kundenkommunikation der MVB. „Warum wurden wir als Fahrgäste über die Änderungen erst so spät informiert?“. „Warum gab es bei uns keine Einwohnerversammlung wie in Olvenstedt? Wir sind doch hier am meisten betroffen!“ Erneut in der Kritik stand auch der Umgangston der Service-Hotline der MVB. „Der Herr dort am Telefon ist mir so dumm gekommen, das ging gar nicht.“ Ein anderer Fahrgast sagte dazu: „Die Antworten und vor allem der Ton sind eine echte Katastrophe“. „Ich wollte dort ja nur einen Vorschlag machen, aber meine Anregungen wurden ignoriert, die sind beratungsresistent.“

Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Das neue Liniennetz kam dann schon etwas besser weg, auch wenn bemängelt wurde, dass Stadtfeld West und Diesdorf die beiden einzigen Stadtteile sind, die keine Anbindung im 10-Minuten-Takt in das Stadtzentrum haben. Problematisch stellt sich auch für die meisten Fahrgäste die Umsteigesituation am Westring dar. „Die Ampelschaltungen sind so unmöglich, dass man zum Umsteigen teilweise 5 Minuten braucht. Manche Leute laufen auch bei Rot, um ihre Bahn zu schaffen.“

Thematisiert wurde auch, dass keine der Haltestellen auf der Diesdorfer Straße barrierefrei ausgebaut ist, was vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kindern ein erhebliches Problem darstellt. Gebeten wurde außerdem darum, den Übergang von der Linie 3 zum Bus der Linie 52 an der Arndtstraße anzupassen, damit eine gute Anbindung zum Einkaufszentrum am Schlachthof hergestellt wird.

Eine bange Frage beschäftigte die meisten bis zum Schluss: „Was soll das eigentlich erst werden, wenn der Ferienfahrplan kommt?“


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Zeitumstellung: Zuverlässiger Nachverkehr auch beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit.

Zuverlässiger Nachtverkehr auch bei Zeitumstellung

Die Zeitumstellung steht mal wieder bevor: am kommenden Wochenende, in der Nacht vom 25. zum 26. März 2017 werden die Uhren auf die Sommerzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den Nachtverkehr NACHTAKTIV der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Das Anschlusstreffen der nachtaktiven Buslinien N1 bis N8 an der (H) Alter Markt findet wie gewohnt statt – das Anschlusstreffen um 02.15 Uhr entfällt regulär, da es die Uhrzeit in dieser Nacht nicht gibt. Nach 01.15 Uhr ist eine Stunde später, um 03.15 Uhr, der nächste Anschluss.

Für die Nachtschwärmer bedeutet dies daher keine Umstellung.


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Fahrplanänderung und neue Linienführung gelten ab 1. April 2017

Netzumstellung zum 1. April wegen Tunnel-Baustelle

Zum 1. April wird der Durchgang der Tunnel-Baustelle am Hauptbahnhof endgültig für mindestens 21 Monate geschlossen. Dies zwingt die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zu einem großen Fahrplanwechsel und einer Netzumstellung. Neben veränderten Takten und Fahrplänen wird auch gleich ein neues Straßenbahnliniennetz eingeführt. In einer Pressekonferenz mit Live-Übertragung wurden die Änderungen heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit der Vollsperrung der Baustelle am Magdeburger Hauptbahnhof, gibt es ab 1. April auch für Straßenbahnen kein Durchkommen mehr. Die Stadt hat die Sperrung für mindestens 21 Monate, also bis Ende 2018, angekündigt – ob das Zeitfenster wirklich ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Die größte Herausforderung für die MVB bestand nun darin mit der Baustelle am Südring/Ecke Halberstädter Straße rechtzeitig fertig zu werden und den Bewohnern aller Stadtteile einen direkten Zugang zur Innenstadt zu ermöglichen. MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel gibt sich zuversichtlich, dass dieses Unterfangen mit den neuen Fahrplänen und einem neuen Straßenbahnnetz gelungen ist: „Trotz Sperrung fahren aus allen Stadtteilen Straßenbahnen in die Innenstadt – und zwar umsteigefrei“.

Längere Fahrzeiten für die westlichen Stadtteile

Für Fahrgäste aus den westlichen Stadtteilen Diesdorf, Olvenstedt und Stadtfeld bedeutet dies etwas längere Fahrzeiten, da die Straßenbahnen wegen der Sperrung über den Südring umgeleitet werden müssen, dafür aber mehr Komfort. „Unsere Straßenbahnen fahren größtenteils auf eigenem Bahnkörper unabhängig vom Autoverkehr. Unsere Fahrgäste fahren also fast immer am Stau vorbei“, meint Abteilungsleiter Verkehrsplanung Andreas Busch. Dies war auch der Grund warum sich gegen einen großflächigen Einsatz von Bussen entschieden hat. Da auch sämtliche Ausweichstrecken hoffnungslos überlastet sind, hätten auch diese oft im Stau gestanden und entsprechende Verspätungen produziert.

Ab 1. April fahren die Linie 1 vom Olvenstedter Platz (Stadtfeld Ost), die Linie 4 aus Olvenstedt und die Linie 5 aus Diesdorf über den Südring direkt in die Innenstadt und in weitere Stadtteile. „Mit diesen drei Linien sind alle westlichen Stadtteile ideal mit der Straßenbahn an die Innenstadt angebunden“, so Andreas Busch. Bei der letzten Sperrung der Tunnel-Baustelle 2016 gab es Kritik von Fahrgästen, weil damals nur die Baustellen-Straßenbahnlinie 41 die Verbindung in die Innenstadt herstellte. Zum 1. April wird auch die Südring-Kreuzung nach Bauarbeiten wieder für den Straßenbahnverkehr freigegeben. Die Linie 10 wird dann wieder direkt nach Sudenburg fahren, sodass für die Sudenburger längere Umwegefahrten in die Innenstadt entfallen.

Damit dies alles funktioniert, muss die Südringbaustelle zwingend rechtzeitig fertig werden. Nachdem es wochenlang kritisch aussah, scheinen die Bauarbeiten die Verzögerungen aufgeholt zu haben. Die MVB gibt sich in ihren Baustellen-News auf jeden Fall sehr zuversichtlich: „…früher als geplant,

MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel

„Ab 1. April fahren wieder aus allen Stadtteilen Bahnen in die Innenstadt“, erklärt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

konnte in der Mitte der Kreuzung, wo alle Gleise aufeinander treffen (Vierfach-Kreuzung), die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Gleise sind verbaut und die Asphaltschicht aufgetragen. Die Fugen wurden ebenfalls bearbeitet. Das aufgestellte Zelt zum Schutz vor Frost kann mit Abschluss der Arbeiten abgebaut werden….“

„Das neue Straßenbahnliniennetz hat nicht nur zum Ziel, umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt anzubieten, sondern auch den Hauptbahnhof aus allen Himmelsrichtungen gut anzuschließen“, sagt Andreas Busch. Zwar ist durch die Bauarbeiten am City-Tunnel die Haltestelle Hauptbahnhof weiterhin außer Betrieb, dafür rücken die Haltestellen in der unmittelbaren Umgebung mehr in den Fokus. Die Haltestellen Damaschkeplatz im Adelheidring, City Carré und Verkehrsbetriebe erhalten zur besseren Orientierung den Namenszusatz „Hauptbahnhof“. Aus Diesdorf und Olvenstedt ist der Hauptbahnhof so direkt mit der Linie 3 erreichbar, aus Cracau und Herrenkrug mit den Linien 4 und 6 und aus dem Norden Magdeburgs und aus Sudenburg neu mit der Linie 10. Diese fährt dafür in der Innenstadt nicht mehr über den Südabschnitt des Breiten Wegs, sondern über die Otto-von-Guericke-Straße.

Die Haltestelle Damaschkeplatz / Hauptbahnhof soll mit einem provisorischem Bahnsteig ausgestattet werden, damit auch Rollstuhlfahrer von dieser Haltestelle aus den Hauptbahnhof barrierefrei erreichen können.

Buslinie 73 fährt öfter

Die Buslinie 73 ist weiterhin eine schnelle Alternative aus Stadtfeld Ost in die Innenstadt. Die Taktzeiten werden verbessert. „Wir greifen den Wunsch unserer Fahrgäste zur letzten Sperrung auf und werden die Linie 73 im Berufsverkehr auf einen 10-Minuten-Takt verdichten“, so Andreas Busch. Die Buslinie 73 fährt so von etwa 6 bis 9 Uhr und zwischen 13 und 17 Uhr alle 10 Minuten vom Olvenstedter Platz aus in die Innenstadt zum Opernhaus sowie zur Universitätsbibliothek und wieder zurück.

Auf der Buslinie 52, die unter anderem Stadtfeld mit dem Flora-Park und der Kastanienstraße verbindet, sollen die Kapazitäten erhöht werden und fast ausschließlich lange Gelenkbusse, die mehr Platz bieten, eingesetzt werden.

MVB: Vorstellung des Fahrplanwechsels

Präsentierten alle Änderungen: Andreas Busch, Cornelia Muhl-Hünicke, Birgit Münster-Rendel und Uwe Arnold (v.l.n.r.)

Dem Fahrgastbeirat der MVB wurde bereits im Februar das neue Liniennetz vorgestellt. Uwe Arnold ist Sprecher des Fahrgastbeirats und sagt: „Respekt erst einmal für die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die in sehr kurzer Zeit einen komplett neuen Fahrplan erstellt haben. Viele Erfahrungen und Kritikpunkte aus der Zeit der ersten Sperrung sind dabei mit eingeschlossen. Besonders erfreulich für den Fahrgastbeirat ist die direkte Erreichbarkeit der westlichen Stadtteile ohne Umsteigen und die Möglichkeit am Adelheidring (westlich) barrierefrei  auszusteigen. Zum Gelingen des neuen Fahrplans ist es auch notwendig, dass die Landeshauptstadt Magdeburg die MVB bei der Freihaltung der Gleisbereiche z. B. in Ostelbien und der Hallischen Str. unterstützt.“

Linie 4 zurück in Cracau

Ab 1. April gibt es aber noch weitere Netzumstellungen: Die Straßenbahnlinie 4 wird wieder nach Cracau fahren und die Straßenbahnlinie 6 wieder in den Herrenkrug. Die Linien 3 und 5 fahren im 20-Minuten-Takt. In Diesdorf entsteht so auf dem gemeinsamen Abschnitt ein 10-Minuten-Takt. In den Zeiten, in denen die Linie 3 nicht im Einsatz ist, wird die Linie 1 vom Olvenstedter Platz bis nach Olvenstedt verlängert. In diesen Zeiten bestehen außerdem Anschlüsse zwischen den Linien 1 und 5, sodass der Hauptbahnhof zu jeder Zeit gut und schnell aus dem Westen der Stadt erreichbar sein wird.

Ebenfalls verlängert wird die Linie 8 bis nach Westerhüsen, um den Schülerverkehr auf der Linie 2 zu entlasten. „Allerdings wird die ‚8‘ nur noch mit Einzelfahrten unterwegs sein. Wir benötigen die Kapazitäten für die umgeleiteten Linien, die über den Südring fahren“, wirbt Andreas Busch um Verständnis. „Als Ausgleich werden auf der ‚9‘ aber wieder Züge mit Beiwagen eingesetzt, die mehr Platz bieten.“ Der Takt der Buslinie 61 wird verdichtet und die Buslinie 72 fährt künftig öfter bis nach Diesdorf. Die Abfahrtszeiten wurden auf die Schulen ausgerichtet. Die Abfahrtszeiten der Buslinien 53, 54, 55, 57 und 58 werden konsequent auf die Straßenbahnlinie 10 an der Braunlager Straße ausgerichtet, die Umsteigezeiten werden somit verbessert.

Im Spätverkehr und sonntags ist die Buslinie 53 in Ottersleben nicht mehr im Einsatz. Dafür fährt die Linie 54 in dieser Zeit über Sonnenanger und Birnengarten als Ersatz für die Linie 53. Diese Wohnsiedlungen werden künftig merkbar mit mindestens zwei Fahrten in der Stunde bedient. Die Buslinie 58 verkehrt spät abends und sonntags außerdem nur noch zwischen Reform und SKL. Es besteht aber Anschluss mit der Linie 57 von und nach Sudenburg.

Neuer Slogan: „Magdeburg: Bewegte Zukunft“

Erstmals wird es in diesem Jahr kein Fahrplanbuch geben. „Die digitale Generation nutzt Apps und das Internet um sich schnell und aktuell zu informieren. Das Fahrplanbuch war aufgrund der vielfältigen unterjährigen Änderungen zu dem nie aktuell. Daher haben wir uns entschieden, es nicht mehr zu produzieren“, sagt Cornelia Muhl-Hünicke, Abteilungsleiterin Marketing. „Da aber nicht jeder über ein Smartphone und Internetzugang verfügt, werden wir für jede Linie einzelne Linienflyer mit Fahrplan herausgeben. Die Flyer gibt es Ende März in unseren Verkaufseinrichtungen.“

Neue Logos und Slogans bei der MVB.

Die Fahrpläne in der MVB-App easy.GO und die Fahrpläne im Internet unter mvbnet.de sind unmittelbar nach erfolgter Genehmigung durch die Genehmigungsbehörde online abrufbar.

Auf das neue Netz weisen ab sofort diverse Sprüche auf Werbeplakaten und Flyern hin. Gleichzeitig mit der Netzumstellung verpasst sich die MVB einen  neuen Anstrich und erhält einen neuen Slogan: „Aus dem gerne und oft verspotteten ‚Mit uns bleiben Sie beweglich‘ wird fortan ‚Magdeburg: Bewegte Zukunft‘. Denn bei aller Bautätigkeit und damit verbunden Belastungen dürfen wir eins nicht vergessen: Baustellen bedeuten Investitionen für eine bessere Zukunft in einer noch lebenswerteren Stadt“ hofft und ergänzt Cornelia Muhl-Hünicke.

Die Straßenbahnlinien ab 1. April:
Neues Streckennetz ab April 2017

Die Erklärung des Fahrgastverbandes Magdeburges dazu: PM-03-2017-neues-Liniennetz

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. äußert sich anerkennend positiv zu dem heute vorgestellten neuem Liniennetz der MVB, welches auf Grund der Vollsperrung der Brücken am Hauptbahnhof ab dem 01.4.2017 umgesetzt werden soll.

 „Betriebsleitung und Verkehrsplanung der MVB haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet. Die Fahrgäste aus den Stadtteilen Diesdorf, Stadtfeld und Olvenstedt erhalten damit jeweils eine direkte Anbindung in das Stadtzentrum“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

„Hier wurde die Kritik der Fahrgäste sowie der Vereine und Initiativen aus den Stadtteilen ernstgenommen und im neuen Liniennetz berücksichtigt.“ Ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende anerkennend.

 Kritisch sieht die Fahrgastvertretung jedoch den nahezu kompletten Wegfall der Linie 8. Die beiden Einzelfahrten werden zwar bis Westerhüsen verlängert, können aber nicht annähernd den starken Schülerverkehr im Bereich Buckau und Südost bewältigen. „Schon jetzt gibt es vor allem zu Unterrichtsbeginn der Berufsschule Westerhüsen überfüllte Bahnen. Hier werden einmal mehr die Kapazitätsprobleme der MVB deutlich: längere Straßenbahnen, die hier Abhilfe schaffen und mehr Fahrgäste transportieren könnten, sind nicht verfügbar und die Zahl der Anhänger sind auf 13 Stück begrenzt.“ Sagt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende

Festzuhalten bleibt auch, dass auf viele Fahrgäste in den nächsten beiden Jahren Belastungen vor allem in Form von längeren Fahrzeiten und aber auch häufigerem Umsteigen zukommen. „

Der Fahrgastverband fordert deshalb erneut für die Zeit der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Einzelfahrscheinen von jetzt 60 auf 90 Minuten. MVB und Marego sollten hier ein klares Signal an die Fahrgäste senden, welche in den nächsten zwei Jahren trotz der Belastungen den ÖPNV nutzen, zumal die 60 Minuten Gültigkeitsdauer auch für Fahrten ins Magdeburger Umland gelten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen) 
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt und Gelegenheitsnutzer der MVB an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof

 


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Pressemitteilung des FVMD mit Stoppschild

Pressemitteilung zur Personalsituation

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Pressemitteilung zur Personalsituation der MVB: Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. begrüßt die klare Kommunikation der MVB zum Ausfall der Linie 8 in den Winterferien angesichts des hohen Krankenstandes im Fahrdienst des Unternehmens. Kritisiert aber gleichzeitig, dass es immer wieder aufs neue zu solchen Problemen kommt und die Fahrgäste letztlich immer die Leidtragenden sind.

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. begrüßt die klare Kommunikation der MVB zum Ausfall der Linie 8 in den Winterferien angesichts des hohen Krankenstandes im Fahrdienst des Unternehmens. „Schön zu sehen, dass die MVB hier dazugelernt hat und die Fahrgäste im Vorfeld über die zu erwartenden Ausfälle informiert. So ist für die Fahrgäste immerhin eine verlässliche Reiseplanung möglich“, sagt Daniela Kreissl, stellv. Vorsitzende des Fahrgastverbandes.

Gleichzeitig kritisiert der Fahrgastverband jedoch, dass die MVB erneut nicht den Mut haben, den Fahrgästen die Wahrheit zu sagen. „Wenn die MVB in einer Mitteilung schreibt, dass es aufgrund von Neueinstellungen bisher keine personalbedingten Ausfälle im Linienverkehr zu verzeichnen gab, entspricht das in keinster Weise den Tatsachen. Wie es zu dieser eklatanten Fehleinschätzung der Situation im Fahrbetrieb kommen kann, ist uns äußerst fraglich“, sagt Marco Hennigs, stellv. Vorsitzender des Fahrgastverbandes. „Aus unserer Sicht wäre hier eine ehrliche Analyse seitens der MVB angebracht, die auch die Realität widerspiegelt und mögliche Lösungsansätze bietet.

„Wenn die MVB in einer Mitteilung schreibt, dass es aufgrund von Neueinstellungen bisher keine personalbedingten Ausfälle im Linienverkehr zu verzeichnen gab, entspricht das in keinster Weise den Tatsachen. Wie es zu dieser eklatanten Fehleinschätzung der Situation im Fahrbetrieb kommen kann, ist uns äußerst fraglich“

Beschwerden im Dezember und Januar

Nicht zuletzt haben die Fahrgäste, die sowohl mit ihren Fahrgeldern aber auch mit Steuern die MVB finanzieren, Anspruch auf eine offene und transparente Informationspolitik sowie auf einen verlässlichen und leistungsfähigen ÖPNV in Magdeburg. Dies sollte übrigens auch im Interesse von Politik und Verwaltung sein“, ergänzt Henniges.

Sowohl im Dezember 2016 als auch in den letzten beiden Wochen erreichten den Fahrgastverband zahlreiche Beschwerden über ausgefallene Straßenbahnen. Auch auf der Facebook-Seite der MVB meldeten die Fahrgäste diese Ausfälle. Dabei beziehen wir uns ausdrücklich auf Ausfälle, die nicht im Zusammenhang mit Unfällen oder Staus stehen.

Angesichts der Regelmäßigkeit, mit der die MVB in Personalnot geraten, sind Äußerungen wie „Es gibt keinen Personalmangel“, „Alle Planstellen sind besetzt“ oder „Es gab keine Ausfälle“ mittlerweile mehr als unglaubwürdig. Der Fahrgastverband fordert von den MVB eine seriöse Personalplanung, in der Krankheitsausfälle, Urlaubsansprüche und Zeiten für Fort- und Weiterbildungen eingerechnet werden“ sagt Detlef Fred Lasse, Vorstandsmitglied des Fahrgastverbandes.

Zuviele Stellen abgebaut

In diesem Zusammenhang halten wir auch die deutliche Reduzierung des Fahrpersonals bei den MVB unverantwortlich. So wurden innerhalb der letzten 10 Jahre über 60 Stellen bei den Bus- und Straßenbahnfahrern abgebaut. Gab es 2006 noch 394 Fahrer, waren es im Jahr 2015 nach eigenen Angaben der MVB nur noch 334 Fahrer. Eine Reduzierung des Fahrpersonals in dieser Größenordnung verkraftet kein Unternehmen ohne Risiken und Nebenwirkungen“, ergänzt Vorstandsmitglied Lasse.

Seit dem Jahr 2013 kommt es bei den MVB in regelmäßigen Abständen zu großflächigen Ausfällen. So wurde auf dem Höhepunkte dieser Serie 2014 an mehreren Wochenenden der Fahrplan an Samstagen auf Sonntagsniveau ausgedünnt. Im Jahr 2015 kam es zwischen September und Dezember an manchen Tagen zum Ausfall von bis zu 120 Straßenbahnen pro Tag bei der MVB, obwohl im gleichen Jahr erstmalig der Ferienfahrplan für die Sommer- und Weihnachtsferien mit einem ausgedünnten 15-Minuten-Takt eingeführt wurde. Auch damals wies die MVB den Hinweis auf eine zu dünne Personaldecke erst einmal glatt von sich.


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Symbolbild Kindergarten

Kindergarten-Kinder fahren endlich kostenlos

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Endlich ist es soweit und nun auch amtlich: ab 13. Februar können bei Gruppenausflügen alle Kindergarten-Kinder (unabhängig vom Alter), bis zum Schuleintritt kostenlos Bus, Bahn und Zug im Marego-Verbund nutzen.

Bisher musste für Kindergarten-Kinder, die bereits das 6.Lebensjahr erreicht hatten, eine ermäßigte Fahrkarte gekauft werden. Diese Regelung entfällt nun zum 13. Februar, wie die MVB heute mitteilte.

Vor etwa einem Jahr war das Thema hochgekocht und mündete schließlich in einem Antrag der Linken-Fraktion auf „Freie Fahrt für alle Kita-Kinder“. Die MVB wiederum beriefen sich auf Ihre Beförderungsrichtlinien, nach denen alle Kinder ab 6 Jahren einen ermäßigten Fahrschein benötigen. Die Volksstimme berichtete damals mehrfach darüber. Oberbürgermeister Lutz Trümper  konnte damals die Aufregung nicht recht nachvollziehen, da seiner Ansicht nach, die Kita-Gruppen doch eh schon umsonst fahren sollten. Den Antrag der Linken-Fraktion erachtete er als unnötig – so richtig konnte es sich der OB auch nicht vorstellen, dass die MVB-Kontrolleure ernsthaft Kita-Kinder-Gruppen kontrollieren und ggf büßen würden. Dem widersprachen damals aber vehement zahlreiche Kita-Leiterinnen, die aufgebracht ihre Erlebnisse mit solch unangenehmen Situationen schilderten. Dies sorgte für einen Sinneswandel bei OB Trümper: „Jetzt haben wir aber offenbar so eine bescheuerte Regelung im Tarif und haben die MVB beauftragt, mit Marego zu klären, dass die zum nächstmöglichen Zeitpunkt geändert wird. Und bis dahin wird nicht kontrolliert.“ Nach einigen Tagen schwenkte die MVB dann doch auf die Linie des OB´s ein und diese Regel sollte ab April 2016 umgesetzt werden.

Antragsinitiator Dennis Jannack (Linke) und sein Fraktionschef Frank Theile bekundeten Freude über den Sinneswandel beim Stadtoberhaupt, beharrten aber auf einer korrekten tariflichen Neuregelung, die den Passus der Zahlungspflicht ab 6 Jahre tilgt. Der Stadtrat folgte dem entsprechenden Antrag schließlich einstimmig, inklusive Oberbürgermeister. Die MVB wiederum gelobte, das Thema in die Gespräche mit dem Verkehrsverbund Marego zu tragen, um eine einheitliche Regelung über Magdeburger Grenzen hinweg zu finden.

Nun, 10 Monate später ist es soweit und die Tarifbestimmungen des Verkehrsverbunds marego werden zum 13. Februar angepasst.

Artikel Volksstimme zu den Kita-Kindern


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Das 9-Uhr-Abo kehrt zurück - allerdings nur bei den Ticketautomaten des Harz-Elbe-Expess (HEX).

Rückkehr des übertragbaren 9-Uhr-Abos?

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Die 9-Uhr-Monatskarte für die Tarifzone Magdeburg ohne Abovertrag ist wieder erhältlich. Momentan sind sie an den Ticketautomaten in den Fahrzeugen des Harz-Elbe-Expresses (HEX) zu bekommen. Es handelt sich dabei um das ganz normale übertragbare  Monatsticket zu dem Preis von 35,90 €.

Interessant, dass die MVB gemäß ihrer Tarifübersicht dieses Abo nicht in dieser Form anbietet, sondern nur als nicht-übertragbares Abo. Bei der Tarifumstellung im Sommer 2015 gab es vor allem von Seniorenseite viel Kritik an der Abschaffung des übertragbaren 9-Uhr-Abos.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Während sich bis dahin ein Ehepaar eine Abo-Karte teilen konnten, bedeutete die Tarifänderung, eine tatsächliche Preissteigerung um über ein Drittel, da die Betroffenen nun dazu genötigt waren, sich ein zweites, nicht-übertragbares Abo zu besorgen. Auch für uns als Fahrgastverband ist nicht ganz klar (und war auch bislang nicht in Erfahrung zu bringen) , ob das 9-Uhr-Abo nun wieder verfügbar ist oder tatsächlich nie weg war?

Wir können nur allen MVB-Kunden für die das 9-Uhr-Abo interessant ist raten diese Information an Ihre älteren Mitbürger, Eltern oder Großeltern weiterzugeben und ihnen am besten sogar dabei behilflich zu sein, sich dieses Ticket zu besorgen.

UPDATE 26.1.2017: 17:45 Uhr:
Erwartungsgemäß beruft sich die MVB in einem Kommentar auf ihrer Facebook-Seite darauf, dass es sich um einen Fehler der HEX handeln müsse: „Also, was auch immer der HEX-Automat dort zeigt. Es gibt keine 9-Uhr-Monatskarte im Marego mehr. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Für technische Probleme an Einrichtungen des HEX sind wir nicht zuständig. Viele Grüße, Daniel.

Auf den berechtigten Einwand, dass dieser Fehler aber nicht das Problem des ggf nichtsahnenden Kunden sein könne folgt wieder einmal eine der bereits legendär respektlosen und bemüht flapsigen Antworten vom Social-Media-Betreuer Daniel: „Stell Dir vor, auf dem Mond wächst Gras. Was machst Du da? 😉 Oder anders gesagt: Gedankenspiele im Sinne von Was wäre wenn sind sicher kurzweilig, aber nicht immer zielführend. Wenn es wirklich zu solch einer Situation käme, wird das natürlich entsprechend behandelt. Denkbar ist, dass das Kontrollpersonal erst mal ein „Ticket“ ausstellt, weil es einfach gar keine andere Handlungsmöglichkeit hat. Bei der Klärung im Kundenzentrum käme der Sachverhalt dann sicher raus und er würde entsprechend auch bearbeitet. Wie sich dann die Verkehrsunternehmen untereinander einigen, wäre dann nicht mehr Sache des Kunden.
Wie wäre es denn bei Euch, bei der DB?

Wie wäre es denn, wenn die Magdeburger Verkehrsbetriebe eine klare Aussage treffen? Und wie wäre es, wenn sie ihren Kontrolleuren eine passende HandlungsanScreenshot Unterhaltung MVB-Nutzer Facebookweisung an die Hand gibt, wie in solchen Fällen zu verfahren ist? Nein, man bleibt vage und lässt es drauf ankommen. Soll sich doch der Kunde, vielleicht auch Tourist, ersteinmal das unangenehme Erlebnis einer Kontrolle haben und sich schuldig füheln, obwohl er in vollem Vertrauen und nach besten Gewissen 36 Euro für eine Monatskarte ausgegeben hat. Nun darf er sich also anhören er wäre ein Schwarzfahrer. Wann lernen die Magdeburger Verkehrsbetriebe endlich was echter Kundenservice ist?

 

 


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QIXXIT – der etwas andere Fahrplan

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Wenn Jemand eine Reise mit Öffentlichem Verkehr über die eigenen Stadtgrenzen hinweg plant, dann kann dieses Vorhaben gerne mal in eine mittlere Arktis-Expedition ausarten. Öffi, Marego, DB, HEX und Co kennen ja die meisten, die regelmäßig in unserer Region den ÖPNV nutzen. Meistens ist die Vorbereitung und das hantieren mit diversen Apps und Seiten kein großes Vergnügen. Doch Reiseplanung soll auch ganz einfach gehen, dies verspricht zumindest das DB-Start-up QIXXIT.

Mit Qixxit können User sich ihren individuellen Reiseweg verkehrsträgerneutral aussuchen. Das bedeutet, dass unterschiedliche Verkehrsmittel und Verkehrsmittelkombinationen für die Reise von Qixxit vorgeschlagen werden. Hierzu zählen unter anderem Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, öffentliche Verkehrsmittel, die Bahn, Fernbusse, Call-a-Bike und auch Mietwagen.

Personalisiert noch besser

Wenn man sich bei Qixxit registriert, kann man die Verkehrsmittelauswahl zudem personalisieren. Zum Beispiel kann der Nutzer, der keinen Führerschein hat, Verkehrsmittel wie Carsharing und den eigenen PKW für die Suchanfrage ausschließen. Oder es können Angaben zur Laufgeschwindigkeit gemacht werden, um die Zeitberechnung für den Fußweg anzupassen. Auch kann eine Aussage zur „nutzbaren Zeit“ getroffen werden. Wenn man gerne viel „nutzbare Zeit“ haben möchte, würde der Algorithmus zum Beispiel eher die Bahn als Verkehrsmittel auswählen als das Auto. Neben der Online-Anwendung steht Qixxit als mobile App für Android-Smartphones und das iPhone zur Verfügung. Damit können Nutzer auch unterwegs bequem und flexibel nach alternativen Reiserouten suchen.

Man sollte tatsächlich die App ein paarmal genutzt haben, dann treten die Vorteile von Qixxit erst so richtig hervor. Da die Einrichtung der Profile oder der Verkehrsmittelfilter vielleicht nicht jedem sofort klar sind, führt QIXXIT einen eigenen Youtube-Kanal. In diesem kann sich jeder viele Tipps und Tricks sowie Beispiele und Inspirationen holen – wir haben hier mal die Erklärung zum Profil anlegen rausgesucht.


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Regio-Zug DB

Im Tarifdschungel mit Deutsche Bahn und Marego

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Abenteuerliches Bahnfahren in Sachsen-Anhalt

Einen launigen und ziemlich unterhaltsamen Bericht hat André Plaul auf der Seite des MDR – Mitteldeutschen Rundfunks  veröffentlicht:

Anbei eine kleine Leseprobe:
„Vermutlich, damit der Schmerz über den geplatzten ICE-Traum für Magdeburg nicht zu heftig wird, hat die Bahn 2015 neue IC-Züge eingeführt. Sie haben die gleiche Doppelstock-Form wie Regionalbahnen, die gleiche Geschwindigkeit und ein ähnliches Platzangebot für Gepäck. Das nenne ich Kontinuität….So sieht auch die Zukunft aus, denn der Bahn-Fernverkehr in unserem Land wird wachsen. Nicht, weil Sachsen-Anhalt, wie andere Bundesländer, Druck auf die Bahn ausgeübt hat. Nein, wir haben höflich abgewartet, bis sie selbst die Weichen neu stellt. Und siehe da: Bald wird aus einem IC pro Tag zwischen Magdeburg und Berlin ein IC-Zweistundentakt. Zwischen Magdeburg und Schwerin fährt bislang ein IC pro Woche, demnächst auch hier alle zwei Stunden. Demnächst, das heißt bei der Bahn übrigens „Dezember 2022″. Ich kann warten.“

Damit es bei einer Zugfahrt durch Sachen-Anhalt nicht langweilig wird, haben wir mal ein paar Buchempfehlungen zusammengestellt: 
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Fahrrad Bahnhof

Umfrage zum Thema Verkehrsmittel und Mobilität

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Um die Bedürfnisse von Bus- und Bahnfahrgästen genauer zu verstehen, beschäftigen sich zwei Masterarbeiten mit dem Thema Verkehrsmittelwahl. Wer die beiden Studenten der Uni Magdeburg und der Technischen Universität Braunschweig bei ihrer Arbeit unterstützen möchte, kann an der kurzen Umfrage zum Thema Verkehrsmittel und Mobilität teilnehmen. =>Hier geht es zur Umfrage“.

Weiterlesen zum Thema:[amazon_link asins=’359603079X,3865817548,3531177052,3944744004,3734734398,3940685046,3836470608,3503097090′ template=’ProductCarousel‘ store=’295236673539′ marketplace=’DE‘ link_id=’be310b47-0cad-11e7-868a-c573ac627c46′]


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Bus rufen ganz leicht: mit der Call-a-bus-App

Busfahren on demand – der Bus kommt wann ich es will

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Zukunft der Mobilität im ÖPNV

Während viele Magdeburgerinnen und Magdeburger froh sind, wenn überhaupt ein Bus pünktlich auftaucht, beginnt anderswo bereits die Zukunft der Mobilität. In Baden-Würtemberg arbeiten Bürger und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Mobilitätskonzept der Zukunft.

Der Bus kommt an den gewünschten Abholungsort und zwar genau dann, wenn man ihn braucht. Was wie ein Traum für jeden Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs klingt, könnte schon bald in der baden-württembergischen Stadt Schorndorf Wirklichkeit werden: Im Zuge des Projekts „Reallabor Schorndorf“ arbeiten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Partnern an einem bedarfsorientierten, digital gestützten Buskonzept. Es soll ohne feste Haltestellen auskommen und den Nahverkehr an die individuellen Ansprüche der Nutzer anpassen. Gemeinsam mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) der Universität Stuttgart, der Hochschule Esslingen, der Stadt Schorndorf, dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) sowie Knauss Linienbussen wollen die DLR-Forscher in den nächsten drei Jahren schrittweise das Buskonzept entwickeln, in einem Pilotversuch umsetzen und auswerten.

Den Nahverkehr flexibler, attraktiver und nachhaltiger gestalten

„Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den Schorndorfer Bürgerinnen und Bürgern ein zukunftsweisendes und gleichzeitig praktikables Mobilitätskonzept zu entwerfen und damit die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs weiter zu steigern“

„Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den Schorndorfer Bürgerinnen und Bürgern ein zukunftsweisendes und gleichzeitig praktikables Mobilitätskonzept zu entwerfen und damit die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs weiter zu steigern“, fasste Matthias Klötzke, Projektkoordinator des Reallabors Schorndorf und DLR-Wissenschaftler im Bereich Verkehr, zusammen. „Wir wollen möglichst flexibel und nah am Bedarf der Nutzer vor Ort sein, dabei aber auch durch die Wahl optimaler Routen und die Vermeidung unnötiger Fahrten den Ressourceneinsatz optimieren“, so Klötzke weiter.

„Da wir für das Quartiersbussystem auf feste Haltestellen, Linien und Fahrpläne verzichten, quasi Busfahren on demand anbieten, ergeben sich ganz neue Herausforderungen, zum Beispiel was die Kommunikation zwischen Fahrgast, Busfahrer und Leitstelle betrifft“, beschreibt DLR-Forscher Matthias Klötzke. Fahrgäste sollen per Smartphone-App, Heimcomputer oder Telefon ihre Fahrtwünsche übermitteln können. Auf der Empfängerseite benötigen Busfahrer wie Leitstelle entsprechende Anwendungen und Nutzeroberflächen, um Fahrtenwünsche auszuwerten und umzusetzen. Dieses neue Bedienkonzept soll zunächst entwickelt und im Zuge eines Pilotversuchs voraussichtlich im Jahr 2018 erprobt werden. Auf Basis dieser Ergebnisse werden sich die Wissenschaftler auch über innovative Fahrzeugkonzepte Gedanken machen, die den Anforderungen eines bedarfsorientierten Buskonzepts am besten gerecht werden: Größe, Zahl der Sitzplätze und Innenraumgestaltung werden dabei ebenso einfließen wie Fragen nach der geeigneten Antriebstechnologie, dem Energieverbrauch und Emissionen.

Zusatzinfo: Das „Reallabor Schorndorf: Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr – Bürgerorientierte Optimierung der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Attraktivität im Nahverkehr (BOOLEAN)“ ist eines von sieben Forschungsprojekten, die gefördert vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zukunftsfähige Lösungen für Herausforderungen in Ballungsräume erproben. In den Reallaboren stoßen Wissenschaftler zusammen mit Kommunen, Unternehmen und Bürgern Veränderungen in der Stadt an und untersuchen diese. Das Reallabor Schorndorf erhält eine Förderung von rund 1,2 Millionen Euro über eine Projektlaufzeit von drei Jahren.

Weiterlesen:
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Einmal Straßenbahn selber fahren

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Viele hegen den Traum einmal selber eine Straßenbahn lenken zu dürfen. In Magdeburg geht das leider nicht – jedoch in Halle läßt sich dies verwirklichen.

Treffpunkt ist jeweils an der Straßenbahnendhaltestelle in Ammendorf. Dort wartet das Fahrschulteam mit dem Fahrschulwagen vom Typ Tatra T4D.

Es darf gerne Familie samt Fotoapparat und Videokamera mitgebracht werden, bis zu fünfzehn Personen können im Fahrschulwagen Platz nehmen. Nach einer kurzen Einweisung beginnt die Fahrt entlang der Bundesstraße 91 bis zu den Buna-Werken in Schkopau und zurück. Einweisung und Fahrt dauern ca. 25 Minuten und am Ziel winkt sogar ein „Tram-Diplom“. Die Kosten betragen 90 Euro. Termine für 2017 stehen noch nicht fest, aber informieren kann man sich auf der Seite der HAVAG.

Vielleicht könnte man ja in Magdeburg diese Idee erneut aufgreifen. Sicher ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten.


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Mehr Fahrten auf den Linien 4 und 54

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Die Kritik hat schließlich doch gewirkt: ab kommender Woche werden auf den Linien 4 und 54 zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Damit will die MVB chronisch überfüllte Verbindungen vermeiden und zugleich einen besseren Takt anbieten.

Auf der Linie 4 wird morgens ab Klinikum Olvenstedt in Richtung Innenstadt im Berufsverkehr zwischen 6.55 Uhr und 7.25 Uhr ein noch dichterer 7/8-Minuten-Takt angeboten. Außerdem fährt wieder jeder Zug der Linie 4 zum Herrenkrug, sodass der Herrenkrug und die Fachhoschule wieder ganztägig im 10-Minuten-Takt bedient werden. Auf der Buslinie 54 fahren zusätzliche Busse als Linie 54E zwischen Sudenburg (Braunlager Straße) und Raiffeisenstraße zwischen 6.16 Uhr und 8.16 Uhr sowie zwischen 13.16 Uhr und 16.16 Uhr. So entsteht zwischen diesen Haltestellen nahezu ein 10-Minuten-Takt.

Die genauen Fahrpläne können direkt auf der MVB-Seite heruntergeladen werden.


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#WeilWirDichHassen – eine Plakataktion der anderen Art

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Der Ärger über den Weihnachts-Ferienfahrplan der MVB scheint in Magdeburg dann doch größer zu sein, als in anderen Jahren. Seit einigen Tagen tauchen an unterschiedlichen Haltestellen im Stadtgebiet selbstgemachte Plakate auf. Unter dem Hashtag #WeilWirDichHassen macht der Verfasser in mehr oder weniger drastischen Worten seinem Unmut über die Magdeburger Verkehrsbetriebe Luft. Mit einem unglücklichen Herzchen versehen kann man folgenden Text lesen: „Man wird in Bahnen zerquetscht, nur weil ihr glaubt, dass in Magdeburg nur Schüler leben! Ferienfahrzeiten sind bullshit!!!“

Auch wenn man über die inhaltliche Ausführung geteilter Meinung sein kann, verstehen wir seitens des Fahrgastverbandes Magdeburg das Anliegen der Plakatation und den Ärger dieses Kunden und haben auch schon selbst darauf hingewiesen. Den Ferienfahrplan schon vor den Feiertagsferien einzuführen und gleichzeitig mal wieder zu vergessen, dass Schüler und Studetenten nicht die einzigen Kunden der MVB sind, ist eigentlich ein Unding. Ämter, Behörden, Ärzte, Dienstleister – sie alle haben zwischen Weihnachten und Neujahr ganz normal geöffnet. Dasselbe gilt für den größten Teil der Arbeitgeber in der Landeshauptstadt – und so müssen die Arbeitnehmer mal wieder sehen wo sie bleiben und wie sie mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen können.

Interessant übrigens, dass an der Baustelle Südring/Halberstädter Straße aktuell gar nicht gearbeitet wird. Wozu also die Linienänderung?

Der Hashtag #WeilWirDichHassen nimmt Bezug auf den äußerst erfolgreichen Werbefilm und die gleichnamige Kampgane „#Weil wir dich lieben“ der Berliner Verkehrsbetriebe BVG.


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Absurde Fahrpreiserhöhungen

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Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhungen

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2016 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“  Nach der massiven Kritik der ÖPNV-Nutzer aus Stadtfeld, Diesdorf und Sudenburg an der unzureichenden Straßenbahnanbindung in die Innenstadt während der Großbaustellen hätten wir uns als Geste an die Magdeburger einen bewussten Verzicht auf die Fahrpreiserhöhungen gewünscht, um verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste in die MVB wieder herzustellen, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.
Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten anderthalb Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“

„Auch die massiven Ausfälle von teilweise bis zu 120 Straßenbahnfahrten pro Tag im Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Unverständlich ist für uns auch, dass ein weiteres Mal parallel zur Erhöhung der Fahrpreise die Mitnahmeregelungen bei Abo-Karten eingeschränkt werden. Durch diese Einschränkungen verprellt man unnötig zahlende Kunden. Ziel der MVB sollte jedoch sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu beten. Hier sehen wir allerdings auch die Stadträte sowie die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Umleitung der Linie 10 vom Hasselbachplatz über Südring, Westring nach Diesdorf oder zum Olvenstedter Platz (statt zur Leipziger Chausee, als Entlastung der häufig überfüllten Linie 41)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/ Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
  • Einrichtung von umsteigefreundlichen Anschlüssen am Westring und an der Harsdorfer Straße zur Linie 41

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Verkehrspolitiker stellen sich vor

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Der Kreisclub Sachsen-Anhalt des Automobilclubs ACE hatte zu einer öffentlichen Gesprächsrunde mit den verkehrspolitischen Sprechern der in den Landtag gewählten Fraktionen eingeladen. Die Veranstaltung fand am 31. Mai 2016 statt. Der Einladung waren ca. 15 Interessenten und alle verkehrspolitischen Vertreter der Landtagsfraktionen, bis auf die Grünen, gefolgt. Und wir mittenmang.

Wer jetzt denkt, es ging nur um Auto und Straße, wurde eines Besseren belehrt. Schon in der Begrüßung der Teilnehmer stellten die Organisatoren vom ACE fest, dass sie nicht nur ein Automobilclub sind, sondern sich vielmehr auch als Mobilitätsclub sehen und einbringen.

Neben Themen wie „sozialverträglicher Personen- und Güterverkehr“, „Infratstrukturfinanzierung“, „Elektromobilität“ und „Verkehrssicherheit“ haben die Fraktionen auch den „ÖPNV“ und  „Radverkehr“ genauso im Fokus.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Mobilität der Menschen, auch im ländlichen Raum zu sichern sei. Da bei ist auch zu berücksichtigen, dass immer mehr Menschen auch ohne eigenes Auto bzw. ohne Führerschein mobil sein wollen.

Hier gilt es ein qualitativ hochwertiges Angebot im ÖPNV unter Nutzung flexibler Bedienformen langfristig verlässlich zu sichern. Dies umfasst eine optimale Verknüpfung aller Verkehrsträger entsprechend ihrer Stärken. So sollte das vorhandene Netz verkehrsmittelunabhängig weiterentwickelt werden.

Auch ist es klar, dass Mobilität auch weiter für alle bezahlbar sein muss.

Im Ergebnis ein recht informativer Abend, um einen ersten Überblick zu erhalten, in welche Richtung die Verkehrspolitiker der Regierungs- bzw. Oppositionsparteien wollen. Auch war festzustellen, dass die im Landtag vertretenen Parteien bei den verkehrspolitischen Sachthemen nicht unbedingt sehr weit bzw. grundlegend voneinander entfernt sind. Es wird spannend sein, die Arbeit der Fraktionen, der Regierung bzw. Opposition zu beobachten und auch kritisch zu begleiten. Der ACE plant den begonnen Dialog in einem Jahr mit einem weiteren Gespräch in dieser oder ähnlicher Runde fortzusetzen.


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Stellungnahme der Stadt/MVB zu September-Ausfällen

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Anfang Oktober 2015 hatte Tom Assmann von der Partei Bündnis90/Die Grünen eine förmliche Anfrage im Stadtrat lanciert. Da hatten wir den schlimmen September gerade hinter uns und vor diesem Eindruck erstaunt es auch nicht dass die Anfrage den Namen: F0169/15: Katastrophale Ausfälle bei der MVB trägt.

Es hat einen Moment länger gedauert, aber seit 1.3.2016 liegt die Antwort von Stadt und MVB vor.  Und mit Verwunderungen erfahren wir, die MVB verzeichnete im Monat September 2015 durchschnittliche Dienstausfälle in der Höhe von 5,42 %. Wir erinnern uns ungerne an diesen September und die schlechte Stimmung bei allen MVB-Nutzern ob den teilweise weit mehr als 100 ausgefallenen Verbindungen pro Tag. Gerne jedoch erinnern wir uns an die erheiternden Aussagen des MVB-Pressesprechers, der seiner aufgebrachten Kundschaft erklären wollte, die MVB hätte einen neuen Pünktlichkeitsrekord aufgestellt – im August.

Das Qualitätsversprechen der MVB...

Das Qualitätsversprechen der MVB. Vor allem die Punkte 1 und 3 haben die letzten Jahre arg gelitten.

Die Stadt wiederum nennt in Ihrer Stellungnahme folgende Gründe für den „schwarzen September“ (der gleich noch von einem nicht minder grauenhaften Oktober gefolgt wurde): „Beim großen Fahrplanwechsel im Juli 2015, welcher aus der Notwendigkeit von Anpassungen durch die Baumaßnahme der Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee erfolgte, kam es zu Unplausibilitäten in der Dienstplanung und zum Zeitverzug in der Personalakquise. Ursächlich war eine zu geringe Planungszeit, resultierend aus sich ändernden Rahmenbedingungen wegen des Begegnungsverbots der Straßenbahnen auf der Anna-Ebert-Brücke und notwendigen Abstimmungen. Zudem kam es aufgrund der Überschreitung der Planparamater im Bereich Krankenstand, Urlaubsanspruch und diverser Freistellungen zu Ausfällen im Linienbetrieb der MVB.“  Aha. Selbstverständlich kann die MVB nichts für Unfälle, Baustellen, marode Brücken und Stau wegen falschparkenden Autos. Allerdings mag uns der Zusammenhang zwischen Baumaßnahme Ernst-Reuter-Allee und Personalakquise nicht so wirklich einzuleuchten. und was genau dürfen wir uns unter „Unplausibilitäten in der Dienstplanung“ vorstellen?

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten, so stehen ab April zehn zusätzliche Fahrer zur Verfügung.
Aufgrund der notwendigen Mehrleistung durch die Baumaßnahme EÜ ERA ist eine größere Anzahl von Fahrern vorrangig im Busbereich notwendig. In Abhängigkeit der Akquisezeit und der Ausbildungsdauer konnten Mitte Dezember 2015 alle Planstellen im Busbereich besetzt werden. Beide Lösungen führten zu einer spürbaren Reduktion in der Nichtbesetzung von Diensten auf durchschnittlich 0,19 % im Monat Januar 2016. Um personalbedingte Ausfälle weiter zu reduzieren, werden seit dem 11.01.2016 zehn zusätzliche Straßenbahnfahrer ausgebildet. Diese stehen dem Fahrdienst ab April 2016 zur Verfügung.

Wir sind schon auf die Antworten der Stadt auf die ähnlich gelagerte Anfrage der CDU-Fraktion vom 21.1.2016 gespannt.

=> Anfrage CDU-Fraktion

Die Antworten der Stadt im Detail gibt es als PDF-Dokument auch hier: Anfrage F0169-15 – Stellungnahme S0023-16


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Rothensee: Weiterhin Geduld gefragt

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Die GWA Rothensee lud am 25.02.20165 zu einer Informationsveranstaltung  betreffend der Beseitigung der Hochwasserschäden an der Straßenbahntrasse Linie 10“

Rund 4o Anwohner folgten den Ausführungen der MVB-Geschäftsführerin Brigitte Münster-Rendel, Dr. Dieter Scheidermann (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Stadt Magdeburg und Vorsitzender des Aufsichtsrates der MVB) sowie Klaus Zimmermann (Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen und Vermögen der Stadt Magdeburg).

Die Veranstaltung fand nach mehreren Aktivitäten der GWA und auch der IG Rothensee sowie nach einem kontroversen Krisentreffen im Dezember 2015 statt. Bekanntlich fühlen sich die Rothenseer seit dem Hochwasser 2013 vom  Straßenbahnverkehr in Ihrer Stadt abgekoppelt. Seit Juni 2014 fährt die Straßenbahnlinie 10 zwar wieder nach Rothensee und bis zum Barleber See. In der Hauptverkehrszeit fährt sie auch alle zehn Minuten – aber nur bis zur Zwischenendstelle Pettenkoferstraße. Nur jede zweite Bahn fährt im 20-Minuten-Takt  tatsächlich weiter bis zum Barleber See.

Der auch nach dem Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt vorgesehene Zehn-Minuten-Takt nach Rothensee ist also gehörig aus dem Takt geraten. Dass sich daran erst wieder mit der Durchführung des Neubaus der Gleisanlagen ab 2019 etwas ändern sollte, hatte die letzten Monate nicht nur in Rothensee für Empörung gesorgt. Nach anfänglicher Verhärtung der Fronten zwischen Einwohnern in Rothensee und der MVB scheint nun doch wieder Bewegung in die Sache gekommen zu sein.

Nur noch zwei Jahre?

Nach den Aussagen der MVB-Geschäftsführerin Münster-Rendel muss neben der Strecke auch die Stromversorgung der Strecke saniert werde. Sie erklärte bei ihrer Präsentation „Wir können, losgelöst von der Sanierung der Straßenbahnstrecke, die Schäden an der Stromversorgung durch den Neubau eines Gleichrichterunterwerks (GUW) für die Straßenbahn schon deutlich früher beseitigen“. Frühestens ab 2019 vielleicht wieder nutzbar: die alte Wendeschleife in Rothensee

Mit dem Gleichrichterunterwerk, eine Art Trafohäuschen, das die Stromversorgung der Strecke für die Straßenbahnen übernimmt, wäre technisch gesehen ein Zehn-Minuten-Takt der Linie 10 nach Rothensee wieder möglich. Die MVB sei dabei den Bau vorzubereiten. Erst werde davon ausgegangen, dass das GUW Ende 2017, spätestens Anfang 2018 steht. „Was erst in Zwei Jahren?“ so der Ausruf aus dem Publikum. Bürgermeister Klaus Zimmermann verdeutlichte daraufhin die nicht unerheblichen verwaltungstechnischen Abläufe, etwa die Planung (bis zu  drei Monate), europaweite Ausschreibung (bis zu sechs Monate) Bestellung der Anlagen (Lieferfrist bis zu sechs Monate) und dann die Bauausführung. Somit wäre ein zeitlicher Ablauf von bis zu 24 Monate für das GWU von Planung bis Inbetriebnahme nicht unrealistisch. Es würde allerdings vor dem Beginn der Gleisneubaumaßnahme realisiert sein, insofern wesentlich früher als bisher geplant.

Bleibt allen Anwohnern in Rothensee und den Arbeitnehmern in den Norden zur Arbeit auf den ÖPNV angewiesen sind, einfach nur das abwarten? Eine Möglichkeit gäbe es noch: Technisch wäre es durchaus machbar, den Zehn-Minuten-Takt bis zum Betriebshof Nord zu realisieren und ab da einen 20-Minuten-Verkehr bis zur Haltestelle Barleber See durchzuführen. Allein es ist nicht gewünscht und auch nicht gewollt. Für die MVB-Geschäftsführerin „passt es nicht in die Arbeits- und Betriebsabläufe“ und für Klaus Zimmermann zählt eine Verbesserung der Verbindung wenig, solange es mehr kostet. Beides wenig überzeugende Argumentationen, die den zwingenden Willen vermissen lassen, endlich wieder einen akzeptablen Öffentlichen Verkehr in Rothensee herzustellen.

 Totgesparte MVB?

Auch wenn sich hier wegen der Mehrkosten der Bürgermeister und Finanzbeigeordnete auf die Seite der MVB schlägt, bleibt dennoch zu fragen, ob hier die Stadt vor lauter Sparmaßnahmen überhaupt noch ihrem Versorgungsauftrag nachkommt. Die MVB-Führung möchte man zudem darauf hinweisen, dass es vor dem Hochwasser auch einen funktionierenden Verkehr gab und dass mit ein wenig gutem Willen natürlich auch Arbeitsabläufe angepasst werden können. Leider konnte aber auch an diesem Abend der Eindruck nicht ausgeräumt werden, dass es genau daran fehlt.

Der Einwurf eines Stadtrates, ob man für Rothenseer Anwohner nicht die Kosten für die Monatskarten reduzieren könnte, da die MVB ja auch nur ein reduziertes Angebot liefert, wurde seitens des Bürgermeisters und Finanzbeigeordneten etwas humorlos  als Polemik abgetan, fand allerdings durchaus Anklang im Publikum.

Grundsätzlich muss sich die Stadt einmal mehr vorhalten lassen, vor lauter Sparelan die finanzielle und personelle Situation der MVB selbst ungünstig beeinflusst zu haben – nicht wenige Stimmen in der Stadt sagen es drastischer: „Die MVB wurde totgespart“. Vielleicht bedarf es eines weiteren Machtwortes des Oberbürgermeisters wie zum Ende des letzten Jahres, als nach permanenten Verspätungen und Ausfall von Straßenbahnen, die Einstellung von weiterem Fahrpersonal veranlasst wurde.


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Die FVMD-App ist da!

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MVB fit für das eTicket?

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Überall in Deutschland rüsten mittlerweile zahlreiche Verkehrsbetriebe (bsp. NRW, HH) auf elektronische Ticketsysteme auch eTicket genannt um.

In Mitteldeutschland ist das Projekt bei den Dresdener Verkehrsbetrieben (DVB) schon weit fortgeschritten. Im Verbundraum Oberelbe wird schrittweise das elektronische Ticketing eingeführt. Grundlage dafür ist der vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entwickelte Standard des eTicket Deutschland. Nun wird die elektronische FAHRKARTE auch in den Dresdner Bussen und Bahnen Einzug halten.

In Sachsen-Anhalt wiederum kommt das innovative System bislang erst bei kleineren Verkehrsgesellschaften zum Einsatz. So etwa bei Omnibusbetrieben in Merseburg, im Saalekreis, Muldental und Burgenlandkreis. In Magdeburg ist nicht bekannt, dass die MVB ihr Ticketing und/oder Abo-System in naher Zukunft ebenfalls umstellen wollen. Wir sagen Leider, denn die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Kein lästiges Umkleben des Monatsabschnittes mehr! Auf dem nicht sichtbar eingearbeiteten Chip sind alle Fahrausweisdaten gespeichert.
  • Das eTicket kann bei Diebstahl oder Verlust sofort gesperrt und für Dritte unbrauchbar gemacht werden.
  • Die eTicket-Karte  ist, verglichen mit Wertpapierabschnitten, deutlich robuster.
  • Unkomplizierte Änderung von Tarifzonen sind jederzeit möglich.
  • Erweiterte Einsatzmöglichkeiten sind denkbar, wie zum Beispiel die Nutzung von Carsharing-Angeboten, Marego, weitere städtische Angebote etc.

Dennoch bewegt sich etwas, vor allem das Handy-Ticket soll vorangetrieben werden, dies zeigt auch die aktuelle Ausschreibung für eTicketing für die Region Magdeburg, Oschersleben, Stendal, Staßfurt.

Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten – vor allem in der Form datenschutzrechtlicher Bedenken.   So stellte sich Ende letzten Jahres stellte es sich heraus, dass die in Berlin und Brandenburg eingesetzte VBB-fahrCard entgegen offizieller Angaben Bewegungsprofile speichern kann, die mit herkömmlichen Smartphones und der App mytraQ ausgelesen werden können. netzpolitik.org befasst sich aktuell genauer mit diesem Aspekt.


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