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Stammtisch des Fahrgastverbandes im März 2017 in Diesdorf

Fahrgaststammtisch: Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Volles Haus am 23. März 2017 bei unserem Fahrgaststammtisch in Stadtfeld West/Diesdorf. Über 25 Fahrgäste waren gekommen, darunter auch Vertreter der GWA, um ihre Hinweise, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zum neuen Liniennetz ab 1.4.2017 anzubringen.

Heftige Kritik gab es gleich zu Beginn an der Kundenkommunikation der MVB. „Warum wurden wir als Fahrgäste über die Änderungen erst so spät informiert?“. „Warum gab es bei uns keine Einwohnerversammlung wie in Olvenstedt? Wir sind doch hier am meisten betroffen!“ Erneut in der Kritik stand auch der Umgangston der Service-Hotline der MVB. „Der Herr dort am Telefon ist mir so dumm gekommen, das ging gar nicht.“ Ein anderer Fahrgast sagte dazu: „Die Antworten und vor allem der Ton sind eine echte Katastrophe“. „Ich wollte dort ja nur einen Vorschlag machen, aber meine Anregungen wurden ignoriert, die sind beratungsresistent.“

Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Das neue Liniennetz kam dann schon etwas besser weg, auch wenn bemängelt wurde, dass Stadtfeld West und Diesdorf die beiden einzigen Stadtteile sind, die keine Anbindung im 10-Minuten-Takt in das Stadtzentrum haben. Problematisch stellt sich auch für die meisten Fahrgäste die Umsteigesituation am Westring dar. „Die Ampelschaltungen sind so unmöglich, dass man zum Umsteigen teilweise 5 Minuten braucht. Manche Leute laufen auch bei Rot, um ihre Bahn zu schaffen.“

Thematisiert wurde auch, dass keine der Haltestellen auf der Diesdorfer Straße barrierefrei ausgebaut ist, was vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kindern ein erhebliches Problem darstellt. Gebeten wurde außerdem darum, den Übergang von der Linie 3 zum Bus der Linie 52 an der Arndtstraße anzupassen, damit eine gute Anbindung zum Einkaufszentrum am Schlachthof hergestellt wird.

Eine bange Frage beschäftigte die meisten bis zum Schluss: „Was soll das eigentlich erst werden, wenn der Ferienfahrplan kommt?“

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Warum eine Tageskarte keine Zeitkarte ist

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Der hier dargestellte Fall aus der heutigen Volksstimme ist auch für uns nicht nachvollziehbar. Als Fahrgastverband haben wie die MVB mehrfach damit konfrontiert, zuletzt im Beirat der MVB sowie auf deren Facebook-Seite. Dort versteckt man sich hinter den Beförderungsbedingungen, nach denen eine Tageskarte nicht mit Wochen-oder Monatskarten gleichzusetzen wäre, obwohl sie durch die Unterschrift auch personengebunden ist und damit die gleichen Eigenschaften aufweist.

„…die Einnahmen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt sind ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen der MVB, da ist Kulanz nicht angebracht“

Es wäre also ein leichtes für die MVB, gemeinsam mit Marego die Beförderungsbedingungen an dieser Stelle entsprechend zu ändern. Stattdessen versteckt sich die MVB geradezu hinter Marego. Muss die MVB nicht ein Interesse haben, Fahrgäste, die zwar vergesslich, aber ehrlich sind, als Fahrgäste zu halten und diese nicht mit erhöhtem Beförderungsentgelt zu verprellen?
Wir fragen uns auch, was die MVB zu dem von Fahrgästen mehrfach geäußerten Vorwurf sagt, „…die Einnahmen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt sind ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen der MVB, da ist Kulanz nicht angebracht“? Wir bleiben dran an diesem Fall und werden dieses Thema auch mit in die nächste Sitzung des Fahrgast-Beirates nehmen..

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Foto Baustelle Südring

Linienänderung am Südring ohne Not?

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Pressemitteilung: Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. begrüßt die Weiterführung der Bauarbeiten am Südring seit Beginn dieser Woche. Gleichzeitig kritisiert die Fahrgastvertretung jedoch die umfangreichen Linienänderungen im Dezember, bei gleichzeitiger Einstellung der Bautätigkeiten über die Weihnachtszeit.

Obwohl die MVB wusste, dass über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel bis in die erste Januarwoche hinein am Südring keine Bauarbeiten stattfinden würden, wurde zum 19.12.2016 eine geänderte Linienführung in Kraft gesetzt, die für viele Fahrgäste eine Belastung in Form von längeren Fahrzeiten und häufigerem Umsteigen darstellten. In unserem Beitrag vom 16.12.2016 haben wir darauf hingewiesen: „Ab Montag, 19.12.2016 beginnt mit dem Einbau des Gleisvierecks die nächste Bauphase. Dies bedeutet, dass die Gleisverbindung Halberstädter Straße Richtung Innenstadt nicht mehr nutzbar ist.

Tatsächlich gearbeitet oder gebaut wurde an der Baustelle am Südring allerdings in den letzten drei Wochen überhaupt nicht. Damit wurden den Fahrgästen drei Wochen lang Umwege und Beschwerlichkeiten zugemutet, die technologisch nicht notwendig waren, da am Südring die Schienenverbindung Richtung Hasselbachplatz unverändert waren, sagt Daniela Kreissl, stellvertretende Vorsitzende des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. Außer dem Aufstellen von Absperrgittern war seit dem 19.12.2016 auf der Baustelle am Südring nichts vorangegangen.

Tatsächlich gearbeitet oder gebaut wurde an der Baustelle am Südring allerdings in den letzten drei Wochen überhaupt nicht.

Einmal mehr drängt sich hier der Verdacht auf, dass die MVB unter dem Deckmantel von Bauarbeiten Einsparungen generieren möchte, da einerseits die  Personalsituation weiterhin sehr angespannt ist und andererseits auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge zu knapp bemessen ist, um auf allen Linien einen verlässlichen Regelbetrieb zu gewährleisten. „Hier versucht die MVB Dinge auf dem Rücken der Fahrgäste zu kompensieren, die sie selbst zu verantworten hat“, ergänzt Detlef Fred Lasse, Vorstandsmitglied des Fahrgastverbandes.

Mehrfach hatten sich Fahrgäste zu Wort gemeldet und diese Vorgehensweise der MVB kritisiert und kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Besonders kritisiert wurde seitens der Fahrgäste auch, dass durch die MVB kein direkter Ersatzverkehr zum Hasselbachplatz angeboten wird. Lediglich eine „Anwohnerlinie“ mit Minibus wurde eingerichtet, die jedoch nur bis 21 Uhr verkehrt.

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Kritik am Ferienfahrplan: Anderswo ist mehr Lametta…

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Kritik am Ferienfahrplan

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert den ab Montag 19.12.2016 geltenden Ferienfahrplan der MVB und die damit verbundenen Angebotseinschränkungen im Straßenbahn- und Busverkehr in der Woche vor den Weihnachtsfeiertagen. Die Straßenbahnen fahren von Montag bis Freitag dann generell im 15-Minuten-Takt, einige Buslinien sogar nur im 30-Minuten-Takt. Dabei scheinen die MVB ihre selbst ermittelten Fahrgastzahlen

„In anderen Städten verdichten die Verkehrsbetriebe in der Adventszeit ihr Angebot um die zahlreichen Besucher der Weihnachtsmärkte in die Innenstädte zu befördern, in Magdeburg passiert das Gegenteil.“

aus dem Auge verloren zu haben: In den Jahren 2014 und 2015 waren die Monate Dezember jeweils die Monate mit dem höchsten Fahrgastaufkommen.

„In anderen Städten verdichten die Verkehrsbetriebe in der Adventszeit ihr Angebot um die zahlreichen Besucher der Weihnachtsmärkte in die Innenstädte zu befördern, in Magdeburg passiert mit dem Ferienfahrplan das Gegenteil.“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes. „Dabei haben sowohl die Innenstadthändler als auch die Betreiber des Weihnachtsmarktes betont, dass sie in der Woche vor Weihnachten einen starken Anstieg der Besucher- und Umsatzzahlen erwarten“, ergänzt Bruchholz.

Nicht genug Rollmaterial

Leider bleibt die MVB eine Erklärung schuldig. Der Grund für den ausgedünnten Takt dürfte schlicht in dem nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Rollmaterial begründet sein. Kurz: die MVB haben nicht genug Straßenbahnen, um bessere Anbindungen zur Weihnachtszeit anbieten zu können.

Egal ob Rostock, Chemnitz, Braunschweig, Schwerin oder Dresden, alle diese Städte verbessern ihr Angebot in der Adventszeit. In Anbetracht der starken Beeinträchtigungen für Besucher und Gewerbetreibenen aufgrund der zahlreichen Baustellen im Stadtgebiet, macht die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts hier leider wieder einmal eine schlechte Figur. Da passt es ja irgendwie in Bild, dass aus mehr oder weniger (eher weniger) nachvollziehbaren Gründen, dieses Jahr die Weihnachtsbahn der IG Nah nicht am Weihnachtsmarkt Halt macht. Trotzdem muss man auf die Weihnachtsbahn aber nicht ganz verzichten. Die historische Bahn startet jeweils von der Haltestelle in der Hartstraße neben dem Rathaus zu Fahrten in die Zeit vor 130 Jahren.

Die Volksstimme hat das Thema in der heutigen Ausgabe vom Dienstag, 20.12.2016 auch aufgegriffen und zitiert uns dazu. Details im Bericht unten.

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Absurde Fahrpreiserhöhungen

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Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhungen

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2016 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“  Nach der massiven Kritik der ÖPNV-Nutzer aus Stadtfeld, Diesdorf und Sudenburg an der unzureichenden Straßenbahnanbindung in die Innenstadt während der Großbaustellen hätten wir uns als Geste an die Magdeburger einen bewussten Verzicht auf die Fahrpreiserhöhungen gewünscht, um verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste in die MVB wieder herzustellen, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.
Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten anderthalb Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“

„Auch die massiven Ausfälle von teilweise bis zu 120 Straßenbahnfahrten pro Tag im Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Unverständlich ist für uns auch, dass ein weiteres Mal parallel zur Erhöhung der Fahrpreise die Mitnahmeregelungen bei Abo-Karten eingeschränkt werden. Durch diese Einschränkungen verprellt man unnötig zahlende Kunden. Ziel der MVB sollte jedoch sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu beten. Hier sehen wir allerdings auch die Stadträte sowie die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Umleitung der Linie 10 vom Hasselbachplatz über Südring, Westring nach Diesdorf oder zum Olvenstedter Platz (statt zur Leipziger Chausee, als Entlastung der häufig überfüllten Linie 41)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/ Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
  • Einrichtung von umsteigefreundlichen Anschlüssen am Westring und an der Harsdorfer Straße zur Linie 41
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Warnstreik sorgt für Bus-Ausfälle

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Am Freitagmorgen sind viele Busfahrer der Magdeburger Verkehrsgesellschaft (MVG) in einen kurzen Warnstreik getreten. Der Streik begann gegen 5 Uhr und wurde gegen 9 Uhr beendet. Anlass waren nach Angaben der Gewerkschaft ver.di die am Donnerstag gescheiterten Tarifverhandlungen. Laut Gewerkschaft legten 17 Bus-Fahrer der Frühschicht ihre Arbeit nieder, um Druck in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zu machen.

Die Magdeburger Verkehrsgesellschaft (MVG) ist eine Tochtergesellschaft der Magdeburger Verkehrsbetriebe AG (MVB) und die aktuelle Situation erinnert an die Streiksituation 2013. Bereits damals versuchte ver.di Lohnsteigerungen für die Beschäftigten der MVG zu erkämpfen. Details dazu finden sich in einem Volksstimme-Artikel vom 4. Mai 2013. Auch dem aktuellen Streik widmet die Volksstimme am 23.1.2016 eine ganze Seite der Lokalausgabe.

Warnstreik VST

Artikel der Volksstimme.

Seitens des Fahrgastverbandes Magdeburg können wir uns natürlich nicht zu tariflichen Belangen äußern – erlaubt sei jedoch die Frage, warum die MVB ihre Kundschaft nicht vorwarnen konnte und die Schuld dafür Verdi gibt. Dass nach ergebnislose Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di die Wahrscheinlichkeit groß war, dass es zu Warnstreikes kommt, ist naheliegend. Es wäre ein hilfreicher Dienst für die eigenen Kunden gewesen, zeitig darauf hinzuweisen. Ist jedoch leider unterlassen worden und so standen unzählige Fahrgäste heute morgen vergebens an den Haltestellen.  Ein Facebook-Eintrag morgens um 6 Uhr ist da einfach nicht genug.

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Bürgerticket – eine Utopie?

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Am 4.11.2015 fand eine Veranstaltung im Alten Rathaus statt, die sich mit der Idee eines fahrscheinlosen Öffentlichen Verkehrs auch in Magdeburg beschäftigte. Das sogenannte Bürgerticket gibt es bislang in mehreren Städten mit höchst unterschiedlichen Bevölkerungszahlen (Templin, Tallin (EST), Hasselt (B), Chengdu (Chin).  Die Veranstaltung wurde von cams21 gestreamt und kann hier ->Video angeschaut werden.

DIE LINKE hat sich im Kommunalwahlprogramm 2014 dazu bekannt, langfristig den fahrscheinlosen ÖPNV einzuführen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben im Wahlprogramm versprochen, derartige Finanzierungsalternativen zu prüfen. Nach einem Einführungsreferat von Matthias Bärwolff aus Erfurt wollten DIE LINKE Magdeburg mit der gemeinsamen Diskussion mit Experten einen ersten Schritt in diese Richtung gehen. Mit Matthias Bärwolff (EVAG + DIE LINKE, Erfurt), Birgit Münster-Rendel (MVB), Dr. Jürgen Gies (Deut. Institut für Urbanistik DIFU, Berlin), Steffen Tippach (LVB, Leipzig), Werner Faber (VDV Ost, Berlin) war eine Gruppe mit viel Sachverstand am Tisch.

Spannende Ausführungen brachten den zahlreich erschienenen Magdeburgern das Thema näher, auch wenn schnell klar wurde, warum sich diese Idee bislang nicht in größerem Umfang in Deutschland durchsetzen konnte. Zahlreich sind die Unklarheiten, allein was die Fragen der Finanzierung angeht. Über Steuern? Einen fixen Beitrag? Eine Abgabe? Und schnell melden sich die Autofahrer, die nicht einsehen warum sie für etwas bezahlen sollen, das nie genutzt wird.

Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin setzt sich im Dezember weiter mit diesem hochspannenden Thema auseinander.

VST 10.11.2015 Bürgerticket

 

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