Category Archives: Stadtteile

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Businitiative in Beyendorf-Sohlen

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Beyendorf-Sohlen will Ringbus

In Beyendorf-Sohlen hat sich eine Businitiative gegründet, die in kürzester Zeit über 1000 Unterschriften zur besseren Verkehrsanbindung der beiden Magdeburger Sadtteile gesammelt hat. Die Initiatoren schlagen ein Ringbus vor, der Beyendorf-Sohlen sowohl mit Westerhüsen als auch mit dem Bördepark verbindet. Wir finden diese Initiative sehr wichtig und unterstützen dieses Anliegen daher auch.


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Die neue Netzplanung ab dem Jahr 2020

Der neue Liniennetzplan 2020+ ist da

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Kürzere Reisezeiten, mehr Direktverbindungen ohne Umsteigen und bessere, umweltgerechte Mobilität für alle Magdeburger – das alles verspricht der neue Liniennetzplan 2020+.  Einige Fragen bleiben erwartungsgemäß offen – wir als Fahrgastverband werden die Neuerungen prüfen und dazu noch Stellung beziehen. Für alle Interessierten hier ersteinmal eine Übersicht, wie sie uns von der MVB bereitgestellt wurde.

Das entwickelte Liniennetz soll ab 2020, mit Abschluss der Bauarbeiten für die 2. Nord-Süd-Verbindung, eingeführt werden. Es wird nun dem Stadtrat zur Information vorgelegt.

Gemeinsam mit der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Verkehrsplanungsbüro VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH (VCDB) wurde ein Straßenbahnliniennetz 2020+ entwickelt, dass u. a. folgende Ziele berücksichtigt:

  • Alle Neubaustrecken der 2. Nord-Süd-Verbindung, mit Ausnahme des Europarings, sollen mindestens im 10-Minuten-Takt betrieben werden
  • Schaffung direkter Verbindungen in die Innenstadt und möglichst zum Hauptbahnhof
  • Schaffung von „Durchmesserlinien“: Alle Linien sollen von einem Endpunkt in die Innenstadt und weiter zu einem anderen Endpunkt führen
  • Adäquater Ersatz bisheriger Buslinien durch neue Straßenbahnlinien auf den Neubaustrecken

Die Erarbeitung des neuen Straßenbahnnetzes 2020+ war ein Prozess, bei dem insgesamt vier verschiedene Varianten entwickelt wurden. Das nun vorgestellte Liniennetz ist für die Verwaltung und MVB die ausgewogenste Variante zwischen Wirtschaftlichkeit, Verständlichkeit, Nachfrage und Angebot für die Fahrgäste.

Das Straßenbahnliniennetz 2020+:

Linie 1:      Lerchenwuhne / Kannenstieg* – Leipziger Chaussee
über Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

Linie 2:      Alte Neustadt – Sudenburg
über Alter Markt – City Carré – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Westring – Südring

Linie 3:      Olvenstedt – Sudenburg**
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Hasselbachplatz – Warschauer Str. – Wiener Str. – Südring

Linie 4:      Olvenstedt – Cracau
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Allee-Center – Heumarkt

Linie 5:      Messegelände – Salbker Platz**
über Nordbrückenzug – Alter Markt – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Olvenstedter Platz –  Europaring – Westring – Südring – Wiener Str. – Warschauer Str. – Buckau

Linie 6:      Diesdorf – Herrenkrug
über Hauptbahnhof / Kölner Platz – Allee-Center – Arenen

 Linie 8:      Kannenstieg / Lerchenwuhne* – Westerhüsen
über Neustädter Feld (Hermann-Bruse-Pl.) – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Hasselbachplatz – Buckau

Linie 9:      Neustädter See – Reform
über Kastanienstraße – Alter Markt –
Hauptbahnhof / Willi-Brandt-Platz – Hasselbachplatz

Linie 10:    Barleber See – Sudenburg
über Zoo – Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

* Diese Endstellen werden jeweils abwechselnd bedient

** Linie verkehrt im 20-Minuten-Takt

Die wichtigsten Änderungen im Detail:

  • Die Neubaustrecke zum Kannenstieg (Bauabschnitt 6) wird abwechselnd durch die Linien 1 und 8 jeweils alle 20 Minuten bedient. Auf der Strecke entsteht somit ein 10-Minuten-Takt. Fahrgäste erhalten somit umsteigefreie Verbindungen zur Lübecker Straße, Bahnhof Neustadt und Opernhaus sowie schnelle umsteigefreie Verbindungen über die Neubaustrecke Neustädter Feld zum Hauptbahnhof, ZOB und City Carré.
  • Auch von und zur Lerchenwuhne und dem zukünftigen IKEA-Möbelhaus werden abwechselnd die Linien 1 und 8 fahren und so alle 20 Minuten Verbindungen jeweils über die Neubaustrecke Neustädter Feld (Bauabschnitte 4 +5) und über die alte Strecke über Lübecker Straße herstellen.
  • Fahrgäste aus dem Neustädter Feld erhalten mit der Linie 8 alle 10-Minuten eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, zur Innenstadt über City Carré und Breiter Weg sowie zum Hasselbachplatz und weiter Richtung Buckau und Westerhüsen. Bisher war nur ein 15-Minuten-Takt mit Linienende am Hauptbahnhof vorgesehen.
  • Die Buslinien 52 und 54 werden durch die Straßenbahnlinien 3 und 5, die die Neubaustrecken Wiener Straße, Raiffeisen- und Warschauer Straße (Bauabschnitte 2 + 7) bedienen, adäquat ersetzt. Auf der neuen Straßenbahntangente werden so umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof, nach Buckau und Salbke, nach Sudenburg, nach Stadtfeld und nach Olvenstedt auf jeweils dem kürzesten Weg angeboten. Aus Sudenburg kommt man weiterhin umsteigefrei Richtung Bahnhof Buckau / Puppentheater.
  • Die Buslinie 69 wird durch die Straßenbahnlinien 1 und 8 ersetzt. Die Anbindung Kannenstiegs an die Kastanienstraße und Lübecker Straße wird somit weiter sichergestellt.
  • Die Strecke nach Salbke soll zusätzlich mit der neuen Linie 5 bedient werden. Somit werden pro Richtung drei Fahrten mehr in der Stunde angeboten und neue Direktverbindungen in den Westen der Stadt hergestellt.
  • Der Hauptbahnhof wird künftig durch die Linien 2, 3, 4, 5, 6, 8 und 9 bedient und ist somit aus allen Stadtteilen (außer Rothensee) umsteigefrei erreichbar.

171.000 Fahrgäste werden täglich Straßenbahn fahren

Für die Entwicklung des neuen Liniennetzes wurde ein Verkehrsmodell zu Grunde gelegt, dass das Mobilitätsverhalten der Magdeburger berücksichtigt. Darauf aufbauend wurden die neuen Linienwege entwickelt, um das beste Angebot für alle Fahrgäste anbieten zu können.

Im Vergleich zum alten Ziel-Liniennetz für die Fertigstellung der 2. Nord-Süd-Verbindung, das erstmals 2008 vorgestellt wurde, werden mit dem neuen Straßenbahnnetz 2020+, dank dem besseren Fahrtangebot, täglich über 171.000 Fahrgäste mit der Straßenbahn unterwegs sein. Das entspricht einer Steigerung um gut 2 % gegenüber dem alten Ziel-Liniennetz – zusätzlich zu den Fahrgaststeigerungen, die durch die Neubaustrecken erreicht werden.

Diese Werte hat die VCDB ermittelt…

Um auf allen Strecken den 10-Minuten-Takt mit der Straßenbahn gemäß Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Magdeburg realisieren zu können, ist ein Mehrbedarf, gegenüber dem heutigen Liniennetz, von sechs Straßenbahnzügen ermittelt worden. „Die MVB bereitet derzeit die dafür notwendigen Schritte vor, um 2020 über die zusätzlichen Straßenbahnen verfügen zu können“, sagt die Geschäftsführerin. Zurzeit wird ein Lastenheft erarbeitet, um später die Straßenbahnbeschaffung ausschreiben zu können.

Der Aufsichtsrat der MVB hat in seiner Sitzung vom 26. August 2016 für die Umsetzung des Straßenbahnnetzes 2020+ votiert. Im zweiten Schritt wird ein Busliniennetz erarbeitet. Busse fungieren dabei als Zubringer zur Straßenbahn und ergänzen das Straßenbahnnetz auf weiteren Querverbindungen abseits der Innenstadt. Auch hier werden die Hinweise aus den Bürgerversammlungen zur 2. Nord-Süd-Verbindung mit einfließen.

Das Straßenbahnnetz 2020+ soll nach Abschluss aller Bauarbeiten zur 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn im Jahr 2020 eingeführt werden. Änderungen der Linienführung sind trotzdem noch möglich, um Veränderungen im Fahrverhalten der Fahrgäste besser bedienen zu können. Die Liniennummern sind Arbeitsbezeichnungen und können sich ebenfalls noch ändern.

Aktueller Stand der acht Bauabschnitte der 2. Nord-Süd-Verbindung:

Bauabschnitt 1 – Europaring – seit 2004 eröffnet

Bauabschnitt 2a – Leipziger Straße – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 2 – Wiener Straße – im Bau

Bauabschnitt 3 – Reform – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 4 – Neustädter Feld – Baufeldfreimachung / Bau Herbst 2017

Bauabschnitt 5 – Birkenweiler – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 6 – Kannenstieg – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 7 – Warschauer Str. / Raiffeisenstr. – Baufeldfreimachung /  Bau Herbst 2017


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Stammtisch des Fahrgastverbandes im März 2017 in Diesdorf

Fahrgaststammtisch: Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

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Volles Haus am 23. März 2017 bei unserem Fahrgaststammtisch in Stadtfeld West/Diesdorf. Über 25 Fahrgäste waren gekommen, darunter auch Vertreter der GWA, um ihre Hinweise, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zum neuen Liniennetz ab 1.4.2017 anzubringen.

Heftige Kritik gab es gleich zu Beginn an der Kundenkommunikation der MVB. „Warum wurden wir als Fahrgäste über die Änderungen erst so spät informiert?“. „Warum gab es bei uns keine Einwohnerversammlung wie in Olvenstedt? Wir sind doch hier am meisten betroffen!“ Erneut in der Kritik stand auch der Umgangston der Service-Hotline der MVB. „Der Herr dort am Telefon ist mir so dumm gekommen, das ging gar nicht.“ Ein anderer Fahrgast sagte dazu: „Die Antworten und vor allem der Ton sind eine echte Katastrophe“. „Ich wollte dort ja nur einen Vorschlag machen, aber meine Anregungen wurden ignoriert, die sind beratungsresistent.“

Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Das neue Liniennetz kam dann schon etwas besser weg, auch wenn bemängelt wurde, dass Stadtfeld West und Diesdorf die beiden einzigen Stadtteile sind, die keine Anbindung im 10-Minuten-Takt in das Stadtzentrum haben. Problematisch stellt sich auch für die meisten Fahrgäste die Umsteigesituation am Westring dar. „Die Ampelschaltungen sind so unmöglich, dass man zum Umsteigen teilweise 5 Minuten braucht. Manche Leute laufen auch bei Rot, um ihre Bahn zu schaffen.“

Thematisiert wurde auch, dass keine der Haltestellen auf der Diesdorfer Straße barrierefrei ausgebaut ist, was vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kindern ein erhebliches Problem darstellt. Gebeten wurde außerdem darum, den Übergang von der Linie 3 zum Bus der Linie 52 an der Arndtstraße anzupassen, damit eine gute Anbindung zum Einkaufszentrum am Schlachthof hergestellt wird.

Eine bange Frage beschäftigte die meisten bis zum Schluss: „Was soll das eigentlich erst werden, wenn der Ferienfahrplan kommt?“


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Wir treffen uns regelmässig in den Stadtteilen zum Fahrgast-Stammtisch.

Einladung zum Fahrgast-Stammtisch am 23.03.2017

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Liebe Freundinnen und Freunde des ÖPNV in Magdeburg und Umgebung, wir möchten Euch ganz herzlich zum nächsten Fahrgast-Stammtisch am Donnerstag, den 23.03.2017 um 17 Uhr in den Offenen AWO-Treff Hermann-Beims, Große Diesdorfer Str. 169 a, 39110 Magdeburg- Stadtfeld West/Diesdorf einladen.

Zum Stammtisch willkommen sind alle, die in Magdeburg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, egal ob täglich mit Abo-Monatskarte oder nur gelegentlich mit Einzelfahrschein und sich aktiv für einen modernen, attraktiven und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr einzusetzen möchten.
Schwerpunktthema wird diesmal die ÖPNV-Situation in Stadtfeld, der Beimssiedlung und Diesdorf in Bezug auf das neue Liniennetz der MVB sein, welches ab 01. April 2017 auf Grund der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof umgesetzt werden soll. Zudem möchten wir als Fahrgastverband mit den Anwohnern aus den umliegenden Stadtteilen darüber ins Gespräch kommen und wissen, welche Verbesserungsmöglichkeiten sie für die Nutzung des Nahverkehrs haben. Die vorgetragenen Punkte werden dann u.a. bei Gesprächen mit Stadträten, der Verwaltung und der MVB im Sinne einer schnellen Verbesserung für die Fahrgäste vorgetragen und diskutiert und fließen auch in andere Bereiche unserer Arbeit mit ein.


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Die MVB stellt die Fahrplanänderung und neue Linienführung zum 1. April 2017 vor.

Presseerklärung: Fahrgastverband lobt neues Liniennetz

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Presseerklärung:  Fahrgastverband lobt neues Liniennetz ab 01.4.2017

 Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. äußert sich anerkennend positiv zu dem heute vorgestellten neuem Liniennetz der MVB, welches auf Grund der Vollsperrung der Brücken am Hauptbahnhof ab dem 01.4.2017 umgesetzt werden soll.

„Betriebsleitung und Verkehrsplanung der MVB haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet. Die Fahrgäste aus den Stadtteilen Diesdorf, Stadtfeld und Olvenstedt erhalten damit jeweils eine direkte Anbindung in das Stadtzentrum“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

„Hier wurde die Kritik der Fahrgäste sowie der Vereine und Initiativen aus den Stadtteilen ernstgenommen und im neuen Liniennetz berücksichtigt“ ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende anerkennend.

Kritisch sieht die Fahrgastvertretung jedoch den nahezu kompletten Wegfall der Linie 8. Die beiden Einzelfahrten werden zwar bis Westerhüsen verlängert, können aber nicht annähernd den starken Schülerverkehr im Bereich Buckau und Südost bewältigen. „Schon jetzt gibt es vor allem zu Unterrichtsbeginn der Berufsschule Westerhüsen überfüllte Bahnen. Hier werden einmal mehr die Kapazitätsprobleme der MVB deutlich: längere Straßenbahnen, die hier Abhilfe schaffen und mehr Fahrgäste transportieren könnten, sind nicht verfügbar und die Zahl der Anhänger sind auf 13 Stück begrenzt.“ Sagt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende

Festzuhalten bleibt auch, dass auf viele Fahrgäste in den nächsten beiden Jahren Belastungen vor allem in Form von längeren Fahrzeiten und aber auch häufigerem Umsteigen zukommen. „

Fahrgastverband fordert deshalb erneut für die Zeit der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Einzelfahrscheinen von jetzt 60 auf 90 Minuten. MVB und Marego sollten hier ein klares Signal an die Fahrgäste senden, welche in den nächsten zwei Jahren trotz der Belastungen den ÖPNV nutzen, zumal die 60 Minuten Gültigkeitsdauer auch für Fahrten ins Magdeburger Umland gelten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  •  Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt und Gelegenheitsnutzer der MVB an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof


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Fahrplanänderung und neue Linienführung gelten ab 1. April 2017

Netzumstellung zum 1. April wegen Tunnel-Baustelle

Zum 1. April wird der Durchgang der Tunnel-Baustelle am Hauptbahnhof endgültig für mindestens 21 Monate geschlossen. Dies zwingt die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zu einem großen Fahrplanwechsel und einer Netzumstellung. Neben veränderten Takten und Fahrplänen wird auch gleich ein neues Straßenbahnliniennetz eingeführt. In einer Pressekonferenz mit Live-Übertragung wurden die Änderungen heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit der Vollsperrung der Baustelle am Magdeburger Hauptbahnhof, gibt es ab 1. April auch für Straßenbahnen kein Durchkommen mehr. Die Stadt hat die Sperrung für mindestens 21 Monate, also bis Ende 2018, angekündigt – ob das Zeitfenster wirklich ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Die größte Herausforderung für die MVB bestand nun darin mit der Baustelle am Südring/Ecke Halberstädter Straße rechtzeitig fertig zu werden und den Bewohnern aller Stadtteile einen direkten Zugang zur Innenstadt zu ermöglichen. MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel gibt sich zuversichtlich, dass dieses Unterfangen mit den neuen Fahrplänen und einem neuen Straßenbahnnetz gelungen ist: „Trotz Sperrung fahren aus allen Stadtteilen Straßenbahnen in die Innenstadt – und zwar umsteigefrei“.

Längere Fahrzeiten für die westlichen Stadtteile

Für Fahrgäste aus den westlichen Stadtteilen Diesdorf, Olvenstedt und Stadtfeld bedeutet dies etwas längere Fahrzeiten, da die Straßenbahnen wegen der Sperrung über den Südring umgeleitet werden müssen, dafür aber mehr Komfort. „Unsere Straßenbahnen fahren größtenteils auf eigenem Bahnkörper unabhängig vom Autoverkehr. Unsere Fahrgäste fahren also fast immer am Stau vorbei“, meint Abteilungsleiter Verkehrsplanung Andreas Busch. Dies war auch der Grund warum sich gegen einen großflächigen Einsatz von Bussen entschieden hat. Da auch sämtliche Ausweichstrecken hoffnungslos überlastet sind, hätten auch diese oft im Stau gestanden und entsprechende Verspätungen produziert.

Ab 1. April fahren die Linie 1 vom Olvenstedter Platz (Stadtfeld Ost), die Linie 4 aus Olvenstedt und die Linie 5 aus Diesdorf über den Südring direkt in die Innenstadt und in weitere Stadtteile. „Mit diesen drei Linien sind alle westlichen Stadtteile ideal mit der Straßenbahn an die Innenstadt angebunden“, so Andreas Busch. Bei der letzten Sperrung der Tunnel-Baustelle 2016 gab es Kritik von Fahrgästen, weil damals nur die Baustellen-Straßenbahnlinie 41 die Verbindung in die Innenstadt herstellte. Zum 1. April wird auch die Südring-Kreuzung nach Bauarbeiten wieder für den Straßenbahnverkehr freigegeben. Die Linie 10 wird dann wieder direkt nach Sudenburg fahren, sodass für die Sudenburger längere Umwegefahrten in die Innenstadt entfallen.

Damit dies alles funktioniert, muss die Südringbaustelle zwingend rechtzeitig fertig werden. Nachdem es wochenlang kritisch aussah, scheinen die Bauarbeiten die Verzögerungen aufgeholt zu haben. Die MVB gibt sich in ihren Baustellen-News auf jeden Fall sehr zuversichtlich: „…früher als geplant,

MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel

„Ab 1. April fahren wieder aus allen Stadtteilen Bahnen in die Innenstadt“, erklärt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

konnte in der Mitte der Kreuzung, wo alle Gleise aufeinander treffen (Vierfach-Kreuzung), die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Gleise sind verbaut und die Asphaltschicht aufgetragen. Die Fugen wurden ebenfalls bearbeitet. Das aufgestellte Zelt zum Schutz vor Frost kann mit Abschluss der Arbeiten abgebaut werden….“

„Das neue Straßenbahnliniennetz hat nicht nur zum Ziel, umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt anzubieten, sondern auch den Hauptbahnhof aus allen Himmelsrichtungen gut anzuschließen“, sagt Andreas Busch. Zwar ist durch die Bauarbeiten am City-Tunnel die Haltestelle Hauptbahnhof weiterhin außer Betrieb, dafür rücken die Haltestellen in der unmittelbaren Umgebung mehr in den Fokus. Die Haltestellen Damaschkeplatz im Adelheidring, City Carré und Verkehrsbetriebe erhalten zur besseren Orientierung den Namenszusatz „Hauptbahnhof“. Aus Diesdorf und Olvenstedt ist der Hauptbahnhof so direkt mit der Linie 3 erreichbar, aus Cracau und Herrenkrug mit den Linien 4 und 6 und aus dem Norden Magdeburgs und aus Sudenburg neu mit der Linie 10. Diese fährt dafür in der Innenstadt nicht mehr über den Südabschnitt des Breiten Wegs, sondern über die Otto-von-Guericke-Straße.

Die Haltestelle Damaschkeplatz / Hauptbahnhof soll mit einem provisorischem Bahnsteig ausgestattet werden, damit auch Rollstuhlfahrer von dieser Haltestelle aus den Hauptbahnhof barrierefrei erreichen können.

Buslinie 73 fährt öfter

Die Buslinie 73 ist weiterhin eine schnelle Alternative aus Stadtfeld Ost in die Innenstadt. Die Taktzeiten werden verbessert. „Wir greifen den Wunsch unserer Fahrgäste zur letzten Sperrung auf und werden die Linie 73 im Berufsverkehr auf einen 10-Minuten-Takt verdichten“, so Andreas Busch. Die Buslinie 73 fährt so von etwa 6 bis 9 Uhr und zwischen 13 und 17 Uhr alle 10 Minuten vom Olvenstedter Platz aus in die Innenstadt zum Opernhaus sowie zur Universitätsbibliothek und wieder zurück.

Auf der Buslinie 52, die unter anderem Stadtfeld mit dem Flora-Park und der Kastanienstraße verbindet, sollen die Kapazitäten erhöht werden und fast ausschließlich lange Gelenkbusse, die mehr Platz bieten, eingesetzt werden.

MVB: Vorstellung des Fahrplanwechsels

Präsentierten alle Änderungen: Andreas Busch, Cornelia Muhl-Hünicke, Birgit Münster-Rendel und Uwe Arnold (v.l.n.r.)

Dem Fahrgastbeirat der MVB wurde bereits im Februar das neue Liniennetz vorgestellt. Uwe Arnold ist Sprecher des Fahrgastbeirats und sagt: „Respekt erst einmal für die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die in sehr kurzer Zeit einen komplett neuen Fahrplan erstellt haben. Viele Erfahrungen und Kritikpunkte aus der Zeit der ersten Sperrung sind dabei mit eingeschlossen. Besonders erfreulich für den Fahrgastbeirat ist die direkte Erreichbarkeit der westlichen Stadtteile ohne Umsteigen und die Möglichkeit am Adelheidring (westlich) barrierefrei  auszusteigen. Zum Gelingen des neuen Fahrplans ist es auch notwendig, dass die Landeshauptstadt Magdeburg die MVB bei der Freihaltung der Gleisbereiche z. B. in Ostelbien und der Hallischen Str. unterstützt.“

Linie 4 zurück in Cracau

Ab 1. April gibt es aber noch weitere Netzumstellungen: Die Straßenbahnlinie 4 wird wieder nach Cracau fahren und die Straßenbahnlinie 6 wieder in den Herrenkrug. Die Linien 3 und 5 fahren im 20-Minuten-Takt. In Diesdorf entsteht so auf dem gemeinsamen Abschnitt ein 10-Minuten-Takt. In den Zeiten, in denen die Linie 3 nicht im Einsatz ist, wird die Linie 1 vom Olvenstedter Platz bis nach Olvenstedt verlängert. In diesen Zeiten bestehen außerdem Anschlüsse zwischen den Linien 1 und 5, sodass der Hauptbahnhof zu jeder Zeit gut und schnell aus dem Westen der Stadt erreichbar sein wird.

Ebenfalls verlängert wird die Linie 8 bis nach Westerhüsen, um den Schülerverkehr auf der Linie 2 zu entlasten. „Allerdings wird die ‚8‘ nur noch mit Einzelfahrten unterwegs sein. Wir benötigen die Kapazitäten für die umgeleiteten Linien, die über den Südring fahren“, wirbt Andreas Busch um Verständnis. „Als Ausgleich werden auf der ‚9‘ aber wieder Züge mit Beiwagen eingesetzt, die mehr Platz bieten.“ Der Takt der Buslinie 61 wird verdichtet und die Buslinie 72 fährt künftig öfter bis nach Diesdorf. Die Abfahrtszeiten wurden auf die Schulen ausgerichtet. Die Abfahrtszeiten der Buslinien 53, 54, 55, 57 und 58 werden konsequent auf die Straßenbahnlinie 10 an der Braunlager Straße ausgerichtet, die Umsteigezeiten werden somit verbessert.

Im Spätverkehr und sonntags ist die Buslinie 53 in Ottersleben nicht mehr im Einsatz. Dafür fährt die Linie 54 in dieser Zeit über Sonnenanger und Birnengarten als Ersatz für die Linie 53. Diese Wohnsiedlungen werden künftig merkbar mit mindestens zwei Fahrten in der Stunde bedient. Die Buslinie 58 verkehrt spät abends und sonntags außerdem nur noch zwischen Reform und SKL. Es besteht aber Anschluss mit der Linie 57 von und nach Sudenburg.

Neuer Slogan: „Magdeburg: Bewegte Zukunft“

Erstmals wird es in diesem Jahr kein Fahrplanbuch geben. „Die digitale Generation nutzt Apps und das Internet um sich schnell und aktuell zu informieren. Das Fahrplanbuch war aufgrund der vielfältigen unterjährigen Änderungen zu dem nie aktuell. Daher haben wir uns entschieden, es nicht mehr zu produzieren“, sagt Cornelia Muhl-Hünicke, Abteilungsleiterin Marketing. „Da aber nicht jeder über ein Smartphone und Internetzugang verfügt, werden wir für jede Linie einzelne Linienflyer mit Fahrplan herausgeben. Die Flyer gibt es Ende März in unseren Verkaufseinrichtungen.“

Neue Logos und Slogans bei der MVB.

Die Fahrpläne in der MVB-App easy.GO und die Fahrpläne im Internet unter mvbnet.de sind unmittelbar nach erfolgter Genehmigung durch die Genehmigungsbehörde online abrufbar.

Auf das neue Netz weisen ab sofort diverse Sprüche auf Werbeplakaten und Flyern hin. Gleichzeitig mit der Netzumstellung verpasst sich die MVB einen  neuen Anstrich und erhält einen neuen Slogan: „Aus dem gerne und oft verspotteten ‚Mit uns bleiben Sie beweglich‘ wird fortan ‚Magdeburg: Bewegte Zukunft‘. Denn bei aller Bautätigkeit und damit verbunden Belastungen dürfen wir eins nicht vergessen: Baustellen bedeuten Investitionen für eine bessere Zukunft in einer noch lebenswerteren Stadt“ hofft und ergänzt Cornelia Muhl-Hünicke.

Die Straßenbahnlinien ab 1. April:
Neues Streckennetz ab April 2017

Die Erklärung des Fahrgastverbandes Magdeburges dazu: PM-03-2017-neues-Liniennetz

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. äußert sich anerkennend positiv zu dem heute vorgestellten neuem Liniennetz der MVB, welches auf Grund der Vollsperrung der Brücken am Hauptbahnhof ab dem 01.4.2017 umgesetzt werden soll.

 „Betriebsleitung und Verkehrsplanung der MVB haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet. Die Fahrgäste aus den Stadtteilen Diesdorf, Stadtfeld und Olvenstedt erhalten damit jeweils eine direkte Anbindung in das Stadtzentrum“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

„Hier wurde die Kritik der Fahrgäste sowie der Vereine und Initiativen aus den Stadtteilen ernstgenommen und im neuen Liniennetz berücksichtigt.“ Ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende anerkennend.

 Kritisch sieht die Fahrgastvertretung jedoch den nahezu kompletten Wegfall der Linie 8. Die beiden Einzelfahrten werden zwar bis Westerhüsen verlängert, können aber nicht annähernd den starken Schülerverkehr im Bereich Buckau und Südost bewältigen. „Schon jetzt gibt es vor allem zu Unterrichtsbeginn der Berufsschule Westerhüsen überfüllte Bahnen. Hier werden einmal mehr die Kapazitätsprobleme der MVB deutlich: längere Straßenbahnen, die hier Abhilfe schaffen und mehr Fahrgäste transportieren könnten, sind nicht verfügbar und die Zahl der Anhänger sind auf 13 Stück begrenzt.“ Sagt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende

Festzuhalten bleibt auch, dass auf viele Fahrgäste in den nächsten beiden Jahren Belastungen vor allem in Form von längeren Fahrzeiten und aber auch häufigerem Umsteigen zukommen. „

Der Fahrgastverband fordert deshalb erneut für die Zeit der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Einzelfahrscheinen von jetzt 60 auf 90 Minuten. MVB und Marego sollten hier ein klares Signal an die Fahrgäste senden, welche in den nächsten zwei Jahren trotz der Belastungen den ÖPNV nutzen, zumal die 60 Minuten Gültigkeitsdauer auch für Fahrten ins Magdeburger Umland gelten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen) 
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt und Gelegenheitsnutzer der MVB an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof

 


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Für den Netzausbau in Magdeburg müssen hunderte Bäume gefällt werden.

Baumfällungen für die Neubaustrecke

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Die aktuellen Baumfällungen im Rahmen der Baufeldfreimachungen, zeigen jedem in Magdeburg auf, dass es unweigerlich ernst wird mit den Neubaustrecken der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Nicht wenige Bürger sind entsetzt ob dem radikalen Kahlschlag und der unweigerlichen Veränderung des vertrauten Stadtbildes. Doch wo neues entstehen soll, muss altes weichen, mit Ersatzpflanzungen im Verhältnis 1:2 will die MVB einen Ausgleich schaffen.

Die MVB informiert in einer Pressemitteilung über die Baumfällungen und die Ausgleichsmaßnahmen: Seit Mitte Februar wird das Baufeld für die anstehenden Bauarbeiten für die Strecke vom Damaschkeplatz ins Neustädter Feld zum Hermann-Bruse-Platz und für die Strecke in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße beräumt. Um Platz zu schaffen für die Straßenbahn, aber auch für die Auto-Fahrbahnen und für das Anlegen von neuen Rad- und Fußwegen, müssen Bäume gefällt, Sträucher gerodet und Kleingärten abgerissen werden. Viele Bürger und Anwohner haben nun Bedenken, dass die Stadt Magdeburg ihre grüne Seite verlieren würde. „Für jeden Baum, den wir fällen müssen, sind wir verpflichtet worden, im Schnitt zwei Bäume neu zu pflanzen. Magdeburg wird also auch mit den neuen Straßenbahnstrecken eine grüne Stadt bleiben “, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. [pullquote]„Für jeden Baum, den wir fällen müssen, sind wir verpflichtet worden, im Schnitt zwei Bäume neu zu pflanzen. Magdeburg wird also auch mit den neuen Straßenbahnstrecken eine grüne Stadt bleiben “[/pullquote]

Bauabschnitt 4: Neustädter Feld

Für die Straßenbahnstrecke ins Neustädter Feld müssen 241 Bäume gefällt werden. „Wir pflanzen 509 Bäume, also mehr als doppelt so viele, neu. Die meisten von ihnen werden entlang der neuen Straßenbahnstrecke gepflanzt“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Standorte für die neuen Bäume sind unter anderem:

  • Parkanlage Editharing
  • parallel zum Magdeburger Ring / Adelheidring
  • auf dem Gebiet der ehemaligen Kleingartenanlage Tillys Höhe (entlang der Trasse)
  • ehemaliger Garagenkomplex an der Albert-Vater-Straße (entlang der Trasse)
  • Straße An der Steinkuhle, Richtung Editha-Gymnasium (entlang der Trasse)
  • auf der Fläche des Kleingartenvereins „Am Neustädter Feld“ zwischen den Straßen Lorenzweg und Am Neustädter Feld (entlang der Trasse)
  • am Hermann-Bruse-Platz
  • sowie in der Kritzmannstraße

Als Baumsorten werden Traubeneiche, Winterlinde, Hainbuche, Feldulme, Holzbirne, Holzapfel, Schwarzesche, Stieleiche, Eberesche, Schwarzerle und Traubenkirsche empfohlen. Warum keine Kastanien, Buchen oder Eichen gepflanzt werden hat unterschiedliche Gründe. [pullquote]„Wir pflanzen 509 Bäume, also mehr als doppelt so viele, neu. Die meisten von ihnen werden entlang der neuen Strecke gepflanzt“, sagt Birgit Münster-Rendel.[/pullquote]

Speziell die Kastanien leiden seit langem am Befall durch die Moniermotte, welche die Bäume zwar nicht unmittelbar zerstört, aber für Streßtriebe und frühzeitigen Blätterabwurf sorgt. Des weiteren tragen die von der MVB ausgewählten und vorgeschlagenen Arten dem Klimawandel Rechnung. Und Klimawandel bedeutet nicht nur, dass die künftigen Bäume mit Wassermangel und längeren Hitzeperioden klar kommen müssen, sondern auch mit neuen Arten von Schädlingen. Der leidige AsiatischeLaubbock-Holzkäfer ist da nur einer dieser Vetreter. Dem Auftauchen des Krabblers folgten in Rothensee Baumfällungen ungekannten Ausmaßes.

Bauabschnitt 7: Raiffeisenstraße / Warschauer Straße

Auch in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße werden nach den Baumfällungen umfangreiche Baumpflanzungen vorgenommen. „Wir stellen den Allee-Charakter der Straße wieder vollständig her“, sagt die MVB-Geschäftsführerin.

Bis es nach den Baumfällungen wieder so prächtiges Grün zu sehen geben wird, muss noch viel Zeit vergehen.

Bis es an den Neubaustrecken der MVB wieder so prächtiges Grün zu sehen geben wird, muss noch viel Zeit vergehen.

Zwar müssen in den Straßen 51 Bäume gefällt werden, als Ausgleich werden aber 127 neue Bäume gepflanzt. Allein in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße kommen 83 Bäume hinzu – also mehr, als dort gefällt werden müssen. Da aber für noch mehr Bäume schlicht kein Platz ist, werden weitere 44 Bäume auf einer Ausgleichfläche im Stadtteil Rothensee gepflanzt. Es sollen vor allem Winterlinden gepflanzt werden, um die Allee in der Raiffeisenstraße wiederherzustellen.

Die Pflanzungen für beide Bauabschnitte können jedoch erst vorgenommen werden, wenn die Bauarbeiten für die neuen Straßenbahnstrecken abgeschlossen sind. Dies wird voraussichtlich im Jahr 2019 der Fall sein. „Dass die Begrünung von neuen Straßenbahnstrecken funktioniert, zeigt unsere Neubaustrecke nach Reform, die wir 2012 eröffnet haben. Dort wurden über 170 neue Schattenspender gepflanzt, die ihre ganze Pracht im Frühjahr und Sommer zeigen. Die Strecke hat sich gut in das Landschaftsbild integriert“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Zur Original-Pressemitteilung der MVB: 01-03-2017_PI_16_neueBaeume

Niemand mag Kahlschlag und auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit der Neubaustrecken (vor allem in den Kannenstieg)  kann man getrost anderer Meinung sein – aufzuhalten sind die Bauarbeiten nicht mehr. Wir vom Fahrgastverband können hier leider auch nur unsere Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass die Neupflanzungen die gröbsten Narben im Stadtbild schließen werden. 


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Visualisierung Raiffeisenstraße

Heute beginnen Arbeiten für neue Straßenbahnstrecke

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Nun wird es langsam ernst: mit der Baufeldfreimachung beginnen die Arbeiten der MVB für die neue Straßenbahnstrecke durch die Raiffeisenstraße.

Bei der sogenannten Baufeldfreimachung durch die Raiffeisenstrasse werden Bäume und Sträucher gefällt und die Grenze des Südfriedhofs verschoben, um Platz für die anstehenden Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke zu machen. Die Arbeiten beginnen am Donnerstag und werden bis Anfang März abgeschlossen. Die südliche Baumallee der Raiffeisenstraße muss für die Integration der Straßenbahn, des Straßenausbaus und für die Anlegung von Rad- und Fußwegen gefällt werden. Dies betrifft insgesamt 51 Bäume. Die vorhandenen Bäume auf der Nordseite der Raiffeisenstraße bleiben erhalten.

Drei Bäume werden auch im Kreuzungsbereich Warschauer Straße / Schönebecker Straße gefällt. Während der Fällungen kommt es zu Einschränkungen für den ruhenden Verkehr in den betroffenen Straßen, es werden Parkverbotszonen eingerichtet.

Neue Baumallee wird angelegt

Die Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen. Es werden 127 neue Bäume gepflanzt, allein 83 davon in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit den Neupflanzungen soll die Baumallee in der Raiffeisenstraße nach Beendigung der Bauarbeiten wiederhergestellt sein. Weitere 44 Bäume werden als Ausgleich auf einer Fläche in Rothensee gepflanzt. Die neu zu pflanzenden Bäume werden alle einen Stammumfang von 16 bis 25cm Dicke haben. Als weitere Maßnahmen zur Begrünung der Straße werden auf 1.765 m² Landschaftsrasen und 960 m² Stauden im Randbereich angelegt. Auch die Straßenbahngleise in der Mitte der Straße werden abschnittsweise durch Rasen begrünt. Die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke und den Straßenausbau sollen Ende des dritten Quartals 2017 starten und Ende 2019 beendet sein.

Über den Bauabschnitt:

Der Bauabschnitt 7 ist Teil der Süd-West-Tangente der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn und umfasst den Neubau einer 1,1 km langen Straßenbahnverbindung durch die Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit diesem letzten Teilstück wird die Straßenbahntangente vom Europaring über West- und Südring und Wiener Straße geschlossen.

Die neue Straßenbahnverbindung soll die heute dort verkehrenden Buslinien 52 und 54 ersetzen und neue, umsteigefreie Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen (Buckau, Leipziger Straße, Sudenburg, Stadtfeld) und der Innenstadt mit der Straßenbahn schaffen.

Insgesamt werden vier neue Haltestellen barrierefrei gebaut. Am S-Bahnhof-Buckau wird eine Haltestelle mit Schnittstelle zur Eisenbahn geschaffen.


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Neue Nord-Süd-Verbindung – wenig Begeisterung

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Neue Nord-Süd-Verbindung sorgt für Skepsis

Bei der heute in der Volksstimme vorgestellten Neubaustrecke (Neue Nord-Süd-Verbindung) vom Hermann-Bruse-Platz zum Damaschkeplatz sehen wir vor allem drei Punkte sehr kritisch:

1. Bei den Planungen wurde durch die Verkehrsplaner leider der Sozialraumbezug der Bewohner sowie die Wegebeziehungen der Fahrgäste außer Acht gelassen. Die Menschen im Neustädter Feld orientieren sich zur Lübecker Straße und gehen dort einkaufen und zum Arzt. Auch die Erreichbarkeit des Neustädter Friedhofs ist für die Menschen wichtig. Diese Anbindung wird die neue Straßenbahnlinie nicht leisten können. Stadt und MVB haben es bisher nicht geschafft, den Bewohnern ein verlässliches Signal zu senden, dass die Busverbindung [embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=FDJt-hs4Crg[/embedyt]zur Lübecker Straße erhalten bleibt. Dadurch kommt es zu Unsicherheiten und zur Ablehnung der neuen Strecke. Diese wird jedoch nur ein Erfolg, wenn sie von den Menschen, die im Stadtteil leben eine hohe Akzeptanz erfährt.

2. Die Innenstadtanbindung ist bei dieser Nord-Süd-Verbindung ein weiterer Schwachpunkt. Die ursprünglich angedachte Linienführung durch die Eisenbahnunterführung an der Walther-Rathenau-Straße zum Krökentor und zum Breiten Weg wurde leider verworfen. Die jetzige Variante zum Damaschkeplatz mag zwar technologisch für die MVB von Vorteil sein und z.B. den Breiten Weg entlasten. [pullquote]Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen.[/pullquote]

Sie führt allerdings dazu, dass die Menschen aus dem Neustädter Feld nicht umsteigefrei und nur mit Umwegen die Universität, das Opernhaus oder z.B. die Stadtbibliothek erreichen können. Auch das wird leider die Akzeptanz und damit auch den Erfolg dieser Strecke negativ beeinflussen. Dies ist besonders unverständlich, da die Bahn die Eisenbahnunterführung an der B1 in den nächsten fünf Jahren ohnehin erneuern muss und somit bei einer guten Abstimmung die ursprünglich geplante Innenstadtanbindung immer noch möglich ist.

3. Die mangelnde und vor allem späte Einbeziehung der Menschen die es betrifft ist ein weiteres Problem. Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen, bei der sie sich dann lediglich an der beschlossenen Planung abarbeiten dürfen. Diese Form der Beteiligung reicht vielen Menschen nicht mehr aus und hat ein weiteres Mal negative Auswirkungen auf die Akzeptanz des Projektes.

Stadtverwaltung und MVB23 sollten diese Punkte in Zukunft mitdenken und bei weiteren Projekten die potentiellen Fahrgäste von Anfang an mit einbeziehen und deren Erfahrungen mit einbeziehen.

Update 10.1.2017: 
Für den Neubau der Straßenbahnstrecke in der Raiffeisenstraße als Teil der 2. Nord-Süd-Verbindung, wurde seitens der Planfeststellungsbehörde den Magdeburger Verkehrsbetrieben das Baurecht erteilt.


MVB – Störungsmelder

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