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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Kannenstieg diskutiert alternative Streckenführung

Die Mitglieder der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg (GWA) haben gemeinsam mit der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter See einen Alternativvorschlag für die von den Magdeburger Verkehrsbetrieben geplante Route erarbeitet, diesen zur Diskussion an die Gemeinwesenarbeitsgruppen im Neustädter Feld, in Rothensee und in Neu-Olvenstedt gegeben und wollen nun die Meinungen dazu auswerten, um Verbündete für ihre Vorschläge zu finden.

Der Vorschlag der Gemeinwesenarbeitsgruppe aus dem Kannenstieg beinhaltet sowohl eine alternative Routenführung im Kannenstieg als auch zwei Buslinien, um die die Straßenbahnlinie ergänzt werden könnte.

Weitere Informationen finden sich hier: KLICK

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Die neue Netzplanung ab dem Jahr 2020

Der neue Liniennetzplan 2020+ ist da

Kürzere Reisezeiten, mehr Direktverbindungen ohne Umsteigen und bessere, umweltgerechte Mobilität für alle Magdeburger – das alles verspricht der neue Liniennetzplan 2020+.  Einige Fragen bleiben erwartungsgemäß offen – wir als Fahrgastverband werden die Neuerungen prüfen und dazu noch Stellung beziehen. Für alle Interessierten hier ersteinmal eine Übersicht, wie sie uns von der MVB bereitgestellt wurde.

Das entwickelte Liniennetz soll ab 2020, mit Abschluss der Bauarbeiten für die 2. Nord-Süd-Verbindung, eingeführt werden. Es wird nun dem Stadtrat zur Information vorgelegt.

Gemeinsam mit der Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Verkehrsplanungsbüro VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH (VCDB) wurde ein Straßenbahnliniennetz 2020+ entwickelt, dass u. a. folgende Ziele berücksichtigt:

  • Alle Neubaustrecken der 2. Nord-Süd-Verbindung, mit Ausnahme des Europarings, sollen mindestens im 10-Minuten-Takt betrieben werden
  • Schaffung direkter Verbindungen in die Innenstadt und möglichst zum Hauptbahnhof
  • Schaffung von „Durchmesserlinien“: Alle Linien sollen von einem Endpunkt in die Innenstadt und weiter zu einem anderen Endpunkt führen
  • Adäquater Ersatz bisheriger Buslinien durch neue Straßenbahnlinien auf den Neubaustrecken

Die Erarbeitung des neuen Straßenbahnnetzes 2020+ war ein Prozess, bei dem insgesamt vier verschiedene Varianten entwickelt wurden. Das nun vorgestellte Liniennetz ist für die Verwaltung und MVB die ausgewogenste Variante zwischen Wirtschaftlichkeit, Verständlichkeit, Nachfrage und Angebot für die Fahrgäste.

Das Straßenbahnliniennetz 2020+:

Linie 1:      Lerchenwuhne / Kannenstieg* – Leipziger Chaussee
über Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

Linie 2:      Alte Neustadt – Sudenburg
über Alter Markt – City Carré – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Westring – Südring

Linie 3:      Olvenstedt – Sudenburg**
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Hasselbachplatz – Warschauer Str. – Wiener Str. – Südring

Linie 4:      Olvenstedt – Cracau
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Allee-Center – Heumarkt

Linie 5:      Messegelände – Salbker Platz**
über Nordbrückenzug – Alter Markt – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Olvenstedter Platz –  Europaring – Westring – Südring – Wiener Str. – Warschauer Str. – Buckau

Linie 6:      Diesdorf – Herrenkrug
über Hauptbahnhof / Kölner Platz – Allee-Center – Arenen

 Linie 8:      Kannenstieg / Lerchenwuhne* – Westerhüsen
über Neustädter Feld (Hermann-Bruse-Pl.) – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Hasselbachplatz – Buckau

Linie 9:      Neustädter See – Reform
über Kastanienstraße – Alter Markt –
Hauptbahnhof / Willi-Brandt-Platz – Hasselbachplatz

Linie 10:    Barleber See – Sudenburg
über Zoo – Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

* Diese Endstellen werden jeweils abwechselnd bedient

** Linie verkehrt im 20-Minuten-Takt

Die wichtigsten Änderungen im Detail:

  • Die Neubaustrecke zum Kannenstieg (Bauabschnitt 6) wird abwechselnd durch die Linien 1 und 8 jeweils alle 20 Minuten bedient. Auf der Strecke entsteht somit ein 10-Minuten-Takt. Fahrgäste erhalten somit umsteigefreie Verbindungen zur Lübecker Straße, Bahnhof Neustadt und Opernhaus sowie schnelle umsteigefreie Verbindungen über die Neubaustrecke Neustädter Feld zum Hauptbahnhof, ZOB und City Carré.
  • Auch von und zur Lerchenwuhne und dem zukünftigen IKEA-Möbelhaus werden abwechselnd die Linien 1 und 8 fahren und so alle 20 Minuten Verbindungen jeweils über die Neubaustrecke Neustädter Feld (Bauabschnitte 4 +5) und über die alte Strecke über Lübecker Straße herstellen.
  • Fahrgäste aus dem Neustädter Feld erhalten mit der Linie 8 alle 10-Minuten eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, zur Innenstadt über City Carré und Breiter Weg sowie zum Hasselbachplatz und weiter Richtung Buckau und Westerhüsen. Bisher war nur ein 15-Minuten-Takt mit Linienende am Hauptbahnhof vorgesehen.
  • Die Buslinien 52 und 54 werden durch die Straßenbahnlinien 3 und 5, die die Neubaustrecken Wiener Straße, Raiffeisen- und Warschauer Straße (Bauabschnitte 2 + 7) bedienen, adäquat ersetzt. Auf der neuen Straßenbahntangente werden so umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof, nach Buckau und Salbke, nach Sudenburg, nach Stadtfeld und nach Olvenstedt auf jeweils dem kürzesten Weg angeboten. Aus Sudenburg kommt man weiterhin umsteigefrei Richtung Bahnhof Buckau / Puppentheater.
  • Die Buslinie 69 wird durch die Straßenbahnlinien 1 und 8 ersetzt. Die Anbindung Kannenstiegs an die Kastanienstraße und Lübecker Straße wird somit weiter sichergestellt.
  • Die Strecke nach Salbke soll zusätzlich mit der neuen Linie 5 bedient werden. Somit werden pro Richtung drei Fahrten mehr in der Stunde angeboten und neue Direktverbindungen in den Westen der Stadt hergestellt.
  • Der Hauptbahnhof wird künftig durch die Linien 2, 3, 4, 5, 6, 8 und 9 bedient und ist somit aus allen Stadtteilen (außer Rothensee) umsteigefrei erreichbar.

171.000 Fahrgäste werden täglich Straßenbahn fahren

Für die Entwicklung des neuen Liniennetzes wurde ein Verkehrsmodell zu Grunde gelegt, dass das Mobilitätsverhalten der Magdeburger berücksichtigt. Darauf aufbauend wurden die neuen Linienwege entwickelt, um das beste Angebot für alle Fahrgäste anbieten zu können.

Im Vergleich zum alten Ziel-Liniennetz für die Fertigstellung der 2. Nord-Süd-Verbindung, das erstmals 2008 vorgestellt wurde, werden mit dem neuen Straßenbahnnetz 2020+, dank dem besseren Fahrtangebot, täglich über 171.000 Fahrgäste mit der Straßenbahn unterwegs sein. Das entspricht einer Steigerung um gut 2 % gegenüber dem alten Ziel-Liniennetz – zusätzlich zu den Fahrgaststeigerungen, die durch die Neubaustrecken erreicht werden.

Diese Werte hat die VCDB ermittelt…

Um auf allen Strecken den 10-Minuten-Takt mit der Straßenbahn gemäß Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Magdeburg realisieren zu können, ist ein Mehrbedarf, gegenüber dem heutigen Liniennetz, von sechs Straßenbahnzügen ermittelt worden. „Die MVB bereitet derzeit die dafür notwendigen Schritte vor, um 2020 über die zusätzlichen Straßenbahnen verfügen zu können“, sagt die Geschäftsführerin. Zurzeit wird ein Lastenheft erarbeitet, um später die Straßenbahnbeschaffung ausschreiben zu können.

Der Aufsichtsrat der MVB hat in seiner Sitzung vom 26. August 2016 für die Umsetzung des Straßenbahnnetzes 2020+ votiert. Im zweiten Schritt wird ein Busliniennetz erarbeitet. Busse fungieren dabei als Zubringer zur Straßenbahn und ergänzen das Straßenbahnnetz auf weiteren Querverbindungen abseits der Innenstadt. Auch hier werden die Hinweise aus den Bürgerversammlungen zur 2. Nord-Süd-Verbindung mit einfließen.

Das Straßenbahnnetz 2020+ soll nach Abschluss aller Bauarbeiten zur 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn im Jahr 2020 eingeführt werden. Änderungen der Linienführung sind trotzdem noch möglich, um Veränderungen im Fahrverhalten der Fahrgäste besser bedienen zu können. Die Liniennummern sind Arbeitsbezeichnungen und können sich ebenfalls noch ändern.

Aktueller Stand der acht Bauabschnitte der 2. Nord-Süd-Verbindung:

Bauabschnitt 1 – Europaring – seit 2004 eröffnet

Bauabschnitt 2a – Leipziger Straße – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 2 – Wiener Straße – im Bau

Bauabschnitt 3 – Reform – seit 2012 eröffnet

Bauabschnitt 4 – Neustädter Feld – Baufeldfreimachung / Bau Herbst 2017

Bauabschnitt 5 – Birkenweiler – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 6 – Kannenstieg – Planfeststellungsverfahren läuft

Bauabschnitt 7 – Warschauer Str. / Raiffeisenstr. – Baufeldfreimachung /  Bau Herbst 2017

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Wenn Politiker die Anliegen der Bürger nicht ernst nehmen

Protokoll eines Gespräches

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Es gehört zu den Aufgaben eines Fahrgastverbandes, mit Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen und ihnen dadurch die Chance zu geben, einmal aus einer anderen Perspektive informiert zu werden. Neben Gesprächen mit verschiedenen Fraktionen des Stadtrates waren wir seit unserer Gründung Ende 2015 unter anderem auch beim Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Dr. Scheidemann, sowie beim Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Mit allen Gesprächspartnern gab es einen konstruktiven Austausch zu verschiedenen Positionen und Einschätzungen des Fahrgastverbandes in Bezug auf die MVB und Entwicklung des ÖPNV in der Landeshauptstadt.

So ging der Vorstand in der letzten Woche mit der gleichen, konstruktiven Haltung in das Gespräch mit dem Beigeordneten und Bürgermeister für Finanzen, Klaus Zimmermann. Da dieser seit kurzem auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der MVB ist, hat der Fahrgastverband natürlich großen Gesprächsbedarf.

Bürgermeister Klaus Zimmermann

Klaus Zimmermann (CDU), Finanz-Bürgermeister und seit kurzem auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der MVB hat ganz eigene Vorstellungen, was den Umgang mit Kritikern der MVB angeht.

Im Laufe des Gespräches wurde jedoch leider deutlich, dass die gewünschte fachlich-inhaltliche Auseinandersetzung an dieser Stelle so nicht möglich war. Stattdessen stellte sich heraus, dass sich beim MVB-Aufsichtsratvorsitzenden scheinbar eine Menge Unmut gegenüber den Vertretern des Fahrgastverbandes angesammelt hatte.

So hieß es unter anderem: „Sie wollen die MVB ja nur schlecht reden und kritisieren alles pauschal. Sie schreiben, dass 120 Straßenbahnen ausgefallen sind, so viele haben wir gar nicht in Magdeburg.“

„Sie wollen die MVB ja nur schlecht reden und kritisieren alles pauschal. Sie schreiben, dass 120 Straßenbahnen ausgefallen sind, so viele haben wir gar nicht in Magdeburg.“

Dabei ist in unserer Pressemitteilung vom Dezember 2015 von präzise 120 Straßenbahnfahrten die Rede. Auch das große Lob des Fahrgastverbandes für das neue Liniennetz in der Pressemitteilung im März 2017 wurde ignoriert.

Um es hier gleich einmal vorwegzunehmen und klarzustellen: Nein, der Fahrgastverband hat die MVB niemals pauschal kritisiert und auch nicht vor, das in Zukunft zu tun. Das ist nicht unser Stil der Auseinandersetzung. Unsere Kritik bezog und bezieht sich jeweils auf ganz konkrete Punkte oder Ereignisse. Auf unserer Internetseite kann jeder diese Dinge nachlesen.
Des Weiteren wurde uns erklärt: „Wenn Sie hier Vorschläge bringen, dann müssen sie auch sagen, woher das Geld dafür herkommen soll.“ Diese Aussage ist für den Finanzbeigeordneten mindestens bemerkenswert, kann er doch selber bei den explodierenden Kosten für den Bahnhofstunnel keinen genauen Gesamtkostenrahmen mehr einschätzen, geschweige denn eine Kostendeckung garantieren. Der Fahrgastverband als rein ehrenamtliche Verbraucherorganisation soll dagegen aber die eigenen Ideen komplett finanziell untersetzen.

Auch ein Bundestagsabgeordneter, der sich mit der Forderung einer barrierefreien Haltestelle am Westfriedhof in der Volksstimme zu Wort gemeldet hatte, wurde in ähnlich brüsker Weise zurechtgewiesen.

Letzten Endes wurde uns abgesprochen, dass wir uns in gleichem Maße für die Interessen der Fahrgäste und einen modernen, verlässlichen und zukunftsorientierten ÖPNV einsetzen. Auf unsere Anmerkung, „Wir sitzen ja schließlich in einem Boot und wollen genauso wie die MVB einen guten Nahverkehr in Magdeburg“, wurde uns entgegnet, „Nein, Sie sitzen nicht mit im Boot, Sie sitzen draußen und beobachten nur.“ Diese Bemerkung macht deutlich, dass ein demokratisches Miteinander auf Augenhöhe nicht gewünscht wird.

Im Laufe des Gespräches haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass wir als Fahrgastverband nicht für Äußerungen Einzelner in verschiedenen Gruppen bei Facebook verantwortlich sind. Darauf folgte die mit Nachdruck vorgetragene Forderung: „Dann lösen Sie die Facebook-Gruppe auf“

„Dann lösen Sie die Facebook-Gruppe auf“

Gemeint war damit wohl die Gruppe „MVB Magdeburger Verspätungs Betriebe“ mit inzwischen fast 5.300 Mitgliedern.

Spätestens jetzt hatten wir verstanden, dass wir scheinbar als kleiner Verband mit derzeit 30 Mitgliedern von der MVB und ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden nicht als interessanter Partner bei den anstehenden Problemen, sondern als gefährlicher Gegner wahrgenommen werden.

Bei der MVB ist alles bestens

Auf unsere Frage, wie es denn aus Ihrer Sicht dazu komme, dass die MVB so einen schlechten Ruf in der Stadt hat, erfolgte nur die lapidare Antwort: „Das stimmt nicht, die MVB hat keinen schlechten Ruf… „ Auch eine Einladung zu den von uns organisierten Fahrgaststammtischen wurde mit dem Hinweis „Zu solchen Meckerrunden gehe ich nicht“ ausgeschlagen.

„Zu solchen Meckerrunden gehe ich nicht“

Als Fahrgastverband differenzieren wir sehr wohl genau, welche Probleme von der MVB hausgemacht sind und welche nicht. Falschparker und Unfälle, die die Straßenbahnschienen blockieren, liegen natürlich außerhalb des Einflusses der MVB, genauso wie die Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof und die damit verbundenen Umleitungen.

Und ja, der Fahrgastverband findet viele Dinge großartig bei den MVB und erkennt sehr wohl an, dass in den letzten Jahren viele richtige Entscheidungen getroffen wurden:
– Die für eine Landeshauptstadt angemessene Ausweitung des Abendverkehrs der Straßenbahnlinien bis 23 Uhr
– Der Nachtverkehr bis 1:15 Uhr im Halbstundentakt, danach im Stundentakt
– Die Errichtung von Fahrgastunterständen als Reaktion auf Kritik von Fahrgästen z.B. am Neustädter See oder Adelheidring
– Aktuell die Einrichtung einer provisorischen barrierefreien Haltestelle am Adelheidring
– Die Freihaltung des Gleisbereiches vom Fahrzeugverkehr und die Beschränkung der Linksabbiegespuren in der Hallischen Straße und der Otto-von-Guericke-Straße
– Der neue Liniennetzplan ab 01.04.2017 mit Direktanbindung aller Stadtteile an die Innenstadt

Aber es muss auch erlaubt sein, die Dinge zu kritisieren, die nicht so gut funktionieren:

– Gerade beim neuen Liniennetzplan ab 01.04.2017 muss man eben auch akzeptieren, wenn es vor allem aus der Beimssiedlung und aus Diesdorf Kritik gibt, dass es die beiden einzigen beiden Stadtteile sind, die nicht im 10 Minuten-Takt an das Stadtzentrum angebunden sind, was gegen den Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt verstößt.
– Bei dieser Liniennetzänderung keine Mobilitätshelfer für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt im Einsatz
– Ferienfahrplan mit reduziertem Fahrtenangebot in den Sommer- und Weihnachtsferien. Letzteres ist vor allem in der Woche vor Weihnachten unverständlich, da in diesem Zeitraum das höchste Fahrgastaufkommen des Jahres besteht …
– Fehlende Reserven bei Bus und Bahn, Problem: bei Unfällen oder Havarien (siehe Hallische Straße Wasserrehrbruch oder Fermersleben Kanaleinbruch) entweder kein SEV oder die Busse werden von anderen Linien abgezogen, wodurch es dann dort zu Ausfällen kommt …
– Qualität der Service-Hotline wird von zahlreichen Fahrgästen als mangelhaft eingeschätzt, Mitarbeiter unfreundlich, reagiert sehr gereizt auf Kritik, legt manchmal einfach auf
– keine Informationen für Fahrgäste in den Bahnen und Bussen zu Baustellen, Fahrplanänderungen oder anderen kurzfristigen Änderungen, auch an den Haltestellen ist die Kommunikation diesbezüglich ausbaufähig

Auf einer Mitgliederversammlung am 5.4.2017 haben wir uns dazu mit unseren Mitgliedern beraten. Neben allgemeinem Unverständnis über den Gesprächsverlauf gab es für den Vorstand jede Menge Rückendeckung für seine Arbeit. Dabei wurde deutlich, dass Lob und Kritik letzten Endes dabei helfen können, Angebot und Qualität der MVB zu verbessern.

Zusammenfassend müssen wir sagen, dass dieses Gespräch im Gegensatz zu allen anderen bisher geführten keinen konstruktiven Charakter hatte. Im Gegenteil, uns erschien es so, als ginge es hauptsächlich darum, die Gruppe „Magdeburger-Verspätungsbetriebe“ sowie die Arbeit des Fahrgastverbandes zu diskreditieren.

Wir leben zum Glück nicht mehr in einer Zeit, in der wir als Bürger das Handeln von Politik und Verwaltung stumpf hinnehmen müssen. Viel mehr sollte gerade bei einem so wichtigen Thema wie dem ÖPNV ein offener Dialog mit den Bürgern herrschen. Genau dafür setzt sich der Fahrgastverband Magdeburg jetzt und in Zukunft ein. Auch von den Verantwortlichen sollte der Fahrgastverband nicht als lästiges Feindbild, sondern als Chance, mit den Nutzern in Dialog zu treten, gesehen werden.

Für uns kommt es nicht in Frage, die Facebook Gruppe zu schließen oder die Kritik, die dort geäußert wird, in irgendeiner Form zu zensieren, denn die Gruppe ist eben auch dafür da, einen offenen Meinungsaustausch zu fördern.

Der Vorstand des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.

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Symbolbild Neue Ansagen helfen dabei den Überblick zu bewahren

Neue Ansagen in Bahn und Bus

Im Zuge der großen Liniennetzumstellung kommt auch ein lange gehegter Wunsch vieler Fahrgäste endlich zur Erfüllung: neue Durchsagen in den Fahrzeugen der MVB sollen für eine bessere Orientierung der Fahrgäste ab 1. April sorgen. Die bekannte Stimme von Radiomoderator Michael Latz wird die Fahrgäste an wichtigen Haltestellen über den neuen Linienverlauf ihrer Linie informieren.

So tönt es beispielsweise am Damaschkeplatz aus den Lautsprechern der Bahn: „Tunnel zu und was nu‘? Dies ist ein Fahrzeug der neuen Linie 1 von Olvenstedter Platz nach Lerchenwuhne über Damaschkeplatz, Westring, Südring, Hasselbachplatz, Leiterstraße und Alter Markt. Die umsteigefreie Verbindung von Stadtfeld zum Hauptbahnhof und in die City“

Allein für diesen Fahrplanwechsel mussten fast 50 neue Ansagen eingesprochen werden. Bereits seit der Netzumstellung 2015 setzt die MVB dabei auf die Stimme von Michael Latz. Seit dem sind undeutliche Ansagen bei Linienänderungen im Zusammenhang mit Baustellen passé, denn diese werden grundsätzlich über den professionellen Sprecher eingesprochen und müssen nicht mehr, wie früher, von den Fahrern übernommen werden.

Englische Zusatzansagen informieren Gäste und Touristen der Stadt über Änderungen und weisen auf touristisch bedeutsame Ziele hin. So werden die Haltestellen Alter Markt, Arenen, Messegelände, Opernhaus, Haeckelstr. / Museum, Hauptbahnhof, Leiterstraße (Hundertwasserhaus) und Domplatz gesondert angesagt.

Alle Informationen zum neuen Liniennetz gibt es auf den MVB-Seiten und natürlich bei uns: Blogbeitrag

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Einer der Gewinne des Zukunfts-Wettbewerbs

Großer Zukunfts-Wettbewerb des Fahrgastverbandes

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Wenn Fahrgäste träumen

Wie soll die Zukunft des öffentlichen Verkehres in der Landeshauptstadt aussehen? Welche Wünsche haben die Fahrgäste? Wie müssen künftige Straßenbahnen gebaut sein, dass sich die Kunden wohl darin fühlen? Welche Verbindungen und Anschlüsse fehlen noch? Im Zukunfts-Wettbewerb des Fahrgastverbandes können alle Nutzer und Freunde des ÖPNV zu Wort kommen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Zugegeben im Moment zeigt sich die Zukunft in Magdeburg vor allem in zahlreichen Baustellen, Staus, Umleitungen und radikalen Veränderungen am gewohnten Stadtbild. Das ist nicht schön, das stört  und kostet Zeit und Nerven.  Viele Bürger fühlen sich überrumpelt und zuwenig eingebunden in die Entscheidungsfindungen und Pläne von Stadt und den Verkehrsbetrieben. Lassen Sie uns doch alle zusammen mal ein wenig träumen.

Stellen wir uns vor, eine gute Fee (nennen wir sie „Magdeburger Jungfrau“) erscheint und schenkt den Magdeburgern  20 Mio Euro für den öffentlichen Verkehr . Wie soll das Geld am besten und sinnvollsten eingesetzt werden?

Und hier kommen Sie alle nun ins Spiel: was ist Ihre Vision von Bus und Bahn in Magdeburg? Was würden Sie anpacken und ändern, wenn sie könnten? Welche Verbindung verbessern? Eine Strecke ganz neu  und anders bauen? Rufbus egal wo ich stehe? Wie schaut Ihr Traum einer künftigen Straßenbahn aus? Flüsterleise und mit WLAN und Klimaanlage? Vorfahrt für den ÖPNV, Fahrräder und Elektroautos? Verkehrsfreie Zonen? Der Phantasie und den Möglichkeiten sind keinerlei Grenzen gesetzt. Erzählen Sie uns in unserem Zukunfts-Wettbewerb, wie Sie sich die Zukunft in Magdeburg vorstellen, gestalten Sie Bilder, ein Video oder eine Grafik . Die Form ist völlig frei, genauso wie die Gedanken.

Wir sammeln die besten Vorschläge, Ideen und Visionen und stellen Sie auf unserer Homepage und bei Facebook vor. Alle Magdeburger können dann abstimmen, welche der Zukunftsvision ihnen am besten gefallen.  Der Wettbewerb läuft den ganzen April über, in der ersten Mai-Woche stellen wir die Ideen und Visionen dann zur Abstimmung vor.

Für die Mühe und den Einsatz haben wir zudem drei kleine Preise ausgelobt:
1.Platz: Modell-Bus der MVB im Maßstab von 1:87

2.Platz:   Kino-Gutscheine für 2 Personen

3.Platz: kostenlose Vereins-Mitgliedschaft für 1 Jahr 
Und nun legen Sie los, wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge zum Zukunfts-Wettbewerb.

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Stammtisch des Fahrgastverbandes im März 2017 in Diesdorf

Fahrgaststammtisch: Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Volles Haus am 23. März 2017 bei unserem Fahrgaststammtisch in Stadtfeld West/Diesdorf. Über 25 Fahrgäste waren gekommen, darunter auch Vertreter der GWA, um ihre Hinweise, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zum neuen Liniennetz ab 1.4.2017 anzubringen.

Heftige Kritik gab es gleich zu Beginn an der Kundenkommunikation der MVB. „Warum wurden wir als Fahrgäste über die Änderungen erst so spät informiert?“. „Warum gab es bei uns keine Einwohnerversammlung wie in Olvenstedt? Wir sind doch hier am meisten betroffen!“ Erneut in der Kritik stand auch der Umgangston der Service-Hotline der MVB. „Der Herr dort am Telefon ist mir so dumm gekommen, das ging gar nicht.“ Ein anderer Fahrgast sagte dazu: „Die Antworten und vor allem der Ton sind eine echte Katastrophe“. „Ich wollte dort ja nur einen Vorschlag machen, aber meine Anregungen wurden ignoriert, die sind beratungsresistent.“

Unzufriedenheit mit Haltestelle Westring

Das neue Liniennetz kam dann schon etwas besser weg, auch wenn bemängelt wurde, dass Stadtfeld West und Diesdorf die beiden einzigen Stadtteile sind, die keine Anbindung im 10-Minuten-Takt in das Stadtzentrum haben. Problematisch stellt sich auch für die meisten Fahrgäste die Umsteigesituation am Westring dar. „Die Ampelschaltungen sind so unmöglich, dass man zum Umsteigen teilweise 5 Minuten braucht. Manche Leute laufen auch bei Rot, um ihre Bahn zu schaffen.“

Thematisiert wurde auch, dass keine der Haltestellen auf der Diesdorfer Straße barrierefrei ausgebaut ist, was vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kindern ein erhebliches Problem darstellt. Gebeten wurde außerdem darum, den Übergang von der Linie 3 zum Bus der Linie 52 an der Arndtstraße anzupassen, damit eine gute Anbindung zum Einkaufszentrum am Schlachthof hergestellt wird.

Eine bange Frage beschäftigte die meisten bis zum Schluss: „Was soll das eigentlich erst werden, wenn der Ferienfahrplan kommt?“

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Zeitumstellung: Zuverlässiger Nachverkehr auch beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit.

Zuverlässiger Nachtverkehr auch bei Zeitumstellung

Die Zeitumstellung steht mal wieder bevor: am kommenden Wochenende, in der Nacht vom 25. zum 26. März 2017 werden die Uhren auf die Sommerzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den Nachtverkehr NACHTAKTIV der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Das Anschlusstreffen der nachtaktiven Buslinien N1 bis N8 an der (H) Alter Markt findet wie gewohnt statt – das Anschlusstreffen um 02.15 Uhr entfällt regulär, da es die Uhrzeit in dieser Nacht nicht gibt. Nach 01.15 Uhr ist eine Stunde später, um 03.15 Uhr, der nächste Anschluss.

Für die Nachtschwärmer bedeutet dies daher keine Umstellung.

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Übersicht aller neuen Fahrpläne zum Fahrplanwechsel 2017

Neue Fahrpläne ab sofort verfügbar

Am 1. April führen die Magdeburger Verkehrsbetriebe den Fahrplanwechsel 2017 durch. Sieben Straßenbahnlinien fahren ab dann anders, als bisher. Die schon sehnsüchtig erwarteten Fahrpläne liegen nun vor.

Mit der Sperrung der Tunnel-Baustelle in der Innenstadt für sämtlichen Verkehr ergeben sich bei sieben Straßenbahnlinien Änderungen in der Linienführung. Wie bereits bekanntgegeben, fahren die Straßenbahnlinien 1, 4 und 5 von Olvenstedt, Diesdorf und Stadtfeld aus künftig über den Südring und Hasselbachplatz direkt in die Innenstadt. Auch bei den Linien 3, 6, 8 und 10 kommt es zu Änderungen.

Die Fahrpläne, gültig ab 1. April, sind ab sofort online unter mvbnet.de/verkehr  abrufbar. Für jede Straßenbahn- und Buslinie gibt es außerdem in den MVB-Verkaufseinrichtungen kostenlose Flyer mit Fahrplan.

Die neuen Fahrpläne sind außerdem ab Donnerstag in der Smartphone-App easy.GO verfügbar.

 

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Wir treffen uns regelmässig in den Stadtteilen zum Fahrgast-Stammtisch.

Einladung zum Fahrgast-Stammtisch am 23.03.2017

Liebe Freundinnen und Freunde des ÖPNV in Magdeburg und Umgebung, wir möchten Euch ganz herzlich zum nächsten Fahrgast-Stammtisch am Donnerstag, den 23.03.2017 um 17 Uhr in den Offenen AWO-Treff Hermann-Beims, Große Diesdorfer Str. 169 a, 39110 Magdeburg- Stadtfeld West/Diesdorf einladen.

Zum Stammtisch willkommen sind alle, die in Magdeburg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, egal ob täglich mit Abo-Monatskarte oder nur gelegentlich mit Einzelfahrschein und sich aktiv für einen modernen, attraktiven und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr einzusetzen möchten.
Schwerpunktthema wird diesmal die ÖPNV-Situation in Stadtfeld, der Beimssiedlung und Diesdorf in Bezug auf das neue Liniennetz der MVB sein, welches ab 01. April 2017 auf Grund der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof umgesetzt werden soll. Zudem möchten wir als Fahrgastverband mit den Anwohnern aus den umliegenden Stadtteilen darüber ins Gespräch kommen und wissen, welche Verbesserungsmöglichkeiten sie für die Nutzung des Nahverkehrs haben. Die vorgetragenen Punkte werden dann u.a. bei Gesprächen mit Stadträten, der Verwaltung und der MVB im Sinne einer schnellen Verbesserung für die Fahrgäste vorgetragen und diskutiert und fließen auch in andere Bereiche unserer Arbeit mit ein.

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Die MVB stellt die Fahrplanänderung und neue Linienführung zum 1. April 2017 vor.

Presseerklärung: Fahrgastverband lobt neues Liniennetz

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Presseerklärung:  Fahrgastverband lobt neues Liniennetz ab 01.4.2017

 Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. äußert sich anerkennend positiv zu dem heute vorgestellten neuem Liniennetz der MVB, welches auf Grund der Vollsperrung der Brücken am Hauptbahnhof ab dem 01.4.2017 umgesetzt werden soll.

„Betriebsleitung und Verkehrsplanung der MVB haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet. Die Fahrgäste aus den Stadtteilen Diesdorf, Stadtfeld und Olvenstedt erhalten damit jeweils eine direkte Anbindung in das Stadtzentrum“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

„Hier wurde die Kritik der Fahrgäste sowie der Vereine und Initiativen aus den Stadtteilen ernstgenommen und im neuen Liniennetz berücksichtigt“ ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende anerkennend.

Kritisch sieht die Fahrgastvertretung jedoch den nahezu kompletten Wegfall der Linie 8. Die beiden Einzelfahrten werden zwar bis Westerhüsen verlängert, können aber nicht annähernd den starken Schülerverkehr im Bereich Buckau und Südost bewältigen. „Schon jetzt gibt es vor allem zu Unterrichtsbeginn der Berufsschule Westerhüsen überfüllte Bahnen. Hier werden einmal mehr die Kapazitätsprobleme der MVB deutlich: längere Straßenbahnen, die hier Abhilfe schaffen und mehr Fahrgäste transportieren könnten, sind nicht verfügbar und die Zahl der Anhänger sind auf 13 Stück begrenzt.“ Sagt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende

Festzuhalten bleibt auch, dass auf viele Fahrgäste in den nächsten beiden Jahren Belastungen vor allem in Form von längeren Fahrzeiten und aber auch häufigerem Umsteigen zukommen. „

Fahrgastverband fordert deshalb erneut für die Zeit der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Einzelfahrscheinen von jetzt 60 auf 90 Minuten. MVB und Marego sollten hier ein klares Signal an die Fahrgäste senden, welche in den nächsten zwei Jahren trotz der Belastungen den ÖPNV nutzen, zumal die 60 Minuten Gültigkeitsdauer auch für Fahrten ins Magdeburger Umland gelten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  •  Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt und Gelegenheitsnutzer der MVB an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof

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Fahrplanänderung und neue Linienführung gelten ab 1. April 2017

Netzumstellung zum 1. April wegen Tunnel-Baustelle

Zum 1. April wird der Durchgang der Tunnel-Baustelle am Hauptbahnhof endgültig für mindestens 21 Monate geschlossen. Dies zwingt die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zu einem großen Fahrplanwechsel und einer Netzumstellung. Neben veränderten Takten und Fahrplänen wird auch gleich ein neues Straßenbahnliniennetz eingeführt. In einer Pressekonferenz mit Live-Übertragung wurden die Änderungen heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit der Vollsperrung der Baustelle am Magdeburger Hauptbahnhof, gibt es ab 1. April auch für Straßenbahnen kein Durchkommen mehr. Die Stadt hat die Sperrung für mindestens 21 Monate, also bis Ende 2018, angekündigt – ob das Zeitfenster wirklich ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Die größte Herausforderung für die MVB bestand nun darin mit der Baustelle am Südring/Ecke Halberstädter Straße rechtzeitig fertig zu werden und den Bewohnern aller Stadtteile einen direkten Zugang zur Innenstadt zu ermöglichen. MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel gibt sich zuversichtlich, dass dieses Unterfangen mit den neuen Fahrplänen und einem neuen Straßenbahnnetz gelungen ist: „Trotz Sperrung fahren aus allen Stadtteilen Straßenbahnen in die Innenstadt – und zwar umsteigefrei“.

Längere Fahrzeiten für die westlichen Stadtteile

Für Fahrgäste aus den westlichen Stadtteilen Diesdorf, Olvenstedt und Stadtfeld bedeutet dies etwas längere Fahrzeiten, da die Straßenbahnen wegen der Sperrung über den Südring umgeleitet werden müssen, dafür aber mehr Komfort. „Unsere Straßenbahnen fahren größtenteils auf eigenem Bahnkörper unabhängig vom Autoverkehr. Unsere Fahrgäste fahren also fast immer am Stau vorbei“, meint Abteilungsleiter Verkehrsplanung Andreas Busch. Dies war auch der Grund warum sich gegen einen großflächigen Einsatz von Bussen entschieden hat. Da auch sämtliche Ausweichstrecken hoffnungslos überlastet sind, hätten auch diese oft im Stau gestanden und entsprechende Verspätungen produziert.

Ab 1. April fahren die Linie 1 vom Olvenstedter Platz (Stadtfeld Ost), die Linie 4 aus Olvenstedt und die Linie 5 aus Diesdorf über den Südring direkt in die Innenstadt und in weitere Stadtteile. „Mit diesen drei Linien sind alle westlichen Stadtteile ideal mit der Straßenbahn an die Innenstadt angebunden“, so Andreas Busch. Bei der letzten Sperrung der Tunnel-Baustelle 2016 gab es Kritik von Fahrgästen, weil damals nur die Baustellen-Straßenbahnlinie 41 die Verbindung in die Innenstadt herstellte. Zum 1. April wird auch die Südring-Kreuzung nach Bauarbeiten wieder für den Straßenbahnverkehr freigegeben. Die Linie 10 wird dann wieder direkt nach Sudenburg fahren, sodass für die Sudenburger längere Umwegefahrten in die Innenstadt entfallen.

Damit dies alles funktioniert, muss die Südringbaustelle zwingend rechtzeitig fertig werden. Nachdem es wochenlang kritisch aussah, scheinen die Bauarbeiten die Verzögerungen aufgeholt zu haben. Die MVB gibt sich in ihren Baustellen-News auf jeden Fall sehr zuversichtlich: „…früher als geplant,

MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel

„Ab 1. April fahren wieder aus allen Stadtteilen Bahnen in die Innenstadt“, erklärt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

konnte in der Mitte der Kreuzung, wo alle Gleise aufeinander treffen (Vierfach-Kreuzung), die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Gleise sind verbaut und die Asphaltschicht aufgetragen. Die Fugen wurden ebenfalls bearbeitet. Das aufgestellte Zelt zum Schutz vor Frost kann mit Abschluss der Arbeiten abgebaut werden….“

„Das neue Straßenbahnliniennetz hat nicht nur zum Ziel, umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt anzubieten, sondern auch den Hauptbahnhof aus allen Himmelsrichtungen gut anzuschließen“, sagt Andreas Busch. Zwar ist durch die Bauarbeiten am City-Tunnel die Haltestelle Hauptbahnhof weiterhin außer Betrieb, dafür rücken die Haltestellen in der unmittelbaren Umgebung mehr in den Fokus. Die Haltestellen Damaschkeplatz im Adelheidring, City Carré und Verkehrsbetriebe erhalten zur besseren Orientierung den Namenszusatz „Hauptbahnhof“. Aus Diesdorf und Olvenstedt ist der Hauptbahnhof so direkt mit der Linie 3 erreichbar, aus Cracau und Herrenkrug mit den Linien 4 und 6 und aus dem Norden Magdeburgs und aus Sudenburg neu mit der Linie 10. Diese fährt dafür in der Innenstadt nicht mehr über den Südabschnitt des Breiten Wegs, sondern über die Otto-von-Guericke-Straße.

Die Haltestelle Damaschkeplatz / Hauptbahnhof soll mit einem provisorischem Bahnsteig ausgestattet werden, damit auch Rollstuhlfahrer von dieser Haltestelle aus den Hauptbahnhof barrierefrei erreichen können.

Buslinie 73 fährt öfter

Die Buslinie 73 ist weiterhin eine schnelle Alternative aus Stadtfeld Ost in die Innenstadt. Die Taktzeiten werden verbessert. „Wir greifen den Wunsch unserer Fahrgäste zur letzten Sperrung auf und werden die Linie 73 im Berufsverkehr auf einen 10-Minuten-Takt verdichten“, so Andreas Busch. Die Buslinie 73 fährt so von etwa 6 bis 9 Uhr und zwischen 13 und 17 Uhr alle 10 Minuten vom Olvenstedter Platz aus in die Innenstadt zum Opernhaus sowie zur Universitätsbibliothek und wieder zurück.

Auf der Buslinie 52, die unter anderem Stadtfeld mit dem Flora-Park und der Kastanienstraße verbindet, sollen die Kapazitäten erhöht werden und fast ausschließlich lange Gelenkbusse, die mehr Platz bieten, eingesetzt werden.

MVB: Vorstellung des Fahrplanwechsels

Präsentierten alle Änderungen: Andreas Busch, Cornelia Muhl-Hünicke, Birgit Münster-Rendel und Uwe Arnold (v.l.n.r.)

Dem Fahrgastbeirat der MVB wurde bereits im Februar das neue Liniennetz vorgestellt. Uwe Arnold ist Sprecher des Fahrgastbeirats und sagt: „Respekt erst einmal für die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die in sehr kurzer Zeit einen komplett neuen Fahrplan erstellt haben. Viele Erfahrungen und Kritikpunkte aus der Zeit der ersten Sperrung sind dabei mit eingeschlossen. Besonders erfreulich für den Fahrgastbeirat ist die direkte Erreichbarkeit der westlichen Stadtteile ohne Umsteigen und die Möglichkeit am Adelheidring (westlich) barrierefrei  auszusteigen. Zum Gelingen des neuen Fahrplans ist es auch notwendig, dass die Landeshauptstadt Magdeburg die MVB bei der Freihaltung der Gleisbereiche z. B. in Ostelbien und der Hallischen Str. unterstützt.“

Linie 4 zurück in Cracau

Ab 1. April gibt es aber noch weitere Netzumstellungen: Die Straßenbahnlinie 4 wird wieder nach Cracau fahren und die Straßenbahnlinie 6 wieder in den Herrenkrug. Die Linien 3 und 5 fahren im 20-Minuten-Takt. In Diesdorf entsteht so auf dem gemeinsamen Abschnitt ein 10-Minuten-Takt. In den Zeiten, in denen die Linie 3 nicht im Einsatz ist, wird die Linie 1 vom Olvenstedter Platz bis nach Olvenstedt verlängert. In diesen Zeiten bestehen außerdem Anschlüsse zwischen den Linien 1 und 5, sodass der Hauptbahnhof zu jeder Zeit gut und schnell aus dem Westen der Stadt erreichbar sein wird.

Ebenfalls verlängert wird die Linie 8 bis nach Westerhüsen, um den Schülerverkehr auf der Linie 2 zu entlasten. „Allerdings wird die ‚8‘ nur noch mit Einzelfahrten unterwegs sein. Wir benötigen die Kapazitäten für die umgeleiteten Linien, die über den Südring fahren“, wirbt Andreas Busch um Verständnis. „Als Ausgleich werden auf der ‚9‘ aber wieder Züge mit Beiwagen eingesetzt, die mehr Platz bieten.“ Der Takt der Buslinie 61 wird verdichtet und die Buslinie 72 fährt künftig öfter bis nach Diesdorf. Die Abfahrtszeiten wurden auf die Schulen ausgerichtet. Die Abfahrtszeiten der Buslinien 53, 54, 55, 57 und 58 werden konsequent auf die Straßenbahnlinie 10 an der Braunlager Straße ausgerichtet, die Umsteigezeiten werden somit verbessert.

Im Spätverkehr und sonntags ist die Buslinie 53 in Ottersleben nicht mehr im Einsatz. Dafür fährt die Linie 54 in dieser Zeit über Sonnenanger und Birnengarten als Ersatz für die Linie 53. Diese Wohnsiedlungen werden künftig merkbar mit mindestens zwei Fahrten in der Stunde bedient. Die Buslinie 58 verkehrt spät abends und sonntags außerdem nur noch zwischen Reform und SKL. Es besteht aber Anschluss mit der Linie 57 von und nach Sudenburg.

Neuer Slogan: „Magdeburg: Bewegte Zukunft“

Erstmals wird es in diesem Jahr kein Fahrplanbuch geben. „Die digitale Generation nutzt Apps und das Internet um sich schnell und aktuell zu informieren. Das Fahrplanbuch war aufgrund der vielfältigen unterjährigen Änderungen zu dem nie aktuell. Daher haben wir uns entschieden, es nicht mehr zu produzieren“, sagt Cornelia Muhl-Hünicke, Abteilungsleiterin Marketing. „Da aber nicht jeder über ein Smartphone und Internetzugang verfügt, werden wir für jede Linie einzelne Linienflyer mit Fahrplan herausgeben. Die Flyer gibt es Ende März in unseren Verkaufseinrichtungen.“

Neue Logos und Slogans bei der MVB.

Die Fahrpläne in der MVB-App easy.GO und die Fahrpläne im Internet unter mvbnet.de sind unmittelbar nach erfolgter Genehmigung durch die Genehmigungsbehörde online abrufbar.

Auf das neue Netz weisen ab sofort diverse Sprüche auf Werbeplakaten und Flyern hin. Gleichzeitig mit der Netzumstellung verpasst sich die MVB einen  neuen Anstrich und erhält einen neuen Slogan: „Aus dem gerne und oft verspotteten ‚Mit uns bleiben Sie beweglich‘ wird fortan ‚Magdeburg: Bewegte Zukunft‘. Denn bei aller Bautätigkeit und damit verbunden Belastungen dürfen wir eins nicht vergessen: Baustellen bedeuten Investitionen für eine bessere Zukunft in einer noch lebenswerteren Stadt“ hofft und ergänzt Cornelia Muhl-Hünicke.

Die Straßenbahnlinien ab 1. April:
Neues Streckennetz ab April 2017

Die Erklärung des Fahrgastverbandes Magdeburges dazu: PM-03-2017-neues-Liniennetz

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. äußert sich anerkennend positiv zu dem heute vorgestellten neuem Liniennetz der MVB, welches auf Grund der Vollsperrung der Brücken am Hauptbahnhof ab dem 01.4.2017 umgesetzt werden soll.

 „Betriebsleitung und Verkehrsplanung der MVB haben unter den gegebenen Rahmenbedingungen hier in relativ kurzer Zeit einen nahezu optimalen Fahrplan erarbeitet. Die Fahrgäste aus den Stadtteilen Diesdorf, Stadtfeld und Olvenstedt erhalten damit jeweils eine direkte Anbindung in das Stadtzentrum“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

„Hier wurde die Kritik der Fahrgäste sowie der Vereine und Initiativen aus den Stadtteilen ernstgenommen und im neuen Liniennetz berücksichtigt.“ Ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende anerkennend.

 Kritisch sieht die Fahrgastvertretung jedoch den nahezu kompletten Wegfall der Linie 8. Die beiden Einzelfahrten werden zwar bis Westerhüsen verlängert, können aber nicht annähernd den starken Schülerverkehr im Bereich Buckau und Südost bewältigen. „Schon jetzt gibt es vor allem zu Unterrichtsbeginn der Berufsschule Westerhüsen überfüllte Bahnen. Hier werden einmal mehr die Kapazitätsprobleme der MVB deutlich: längere Straßenbahnen, die hier Abhilfe schaffen und mehr Fahrgäste transportieren könnten, sind nicht verfügbar und die Zahl der Anhänger sind auf 13 Stück begrenzt.“ Sagt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende

Festzuhalten bleibt auch, dass auf viele Fahrgäste in den nächsten beiden Jahren Belastungen vor allem in Form von längeren Fahrzeiten und aber auch häufigerem Umsteigen zukommen. „

Der Fahrgastverband fordert deshalb erneut für die Zeit der Vollsperrung der Tunnelbaustelle am Hauptbahnhof die Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Einzelfahrscheinen von jetzt 60 auf 90 Minuten. MVB und Marego sollten hier ein klares Signal an die Fahrgäste senden, welche in den nächsten zwei Jahren trotz der Belastungen den ÖPNV nutzen, zumal die 60 Minuten Gültigkeitsdauer auch für Fahrten ins Magdeburger Umland gelten“ sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen) 
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/Servicepersonal für Hilfestellungen mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sowie zur Information von Besuchern der Stadt und Gelegenheitsnutzer der MVB an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof

 

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Für den Netzausbau in Magdeburg müssen hunderte Bäume gefällt werden.

Baumfällungen für die Neubaustrecke

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Die aktuellen Baumfällungen im Rahmen der Baufeldfreimachungen, zeigen jedem in Magdeburg auf, dass es unweigerlich ernst wird mit den Neubaustrecken der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Nicht wenige Bürger sind entsetzt ob dem radikalen Kahlschlag und der unweigerlichen Veränderung des vertrauten Stadtbildes. Doch wo neues entstehen soll, muss altes weichen, mit Ersatzpflanzungen im Verhältnis 1:2 will die MVB einen Ausgleich schaffen.

Die MVB informiert in einer Pressemitteilung über die Baumfällungen und die Ausgleichsmaßnahmen: Seit Mitte Februar wird das Baufeld für die anstehenden Bauarbeiten für die Strecke vom Damaschkeplatz ins Neustädter Feld zum Hermann-Bruse-Platz und für die Strecke in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße beräumt. Um Platz zu schaffen für die Straßenbahn, aber auch für die Auto-Fahrbahnen und für das Anlegen von neuen Rad- und Fußwegen, müssen Bäume gefällt, Sträucher gerodet und Kleingärten abgerissen werden. Viele Bürger und Anwohner haben nun Bedenken, dass die Stadt Magdeburg ihre grüne Seite verlieren würde. „Für jeden Baum, den wir fällen müssen, sind wir verpflichtet worden, im Schnitt zwei Bäume neu zu pflanzen. Magdeburg wird also auch mit den neuen Straßenbahnstrecken eine grüne Stadt bleiben “, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

„Für jeden Baum, den wir fällen müssen, sind wir verpflichtet worden, im Schnitt zwei Bäume neu zu pflanzen. Magdeburg wird also auch mit den neuen Straßenbahnstrecken eine grüne Stadt bleiben “

Bauabschnitt 4: Neustädter Feld

Für die Straßenbahnstrecke ins Neustädter Feld müssen 241 Bäume gefällt werden. „Wir pflanzen 509 Bäume, also mehr als doppelt so viele, neu. Die meisten von ihnen werden entlang der neuen Straßenbahnstrecke gepflanzt“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Standorte für die neuen Bäume sind unter anderem:

  • Parkanlage Editharing
  • parallel zum Magdeburger Ring / Adelheidring
  • auf dem Gebiet der ehemaligen Kleingartenanlage Tillys Höhe (entlang der Trasse)
  • ehemaliger Garagenkomplex an der Albert-Vater-Straße (entlang der Trasse)
  • Straße An der Steinkuhle, Richtung Editha-Gymnasium (entlang der Trasse)
  • auf der Fläche des Kleingartenvereins „Am Neustädter Feld“ zwischen den Straßen Lorenzweg und Am Neustädter Feld (entlang der Trasse)
  • am Hermann-Bruse-Platz
  • sowie in der Kritzmannstraße

Als Baumsorten werden Traubeneiche, Winterlinde, Hainbuche, Feldulme, Holzbirne, Holzapfel, Schwarzesche, Stieleiche, Eberesche, Schwarzerle und Traubenkirsche empfohlen. Warum keine Kastanien, Buchen oder Eichen gepflanzt werden hat unterschiedliche Gründe.

„Wir pflanzen 509 Bäume, also mehr als doppelt so viele, neu. Die meisten von ihnen werden entlang der neuen Strecke gepflanzt“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Speziell die Kastanien leiden seit langem am Befall durch die Moniermotte, welche die Bäume zwar nicht unmittelbar zerstört, aber für Streßtriebe und frühzeitigen Blätterabwurf sorgt. Des weiteren tragen die von der MVB ausgewählten und vorgeschlagenen Arten dem Klimawandel Rechnung. Und Klimawandel bedeutet nicht nur, dass die künftigen Bäume mit Wassermangel und längeren Hitzeperioden klar kommen müssen, sondern auch mit neuen Arten von Schädlingen. Der leidige AsiatischeLaubbock-Holzkäfer ist da nur einer dieser Vetreter. Dem Auftauchen des Krabblers folgten in Rothensee Baumfällungen ungekannten Ausmaßes.

Bauabschnitt 7: Raiffeisenstraße / Warschauer Straße

Auch in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße werden nach den Baumfällungen umfangreiche Baumpflanzungen vorgenommen. „Wir stellen den Allee-Charakter der Straße wieder vollständig her“, sagt die MVB-Geschäftsführerin.

Bis es nach den Baumfällungen wieder so prächtiges Grün zu sehen geben wird, muss noch viel Zeit vergehen.

Bis es an den Neubaustrecken der MVB wieder so prächtiges Grün zu sehen geben wird, muss noch viel Zeit vergehen.

Zwar müssen in den Straßen 51 Bäume gefällt werden, als Ausgleich werden aber 127 neue Bäume gepflanzt. Allein in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße kommen 83 Bäume hinzu – also mehr, als dort gefällt werden müssen. Da aber für noch mehr Bäume schlicht kein Platz ist, werden weitere 44 Bäume auf einer Ausgleichfläche im Stadtteil Rothensee gepflanzt. Es sollen vor allem Winterlinden gepflanzt werden, um die Allee in der Raiffeisenstraße wiederherzustellen.

Die Pflanzungen für beide Bauabschnitte können jedoch erst vorgenommen werden, wenn die Bauarbeiten für die neuen Straßenbahnstrecken abgeschlossen sind. Dies wird voraussichtlich im Jahr 2019 der Fall sein. „Dass die Begrünung von neuen Straßenbahnstrecken funktioniert, zeigt unsere Neubaustrecke nach Reform, die wir 2012 eröffnet haben. Dort wurden über 170 neue Schattenspender gepflanzt, die ihre ganze Pracht im Frühjahr und Sommer zeigen. Die Strecke hat sich gut in das Landschaftsbild integriert“, sagt Birgit Münster-Rendel.

Zur Original-Pressemitteilung der MVB: 01-03-2017_PI_16_neueBaeume

Niemand mag Kahlschlag und auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit der Neubaustrecken (vor allem in den Kannenstieg)  kann man getrost anderer Meinung sein – aufzuhalten sind die Bauarbeiten nicht mehr. Wir vom Fahrgastverband können hier leider auch nur unsere Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass die Neupflanzungen die gröbsten Narben im Stadtbild schließen werden. 

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Künftig soll konsequenter abgeschleppt werden.

Falschparken: wer die MVB behindert wird schneller abgeschleppt

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Seit Jahren sorgt Falschparken in Magdeburg für Verzögerungen, Verspätungen und Ausfällen auf dem Liniennetz der Magdeburger Verkehrsbetriebe. Nun soll konsequentes Verwarnen,  anzeigen als Ordnungswidrigkeit und Abschleppen endlich Abhilfe schaffen. Der Fahrgastverband begrüßt die Bestrebungen seitens Stadtverwaltung und MVB die Falschparker, die Bahn und Bus behindern, in Zukunft schneller abzuschleppen. Wir unterstützen zudem ausdrücklich den Vorschlag, dass die MVB bei Nichterreichbarkeit des Ordnungsamtes in Zukunft eigenständig Abschleppaufträge erteilen dürfen.

Es ist ein ewiges Ärgernis und bislang schien in Magdeburg kaum ein Kraut dagegen gewachsen: rücksichtslose Falschparker, die Busse und Straßenbahnen der MVB behindern, lahmlegen und für massive Verspätungen und teilweise für komplette Ausfälle sorgen. Bereits vor zwei Jahren hatte die MVB deutlich höhere Strafen für die fehlbaren Autofahrer gefordert.

Im August 2016 hatten die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Stadtratsfraktion und DIE LINKE/future!  in einem gemeinsamen Antrag einen „Maßnahmenplan gegen Falschparken“ gefordert: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, bis zum 4.Quartal 2016 einen Maßnahmenplan zur signifikanten Reduktion von den Verkehr behindernden Falschparkenden in der Landeshauptstadt Magdeburg zu erarbeiten. Die Zielstellung soll die deutliche Verminderung der durch Falschparkende verursachten Verspätungen der MVB sowie der allgemeinen Behinderung von Verkehrsteilnehmenden (Fußverkehr, Radverkehr, Straßenbahnverkehr) durch verkehrs- und regelwidrig auf Gehwegen, Rad- und Straßenverkehrsanlagen parkende und haltende Kfz sein.“ 

Die abschließende Antwort kam letzte Woche von Dr. Dieter Scheidemann, dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr (Der vollständige Wortlaut der Stellungnahme findet sich am Ende dieses Beitrages als PDF-Dokument).

Hotspots Immermannstraße und Genthiner Straße

Jedes Jahr werden in Magdeburg rund 20´000 Verstöße wegen Falschparken und Behinderung des ÖPNV und anderen Verkehrsteilnehmern erfasst und angezeigt. Gemäß Information der MVB betrug die Ausfallzeit durch Falschparker bei Störungen ab fünf Minuten Dauer im Stadtgebiet im Jahr 2015 durchschnittlich drei Stunden pro Monat. Schwerpunkte sind aus Sicht der MVB die Immermannstraße und die Genthiner Straße. Und tatsächlich findet sich die Immermannstraße mit schöner Regelmäßigkeit im Störungsmelder der MVB wieder.

Konsequenter gegen Falschparker im Stadtgebiet vorgehen

Manchmal hilft nur der Abschlepphaken – vor allem wenn der öffentliche Verkehr bewusst lahm gelegt wird.

Bei der MVB selbst wurden 73 Fälle von den Fahrern gemeldet (Stand: 06.11.2016), die aber bisher nicht immer an Polizei oder Ordnungsamt weitergeleitet worden sind, zum Beispiel wenn sich die Behinderung innerhalb kurzer Zeit selbst behoben hat. Längere Störungen wiederum werden nur als ein Vorfall erfasst, auch wenn mehrere Fahrzeuge und Fahrten dadurch beeinträchtigt wurden oder ausgefallen sind. Dem Ordnungsamt wurden im laufenden Jahr (per 05.10.2016) von der MVB insgesamt 23 entsprechende Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet gemeldet, davon 18 in den beiden Straßen. In 8 Fällen wurden Maßnahmen veranlasst (Abschleppen, Nahbereichsermittlung). In 15 Fällen wurde das Fahrzeug noch vor Eintreffen des Ordnungsamtes weggefahren.

Nicht erfasst werden Behinderungen bei der Bedienung von Haltestellen, wenn ein Bus nicht korrekt an Fahrbahnrand anhalten kann (z.B. Steinigstr., Dodendorfer Str.) oder die Fahrgäste sich beim Ein- und Aussteigen um parkende Autos herumschlängeln müssen (z.B. Friesenstr., Mehringstr.). Insbesondere in ihrer Mobilität beeinträchtigte Fahrgäste (z. B. mit Kinderwagen, Rollatoren, etc.) haben darunter zu leiden.

Machtlos gegen Falschparker?

Bessere Koordination zwischen MVB-Leitstelle und Alarmzentrale sollen auch am Wochenende und Randzeiten dafür sorgen, dass rascher reagiert werden kann.

Im Bereich Cracauer Straße / Genthiner Straße ist das Parken am rechten Fahrbahnrand erlaubt. Hier sind durch nicht richtig am rechten Fahrbahnrand

abgestellte Fahrzeuge Behinderungen der Straßenbahn zu verzeichnen. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Stadtplanungsamt wurden bereits Lösungsansätze diskutiert etwa die Markierung des lichten Raumes der Straßenbahn. Es ist vorgesehen, in nächster Zeit probeweise eine „Punktlinie“ neben den Gleisen aufzubringen, um den „lichten Raum der Straßenbahn“ optisch noch besser und eindeutiger hervorzuheben.

Absichtliche Verkehrsbehinderung

Im Bereich der Immermannstraße ist zu beobachten, dass die dortigen Falschparker in vollem Bewusstsein und nicht versehentlich ihre Fahrzeuge regelwidrig im Straßen- bzw. Seitenraum abstellen. An dieser Stelle scheint nur ein Abschleppen bzw. konsequentes Verwarnen der Verkehrsteilnehmer Abhilfe zu versprechen.

Ordnungsamt und MVB beabsichtigen, Verstöße durch Falschparker zukünftig verstärkt und möglichst zeitnah als Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Mit einer Strafe ist somit auch dann zu rechnen, wenn verkehrswidrig abgestellte Fahrzeuge noch vor dem Eintreffen des Abschleppdienstes von den jeweiligen Fahrzeugführern entfernt werden. Der Forderung vieler Nutzer der MVB, Falschparker umgehend abzuschleppen, soll also verstärkt nachgekommen werden.

Gearbeitet werden muss anscheinend noch am Ablaufplan bei Behinderungen. Am 14. Januar 2017 kam es zuletzt zu massiven Behinderungen durch einen Falschparker auf der Linie 6 in Cracau. Da das Ordnungsamt am Wochenende nicht besetzt ist, konnte man seitens der MVB nur Hilferufe in den sozialen Medien absetzen. Vor lauter Ärger scheint dem zuständigen MVB-Mitarbeiter hier entfallen zu sein, dass in solchen Fällen die Alarmzentrale der Feuerwehr der beste Ansprechpartner für solche Fälle wäre.

Aktuell wird zudem geprüft, ob künftig die Verkehrsmeister der MVB bei Nichterreichbarkeit des Ordnungsamtes eigenständig Abschleppaufträge erteilen dürfen.

Stellungnahme S0245-16 zu Antrag A0076-16 Maßnahmeplan gg Falschparker

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Visualisierung Raiffeisenstraße

Heute beginnen Arbeiten für neue Straßenbahnstrecke

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Nun wird es langsam ernst: mit der Baufeldfreimachung beginnen die Arbeiten der MVB für die neue Straßenbahnstrecke durch die Raiffeisenstraße.

Bei der sogenannten Baufeldfreimachung durch die Raiffeisenstrasse werden Bäume und Sträucher gefällt und die Grenze des Südfriedhofs verschoben, um Platz für die anstehenden Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke zu machen. Die Arbeiten beginnen am Donnerstag und werden bis Anfang März abgeschlossen. Die südliche Baumallee der Raiffeisenstraße muss für die Integration der Straßenbahn, des Straßenausbaus und für die Anlegung von Rad- und Fußwegen gefällt werden. Dies betrifft insgesamt 51 Bäume. Die vorhandenen Bäume auf der Nordseite der Raiffeisenstraße bleiben erhalten.

Drei Bäume werden auch im Kreuzungsbereich Warschauer Straße / Schönebecker Straße gefällt. Während der Fällungen kommt es zu Einschränkungen für den ruhenden Verkehr in den betroffenen Straßen, es werden Parkverbotszonen eingerichtet.

Neue Baumallee wird angelegt

Die Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen. Es werden 127 neue Bäume gepflanzt, allein 83 davon in der Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit den Neupflanzungen soll die Baumallee in der Raiffeisenstraße nach Beendigung der Bauarbeiten wiederhergestellt sein. Weitere 44 Bäume werden als Ausgleich auf einer Fläche in Rothensee gepflanzt. Die neu zu pflanzenden Bäume werden alle einen Stammumfang von 16 bis 25cm Dicke haben. Als weitere Maßnahmen zur Begrünung der Straße werden auf 1.765 m² Landschaftsrasen und 960 m² Stauden im Randbereich angelegt. Auch die Straßenbahngleise in der Mitte der Straße werden abschnittsweise durch Rasen begrünt. Die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Straßenbahnstrecke und den Straßenausbau sollen Ende des dritten Quartals 2017 starten und Ende 2019 beendet sein.

Über den Bauabschnitt:

Der Bauabschnitt 7 ist Teil der Süd-West-Tangente der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn und umfasst den Neubau einer 1,1 km langen Straßenbahnverbindung durch die Raiffeisenstraße und Warschauer Straße. Mit diesem letzten Teilstück wird die Straßenbahntangente vom Europaring über West- und Südring und Wiener Straße geschlossen.

Die neue Straßenbahnverbindung soll die heute dort verkehrenden Buslinien 52 und 54 ersetzen und neue, umsteigefreie Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen (Buckau, Leipziger Straße, Sudenburg, Stadtfeld) und der Innenstadt mit der Straßenbahn schaffen.

Insgesamt werden vier neue Haltestellen barrierefrei gebaut. Am S-Bahnhof-Buckau wird eine Haltestelle mit Schnittstelle zur Eisenbahn geschaffen.

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Wie früher: MVB haben Planzahlen für 2021 jetzt schon übererfüllt!

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Wow!!! Die Magdeburger Verkehrsbetriebe übererfüllen bereits Anfang Februar 2017 die ambitionierten Planzahlen für das Jahr 2021…

Wie einem Volksstimme-Artikel von gestern zu entnehmen war, teilte MVB-Sprecher Tim Stein mit, dass die MVB bereits insgesamt 415 Bus- und Straßenbahnfahrer in Lohn und Brot hatte. „…so MVB-Sprecher Tim Stein: Inzwischen seien bei den MVB und der Tochtergesellschaft MVG 415 Bus- und Straßenbahnfahrer eingestellt worden“. Interessant, erzählt doch der 18. Beteiligungsbericht der Magdeburger Verkehrsbetriebe Gmbh & Co. KG aus dem Jahre 2015 irgendwie etwas anderes.  Da waren es nämlich bis zum 31.12.2015 genau 334 Straßenbahn- und Bus-Fahrer.

Alle Achtung, was das Machtwort unseres Oberbürgermeisters im Dezember 2015 doch für eine Wirkung entfaltete.

Ursprünglich hatte er zehn neue Fahrer in Aussicht gestellt und nun sind es satte 81 geworden!!! 

Unglaublich wie effizient die MVB arbeitetDaumen hoch MVB bei so viel Engagement. Eine satte Erhöhung des Fahrpersonals um fast 25 % und damit auch eine Steigerung der Gesamtbelegschaft um 10%.

Wie kann es bei so viel Manpower und so wenig Straßenbahnen und Bussen denn überhaupt noch Ausfälle geben?

Letzmalig 2001 hatte die MVB derartig viele Fahrer in ihrem Unternehmen. Und 2001 gab es auch noch 140 Straßenbahntriebwagen, 36 Beiwagen und 61 Busse. In 2016 waren es nur noch 87 Straßenbahnzüge, 13 Beiwagen und 56 Busse.

Ach und noch etwas.

Wenn man dem Wirtschaftsplan 2017 und der Mittelfristplanung 2018 bis 2021 der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG glauben darf, wurde der Stellenplan bereits übererfüllt. Für 2017 stehen 683,4 Stellen und für 2021 716 Stellen im Stellenplan ohne Azubis – aktuell dürften es bereits 776 Beschäftigte sein.

Wir stellen fest: Plan übererfüllt und es läuft trotzdem nicht.

ACHTUNG! Wer Spuren von Ironie und Sarkasmus findet, sollte unseren Oberbürgermeister und/oder MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel konsultieren.

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Foto Straßenbahnlinie 8

Keine Linie 8 in den Winterferien

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Die Straßenbahnlinie 8 der Magdeburger Verkehrsbetriebe ist in der kommenden Woche nicht im Einsatz. Grund ist die anhaltende Grippewelle im Land.

Die Grippewelle macht auch vor den Verkehrsbetrieben keinen Halt. „Wir merken spürbar die Auswirkungen der aktuellen Grippewelle. In nahezu allen Bereichen, ob Verwaltung, Fahrdienst oder Technik fehlen bei uns derzeit krankheitsbedingt Kollegen“, sagt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Auch im Fahrdienst ist der Krankenstand mit ca. 20 Prozent seit dem Januar anhaltend sehr hoch – jeder fünfte Fahrer fehlt. „Bisher konnten wir das dank unserer vielen Neueinstellungen gut kompensieren und hatten keine personalbedingten Ausfälle im Linienverkehr zu verzeichnen. Doch nun beginnen in der nächsten Woche die Schulferien. Dann haben auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen Anspruch darauf, sich im Urlaub zu erholen“, berichtet die Geschäftsführerin weiter. Damit sind sowohl urlaubs-, als auch krankheitsbedingt mehr Arbeitnehmer abwesend, als üblich.

Daher ist in der gesamten nächsten Woche die Verstärkerlinie 8 zwischen Neustädter See und Buckau nicht im Einsatz. Diese Linie, die sonst montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr alle 20 Minuten verkehrt, fährt parallel zu anderen Linien, um vor allem Schülerverkehre schultern zu können. „Daher ist es verschmerzbar, diese Linie einzustellen. Wir bitten unsere Fahrgäste mit Zielen Neustädter See oder Buckau die parallel fahrenden Linien 2 und 9 zu nutzen“, so Birgit Münster-Rendel.

Mit der Streichung der Linie 8 sollen auch krankheitsbedingte Ausfälle auf anderen Linien vermieden werden und somit ein verlässlicher und fahrplantreuer Verkehr angeboten werden.

Die Linie 8 ist vom 6. bis 10. Februar nicht im Einsatz. 

Pressemitteilung der MVB vom 03.02.2017

Schön zu sehen, dass man seitens der MVB – Magdeburger Verkehrsbetriebe dazugelernt hat und die Fahrgäste frühzeitig über die zu erwartenden Ausfälle aufklärt. Daumen hoch von unserer Seite für den offenen Umgang mit den Kunden!

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Symbolbild Kindergarten

Kindergarten-Kinder fahren endlich kostenlos

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Endlich ist es soweit und nun auch amtlich: ab 13. Februar können bei Gruppenausflügen alle Kindergarten-Kinder (unabhängig vom Alter), bis zum Schuleintritt kostenlos Bus, Bahn und Zug im Marego-Verbund nutzen.

Bisher musste für Kindergarten-Kinder, die bereits das 6.Lebensjahr erreicht hatten, eine ermäßigte Fahrkarte gekauft werden. Diese Regelung entfällt nun zum 13. Februar, wie die MVB heute mitteilte.

Vor etwa einem Jahr war das Thema hochgekocht und mündete schließlich in einem Antrag der Linken-Fraktion auf „Freie Fahrt für alle Kita-Kinder“. Die MVB wiederum beriefen sich auf Ihre Beförderungsrichtlinien, nach denen alle Kinder ab 6 Jahren einen ermäßigten Fahrschein benötigen. Die Volksstimme berichtete damals mehrfach darüber. Oberbürgermeister Lutz Trümper  konnte damals die Aufregung nicht recht nachvollziehen, da seiner Ansicht nach, die Kita-Gruppen doch eh schon umsonst fahren sollten. Den Antrag der Linken-Fraktion erachtete er als unnötig – so richtig konnte es sich der OB auch nicht vorstellen, dass die MVB-Kontrolleure ernsthaft Kita-Kinder-Gruppen kontrollieren und ggf büßen würden. Dem widersprachen damals aber vehement zahlreiche Kita-Leiterinnen, die aufgebracht ihre Erlebnisse mit solch unangenehmen Situationen schilderten. Dies sorgte für einen Sinneswandel bei OB Trümper: „Jetzt haben wir aber offenbar so eine bescheuerte Regelung im Tarif und haben die MVB beauftragt, mit Marego zu klären, dass die zum nächstmöglichen Zeitpunkt geändert wird. Und bis dahin wird nicht kontrolliert.“ Nach einigen Tagen schwenkte die MVB dann doch auf die Linie des OB´s ein und diese Regel sollte ab April 2016 umgesetzt werden.

Antragsinitiator Dennis Jannack (Linke) und sein Fraktionschef Frank Theile bekundeten Freude über den Sinneswandel beim Stadtoberhaupt, beharrten aber auf einer korrekten tariflichen Neuregelung, die den Passus der Zahlungspflicht ab 6 Jahre tilgt. Der Stadtrat folgte dem entsprechenden Antrag schließlich einstimmig, inklusive Oberbürgermeister. Die MVB wiederum gelobte, das Thema in die Gespräche mit dem Verkehrsverbund Marego zu tragen, um eine einheitliche Regelung über Magdeburger Grenzen hinweg zu finden.

Nun, 10 Monate später ist es soweit und die Tarifbestimmungen des Verkehrsverbunds marego werden zum 13. Februar angepasst.

Artikel Volksstimme zu den Kita-Kindern

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VS-Bericht zu Kritik an Baustellenlinien Minibus 31.01.2017

Erneut Kritik an Baustellenlinien

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Die Volksstimme greift heute die Kritik an der mangelhaften Anbindung der Baustellenlinien von Sudenburg zum Hasselbachplatz sowie in das Stadtzentrum auf. Mehrfach hatten sich Fahrgäste auch über die Minibusse auf der „Anwohnerlinie“ zum Hassel beschwert.

In dem Artikel weisen die MVB zwar unsere Kritik am Fahrer- und Fahrzeugmangel zurück, bleiben aber eine Erklärung schuldig, warum sie den Sudenburgern die direkte Straßenbahnanbindung ins Zentrum zum 19.12.2016 kappte, obwohl sie genau wusste, dass in den drei Wochen über Weihnachten und den Jahreswechsel am Südring keine Bauarbeiten stattfinden würden.

Hier wurde den Sudenburgern drei Wochen lang ohne Not Belastungen in Form von längeren Fahrzeiten und häufigerem Umsteigen zugemutet.
Außer dem Aufstellen von Absperrgittern war zwischen dem 19.12.2016 bis zum 09.1.2017 auf der Baustelle am Südring nichts vorangegangen. Auch ein Grund – neben der Witterung – weshalb sich die Südringbaustelle in argem Verzug befindet (siehe auch unsere Beiträge). Schon jetzt steht fest dass der Südring für den Autoverkehr länger gesperrt bleiben wird und vermutlich nicht vor Mitte Mai frei gegeben werden kann.

Bis zum 1.April muss die Baustelle zwingend fertig werden, denn dann wird die Strecke dringend als Umleitung wegen der Vollsperrung am City-Tunnel benötigt.

VS-Bericht zu Kritik an Baustellenlinien Minibus 31.01.2017

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Das 9-Uhr-Abo kehrt zurück - allerdings nur bei den Ticketautomaten des Harz-Elbe-Expess (HEX).

Rückkehr des übertragbaren 9-Uhr-Abos?

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Die 9-Uhr-Monatskarte für die Tarifzone Magdeburg ohne Abovertrag ist wieder erhältlich. Momentan sind sie an den Ticketautomaten in den Fahrzeugen des Harz-Elbe-Expresses (HEX) zu bekommen. Es handelt sich dabei um das ganz normale übertragbare  Monatsticket zu dem Preis von 35,90 €.

Interessant, dass die MVB gemäß ihrer Tarifübersicht dieses Abo nicht in dieser Form anbietet, sondern nur als nicht-übertragbares Abo. Bei der Tarifumstellung im Sommer 2015 gab es vor allem von Seniorenseite viel Kritik an der Abschaffung des übertragbaren 9-Uhr-Abos.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Laut MVB wird das 9-Uhr-Abo nur als nicht-übertragbare Variante angeboten.

Während sich bis dahin ein Ehepaar eine Abo-Karte teilen konnten, bedeutete die Tarifänderung, eine tatsächliche Preissteigerung um über ein Drittel, da die Betroffenen nun dazu genötigt waren, sich ein zweites, nicht-übertragbares Abo zu besorgen. Auch für uns als Fahrgastverband ist nicht ganz klar (und war auch bislang nicht in Erfahrung zu bringen) , ob das 9-Uhr-Abo nun wieder verfügbar ist oder tatsächlich nie weg war?

Wir können nur allen MVB-Kunden für die das 9-Uhr-Abo interessant ist raten diese Information an Ihre älteren Mitbürger, Eltern oder Großeltern weiterzugeben und ihnen am besten sogar dabei behilflich zu sein, sich dieses Ticket zu besorgen.

UPDATE 26.1.2017: 17:45 Uhr:
Erwartungsgemäß beruft sich die MVB in einem Kommentar auf ihrer Facebook-Seite darauf, dass es sich um einen Fehler der HEX handeln müsse: „Also, was auch immer der HEX-Automat dort zeigt. Es gibt keine 9-Uhr-Monatskarte im Marego mehr. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Für technische Probleme an Einrichtungen des HEX sind wir nicht zuständig. Viele Grüße, Daniel.

Auf den berechtigten Einwand, dass dieser Fehler aber nicht das Problem des ggf nichtsahnenden Kunden sein könne folgt wieder einmal eine der bereits legendär respektlosen und bemüht flapsigen Antworten vom Social-Media-Betreuer Daniel: „Stell Dir vor, auf dem Mond wächst Gras. Was machst Du da? 😉 Oder anders gesagt: Gedankenspiele im Sinne von Was wäre wenn sind sicher kurzweilig, aber nicht immer zielführend. Wenn es wirklich zu solch einer Situation käme, wird das natürlich entsprechend behandelt. Denkbar ist, dass das Kontrollpersonal erst mal ein „Ticket“ ausstellt, weil es einfach gar keine andere Handlungsmöglichkeit hat. Bei der Klärung im Kundenzentrum käme der Sachverhalt dann sicher raus und er würde entsprechend auch bearbeitet. Wie sich dann die Verkehrsunternehmen untereinander einigen, wäre dann nicht mehr Sache des Kunden.
Wie wäre es denn bei Euch, bei der DB?

Wie wäre es denn, wenn die Magdeburger Verkehrsbetriebe eine klare Aussage treffen? Und wie wäre es, wenn sie ihren Kontrolleuren eine passende HandlungsanScreenshot Unterhaltung MVB-Nutzer Facebookweisung an die Hand gibt, wie in solchen Fällen zu verfahren ist? Nein, man bleibt vage und lässt es drauf ankommen. Soll sich doch der Kunde, vielleicht auch Tourist, ersteinmal das unangenehme Erlebnis einer Kontrolle haben und sich schuldig füheln, obwohl er in vollem Vertrauen und nach besten Gewissen 36 Euro für eine Monatskarte ausgegeben hat. Nun darf er sich also anhören er wäre ein Schwarzfahrer. Wann lernen die Magdeburger Verkehrsbetriebe endlich was echter Kundenservice ist?

 

 

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QIXXIT – der etwas andere Fahrplan

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Wenn Jemand eine Reise mit Öffentlichem Verkehr über die eigenen Stadtgrenzen hinweg plant, dann kann dieses Vorhaben gerne mal in eine mittlere Arktis-Expedition ausarten. Öffi, Marego, DB, HEX und Co kennen ja die meisten, die regelmäßig in unserer Region den ÖPNV nutzen. Meistens ist die Vorbereitung und das hantieren mit diversen Apps und Seiten kein großes Vergnügen. Doch Reiseplanung soll auch ganz einfach gehen, dies verspricht zumindest das DB-Start-up QIXXIT.

Mit Qixxit können User sich ihren individuellen Reiseweg verkehrsträgerneutral aussuchen. Das bedeutet, dass unterschiedliche Verkehrsmittel und Verkehrsmittelkombinationen für die Reise von Qixxit vorgeschlagen werden. Hierzu zählen unter anderem Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, öffentliche Verkehrsmittel, die Bahn, Fernbusse, Call-a-Bike und auch Mietwagen.

Personalisiert noch besser

Wenn man sich bei Qixxit registriert, kann man die Verkehrsmittelauswahl zudem personalisieren. Zum Beispiel kann der Nutzer, der keinen Führerschein hat, Verkehrsmittel wie Carsharing und den eigenen PKW für die Suchanfrage ausschließen. Oder es können Angaben zur Laufgeschwindigkeit gemacht werden, um die Zeitberechnung für den Fußweg anzupassen. Auch kann eine Aussage zur „nutzbaren Zeit“ getroffen werden. Wenn man gerne viel „nutzbare Zeit“ haben möchte, würde der Algorithmus zum Beispiel eher die Bahn als Verkehrsmittel auswählen als das Auto. Neben der Online-Anwendung steht Qixxit als mobile App für Android-Smartphones und das iPhone zur Verfügung. Damit können Nutzer auch unterwegs bequem und flexibel nach alternativen Reiserouten suchen.

Man sollte tatsächlich die App ein paarmal genutzt haben, dann treten die Vorteile von Qixxit erst so richtig hervor. Da die Einrichtung der Profile oder der Verkehrsmittelfilter vielleicht nicht jedem sofort klar sind, führt QIXXIT einen eigenen Youtube-Kanal. In diesem kann sich jeder viele Tipps und Tricks sowie Beispiele und Inspirationen holen – wir haben hier mal die Erklärung zum Profil anlegen rausgesucht.

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Foto Baustelle am Südring

Zittern wegen Baustelle Südring/Halberstädter

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Groß wurde Mitte Dezember der Einbau des Gleisviereckes  an der Südring-Baustelle und die Linienänderungen von Stadt und MVB angekündigt. Die veränderte Linienführung wurde auch ab 19.12.2016 umgehend umgesetzt – allein beim Einbau des Gleisvierecks passierte erstmal gar nichts.

Die Baustelle Südring/Halberstädter Straße ruhte bis zum 9 Januar 2017 für fast drei Wochen komplett. Eine Erklärung dafür sind die Magdeburger Verkehrsbetriebe leider bis heute schuldig geblieben. Das Vorgehen ist umso verwunderlicher, da die Baustelle wegen mangelhafter Abklärungen zum Baugrund, eh schon monatelang im Verzug ist. Nun erhöht sich der Zeitdruck immens. Bis zum 1.April (leider kein Scherz) muss die Baustelle zwingend fertig werden, denn dann wird die Strecke dringend als Umleitung wegen der Vollsperrung am City-Tunnel benötigt.


Wie man solch ein Projekt in Rekordzeit stemmt, zeigen die Dresdner Verkehrsbetriebe. Gezeigt wird der Umbau der Gleiskreuzung Bautzner / Hoyerswerdaer / Rothenburger Straße im Sommer 2013.

Die Strecke entlang der Baustelle, zwischen Brandenburger Straße und Damaschkeplatz, wird ab dann für den Abbruch alter Brücken-Überbauungen voll gesperrt. Kein Durchkommen ist dann nicht nur für Autos, sondern auch für Straßenbahnen, Fußgänger und Radfahrer in beiden Richtungen. Damit es eine direkte Straßenbahnverbindung aus dem Westen ins Stadtzentrum geben kann, muss die Strecke über Halberstädter Straße und Südring spätestens ab diesem Termin nutzbar sein.

Fragt man Vorarbeiter oder Bauarbeiter, die aktuell am Gleisviereck arbeiten, so erntet man für die Frage nach der Dauer der Arbeiten erstmal Gelächter. Und dann die wenig beruhigende Aussage: „Ende 2017 – wenn alles klappt“.

Bis zum 1.April (leider kein Scherz) muss die Baustelle zwingend fertig werden, denn dann wird die Strecke dringend als Umleitung wegen der Vollsperrung am City-Tunnel benötigt.

Der Magdeburger Buschfunk munkelt, dass die Strecke wohl erst zum Sommer 2018 in Betrieb gehen soll. Wie auch immer: so wie die MVB derzeit aufgestellt sind, kann man schon fast davon ausgehen, dass die Strecke in der Wiener Straße auch 2018 nicht sofort in Betrieb genommen werden kann. – Ganz einfach, weil weder die Fahrzeuge noch das Personal dafür vorhanden sind, um die Strecke im Regelbetrieb zu betreiben.

Wir sind gespannt und wünschen der MVB schon mal einen harmlosen Winter mit möglichst wenig Schnee und Eis 2017.

Weitere Details finden sich in den Beiträgen der Volksstimme vom Wochenende und letzter Woche.
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MVB versucht den Mega-Stau zu umfahren

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Noch bevor OB Trümper am Montag die Presse über die fast zweijährige Sperrung der Tunnel-Baustelle informierte, hatte er der MVB schon erste Hausaufgaben dazu aufgegeben. Dort gibt es nun erste Planungen, wie man diesmal Stadtfeld, Olvenstedt und Diesdorf besser mit dem ÖPNV an das Stadtzentrum anbindet, wie die Volksstimme heute schreibt. Bei der letzten Vollsperrung war die Linie 41 regelmäßig überfüllt, es gab keine Direktverbindung von Diesdorf, der Beimssiedlung und der Arndtstdraße ins Stadtzentrum und eine Direktbuslinie Westring-Arndtstraße-Tangente-Hasselbachplatz wurde von der MVB damals abgelehnt.

Weitere Informationen zu den Plänen rund um die Sperrung der Tunnel-Baustelle finden sich direkt auf der Seite der MVB.

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Symbolbilder Baustellen

Sanierung Breiter Weg startet ab 2018

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Nach Jahrzehnten der Nutzung sind eine Reihe von MVB-Strecken in Magdeburg dringend sanierungsbedürftig. Darunter auch die Trasse durch den Nordabschnitt des Breiten Wegs.  Verbessert werden soll dabei vor allem auch die Barrierefreiheit und Spalten an den Haltestellen besser den Bedürfnissen von Rollstuhfahrern anpassen. Da ein Planfeststellungsverfahren dazu notwendig wird, rechnet man seitens der MVB mit einem Baubeginn nicht vor 2018.

Ob eine Modernisierung bei laufendem Betrieb möglich sein wird oder ob der Straßenbahnverkehr im Jahr 2018 auf diesem Streckenabschnitt eingeschränkt werden muss, steht noch nicht abschließend fest.

Weitere Details dazu finden sich im Artikel der Volksstimme.

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Erfolgreicher Stammtisch im Kannenstieg

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Mehr als 20 Magdeburger*innen diskutierten mit uns am Donnerstag bei unserem Fahrgast-Stammtisch über Verbesserungsmöglichkeiten bei der Nutzung des Nahverkehrs in der Landeshauptstadt. Die meisten Wortmeldungen gab es zu der aktuellen Baustellensituation sowie den erneuten Linienänderungen der MVB ab 19.12.2016 im Bereich Sudenburg, Stadtfeld und Olvenstedt durch die Bauarbeiten am Südring.

Für Unverständnis sorgte hier vor allem, dass es keinen direkten Schienenersatzverkehr von Sudenburg zum Hasselbachplatz gibt und das die Buslinie 54 nur im 20-Minuten-Takt verkehrt. Auch das Diesdorf und die Beimssiedlung ab 19.12.2016 erneut keine Direktverbindung mit der Straßenbahn ins Stadtzentrum haben werden, wurde von mehreren Fahrgästen kritisiert.

Weitere Themen waren die Neubaustrecke im Neustädter Feld sowie der Ferienfahrplan in der Woche vor den Weihnachtsfeiertagen trotz Besucherandrang in der Innenstadt. In Kürze werden wir noch ausführlich vom Stammtisch berichten.

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Neue Nord-Süd-Verbindung – wenig Begeisterung

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Neue Nord-Süd-Verbindung sorgt für Skepsis

Bei der heute in der Volksstimme vorgestellten Neubaustrecke (Neue Nord-Süd-Verbindung) vom Hermann-Bruse-Platz zum Damaschkeplatz sehen wir vor allem drei Punkte sehr kritisch:

1. Bei den Planungen wurde durch die Verkehrsplaner leider der Sozialraumbezug der Bewohner sowie die Wegebeziehungen der Fahrgäste außer Acht gelassen. Die Menschen im Neustädter Feld orientieren sich zur Lübecker Straße und gehen dort einkaufen und zum Arzt. Auch die Erreichbarkeit des Neustädter Friedhofs ist für die Menschen wichtig. Diese Anbindung wird die neue Straßenbahnlinie nicht leisten können. Stadt und MVB haben es bisher nicht geschafft, den Bewohnern ein verlässliches Signal zu senden, dass die Busverbindung zur Lübecker Straße erhalten bleibt. Dadurch kommt es zu Unsicherheiten und zur Ablehnung der neuen Strecke. Diese wird jedoch nur ein Erfolg, wenn sie von den Menschen, die im Stadtteil leben eine hohe Akzeptanz erfährt.

2. Die Innenstadtanbindung ist bei dieser Nord-Süd-Verbindung ein weiterer Schwachpunkt. Die ursprünglich angedachte Linienführung durch die Eisenbahnunterführung an der Walther-Rathenau-Straße zum Krökentor und zum Breiten Weg wurde leider verworfen. Die jetzige Variante zum Damaschkeplatz mag zwar technologisch für die MVB von Vorteil sein und z.B. den Breiten Weg entlasten.

Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen.

Sie führt allerdings dazu, dass die Menschen aus dem Neustädter Feld nicht umsteigefrei und nur mit Umwegen die Universität, das Opernhaus oder z.B. die Stadtbibliothek erreichen können. Auch das wird leider die Akzeptanz und damit auch den Erfolg dieser Strecke negativ beeinflussen. Dies ist besonders unverständlich, da die Bahn die Eisenbahnunterführung an der B1 in den nächsten fünf Jahren ohnehin erneuern muss und somit bei einer guten Abstimmung die ursprünglich geplante Innenstadtanbindung immer noch möglich ist.

3. Die mangelnde und vor allem späte Einbeziehung der Menschen die es betrifft ist ein weiteres Problem. Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird von den Anwohnern als Alibibeteiligung wahrgenommen, bei der sie sich dann lediglich an der beschlossenen Planung abarbeiten dürfen. Diese Form der Beteiligung reicht vielen Menschen nicht mehr aus und hat ein weiteres Mal negative Auswirkungen auf die Akzeptanz des Projektes.

Stadtverwaltung und MVB23 sollten diese Punkte in Zukunft mitdenken und bei weiteren Projekten die potentiellen Fahrgäste von Anfang an mit einbeziehen und deren Erfahrungen mit einbeziehen.

Update 10.1.2017: 
Für den Neubau der Straßenbahnstrecke in der Raiffeisenstraße als Teil der 2. Nord-Süd-Verbindung, wurde seitens der Planfeststellungsbehörde den Magdeburger Verkehrsbetrieben das Baurecht erteilt.

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Absurde Fahrpreiserhöhungen

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Fahrgastverband kritisiert Fahrpreiserhöhungen

Der Fahrgastverband Magdeburg e.V. kritisiert die Fahrpreiserhöhungen bei der MVB im Marego-Verbund zum 01. August 2016 als unangemessen und sieht darin ein verheerendes Signal, welches angesichts der momentanen Situation im ÖPNV in Magdeburg an die Fahrgäste gesendet wird.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“  Nach der massiven Kritik der ÖPNV-Nutzer aus Stadtfeld, Diesdorf und Sudenburg an der unzureichenden Straßenbahnanbindung in die Innenstadt während der Großbaustellen hätten wir uns als Geste an die Magdeburger einen bewussten Verzicht auf die Fahrpreiserhöhungen gewünscht, um verloren gegangenes Vertrauen der Fahrgäste in die MVB wieder herzustellen, sagt Tom Bruchholz, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V.
Nicht nachvollziehbar sind die Fahrpreiserhöhungen auch deshalb, weil sie selbst mit dem Durchschnittswert der Tarifsteigerung gerechnet ein Mehrfaches über der Inflationsrate des Vorjahres liegen und auch die Preise für Dieselkraftstoff in den letzten anderthalb Jahren deutlich gesunken sind“, so Bruchholz weiter.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Baustellenchaos in der Landeshauptstadt ist diese Fahrpreiserhöhung für die Fahrgäste eine Zumutung und in keiner Weise gerechtfertigt.“

„Auch die massiven Ausfälle von teilweise bis zu 120 Straßenbahnfahrten pro Tag im Zeitraum zwischen September und Dezember 2015 lassen diese Fahrpreiserhöhungen in einem zweifelhaften Licht erscheinen“, ergänzt Daniela Kreissl, stellvertr. Vorsitzende des Fahrgastverbandes. Wenn die MVB einen Teil ihrer Leistung nicht erbringt und auch die Qualität an anderen Stellen zu wünschen übrig lässt, ist es nahezu absurd, hier mit gestiegenen Kosten zu argumentieren. Dies trifft aus unserer Sicht auch auf den ausgedünnten Ferienfahrplan zu“, so Kreissl weiter.

Unverständlich ist für uns auch, dass ein weiteres Mal parallel zur Erhöhung der Fahrpreise die Mitnahmeregelungen bei Abo-Karten eingeschränkt werden. Durch diese Einschränkungen verprellt man unnötig zahlende Kunden. Ziel der MVB sollte jedoch sein, mehr Fahrgäste für Bus und Straßenbahn zu gewinnen, um mit diesen Mehreinnahmen eventuelle Kostensteigerungen abzufedern, anstatt Fahrgäste, die auf die MVB angewiesen sind, jährlich zur Kasse zu beten. Hier sehen wir allerdings auch die Stadträte sowie die Stadtverwaltung in der Pflicht, die MVB mit ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten.

Forderungen des Fahrgastverbandes Magdeburg e.V. zur kurzfristigen Verbesserung der ÖPNV-Situation für Fahrgäste während der Großbaustellen:

  • Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Einzelfahrscheine auf 90 Minuten (mindestens für die Zeit der Großbaustellen)
  • Umleitung der Linie 10 vom Hasselbachplatz über Südring, Westring nach Diesdorf oder zum Olvenstedter Platz (statt zur Leipziger Chausee, als Entlastung der häufig überfüllten Linie 41)
  • Einsatz von Mobilitätshelfern/ Servicepersonal während der Großbaustellen zur Hilfe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und zur Information an neuralgischen Punkte wie beispielsweise Südring, Westring, Damaschkeplatz und Hauptbahnhof
  • Einrichtung von umsteigefreundlichen Anschlüssen am Westring und an der Harsdorfer Straße zur Linie 41
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Rothensee: Weiterhin Geduld gefragt

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Die GWA Rothensee lud am 25.02.20165 zu einer Informationsveranstaltung  betreffend der Beseitigung der Hochwasserschäden an der Straßenbahntrasse Linie 10“

Rund 4o Anwohner folgten den Ausführungen der MVB-Geschäftsführerin Brigitte Münster-Rendel, Dr. Dieter Scheidermann (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Stadt Magdeburg und Vorsitzender des Aufsichtsrates der MVB) sowie Klaus Zimmermann (Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen und Vermögen der Stadt Magdeburg).

Die Veranstaltung fand nach mehreren Aktivitäten der GWA und auch der IG Rothensee sowie nach einem kontroversen Krisentreffen im Dezember 2015 statt. Bekanntlich fühlen sich die Rothenseer seit dem Hochwasser 2013 vom  Straßenbahnverkehr in Ihrer Stadt abgekoppelt. Seit Juni 2014 fährt die Straßenbahnlinie 10 zwar wieder nach Rothensee und bis zum Barleber See. In der Hauptverkehrszeit fährt sie auch alle zehn Minuten – aber nur bis zur Zwischenendstelle Pettenkoferstraße. Nur jede zweite Bahn fährt im 20-Minuten-Takt  tatsächlich weiter bis zum Barleber See.

Der auch nach dem Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt vorgesehene Zehn-Minuten-Takt nach Rothensee ist also gehörig aus dem Takt geraten. Dass sich daran erst wieder mit der Durchführung des Neubaus der Gleisanlagen ab 2019 etwas ändern sollte, hatte die letzten Monate nicht nur in Rothensee für Empörung gesorgt. Nach anfänglicher Verhärtung der Fronten zwischen Einwohnern in Rothensee und der MVB scheint nun doch wieder Bewegung in die Sache gekommen zu sein.

Nur noch zwei Jahre?

Nach den Aussagen der MVB-Geschäftsführerin Münster-Rendel muss neben der Strecke auch die Stromversorgung der Strecke saniert werde. Sie erklärte bei ihrer Präsentation „Wir können, losgelöst von der Sanierung der Straßenbahnstrecke, die Schäden an der Stromversorgung durch den Neubau eines Gleichrichterunterwerks (GUW) für die Straßenbahn schon deutlich früher beseitigen“. Frühestens ab 2019 vielleicht wieder nutzbar: die alte Wendeschleife in Rothensee

Mit dem Gleichrichterunterwerk, eine Art Trafohäuschen, das die Stromversorgung der Strecke für die Straßenbahnen übernimmt, wäre technisch gesehen ein Zehn-Minuten-Takt der Linie 10 nach Rothensee wieder möglich. Die MVB sei dabei den Bau vorzubereiten. Erst werde davon ausgegangen, dass das GUW Ende 2017, spätestens Anfang 2018 steht. „Was erst in Zwei Jahren?“ so der Ausruf aus dem Publikum. Bürgermeister Klaus Zimmermann verdeutlichte daraufhin die nicht unerheblichen verwaltungstechnischen Abläufe, etwa die Planung (bis zu  drei Monate), europaweite Ausschreibung (bis zu sechs Monate) Bestellung der Anlagen (Lieferfrist bis zu sechs Monate) und dann die Bauausführung. Somit wäre ein zeitlicher Ablauf von bis zu 24 Monate für das GWU von Planung bis Inbetriebnahme nicht unrealistisch. Es würde allerdings vor dem Beginn der Gleisneubaumaßnahme realisiert sein, insofern wesentlich früher als bisher geplant.

Bleibt allen Anwohnern in Rothensee und den Arbeitnehmern in den Norden zur Arbeit auf den ÖPNV angewiesen sind, einfach nur das abwarten? Eine Möglichkeit gäbe es noch: Technisch wäre es durchaus machbar, den Zehn-Minuten-Takt bis zum Betriebshof Nord zu realisieren und ab da einen 20-Minuten-Verkehr bis zur Haltestelle Barleber See durchzuführen. Allein es ist nicht gewünscht und auch nicht gewollt. Für die MVB-Geschäftsführerin „passt es nicht in die Arbeits- und Betriebsabläufe“ und für Klaus Zimmermann zählt eine Verbesserung der Verbindung wenig, solange es mehr kostet. Beides wenig überzeugende Argumentationen, die den zwingenden Willen vermissen lassen, endlich wieder einen akzeptablen Öffentlichen Verkehr in Rothensee herzustellen.

 Totgesparte MVB?

Auch wenn sich hier wegen der Mehrkosten der Bürgermeister und Finanzbeigeordnete auf die Seite der MVB schlägt, bleibt dennoch zu fragen, ob hier die Stadt vor lauter Sparmaßnahmen überhaupt noch ihrem Versorgungsauftrag nachkommt. Die MVB-Führung möchte man zudem darauf hinweisen, dass es vor dem Hochwasser auch einen funktionierenden Verkehr gab und dass mit ein wenig gutem Willen natürlich auch Arbeitsabläufe angepasst werden können. Leider konnte aber auch an diesem Abend der Eindruck nicht ausgeräumt werden, dass es genau daran fehlt.

Der Einwurf eines Stadtrates, ob man für Rothenseer Anwohner nicht die Kosten für die Monatskarten reduzieren könnte, da die MVB ja auch nur ein reduziertes Angebot liefert, wurde seitens des Bürgermeisters und Finanzbeigeordneten etwas humorlos  als Polemik abgetan, fand allerdings durchaus Anklang im Publikum.

Grundsätzlich muss sich die Stadt einmal mehr vorhalten lassen, vor lauter Sparelan die finanzielle und personelle Situation der MVB selbst ungünstig beeinflusst zu haben – nicht wenige Stimmen in der Stadt sagen es drastischer: „Die MVB wurde totgespart“. Vielleicht bedarf es eines weiteren Machtwortes des Oberbürgermeisters wie zum Ende des letzten Jahres, als nach permanenten Verspätungen und Ausfall von Straßenbahnen, die Einstellung von weiterem Fahrpersonal veranlasst wurde.

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Manchmal nervt einfach nur die Kundschaft

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Nicht immer sind die Verkehrsbetriebe schuld, wenns schlecht läuft. Hie und da sind einfach nur die Fahrgäste daneben.

 

 

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Strassenbahn in Rothensee

Bürgersprechstunde in Rothensee

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Am 18. November 2015 fand die Bürgersprechstunde des Mitglieds des Landtages Frau Edwina Koch-Kupfer und des Stadtrates Herrn Daniel Kraatz, beide CDU, in Rothensee stattEine erste Veranstaltung, an der der Fahrgastverband Magdeburg, nach Information durch den IG Rothenseer Bürger e.V. mit einem Vertreter teilnehmen und den Fahrgastverband auch vorstellen konnte.

Neben Themen wie die etwaige Verschiebung der Sanierung der Kindertagesstätte, der Unterbringung von Asylbewerbern, war auch die inakzeptable Anbindung des Stadtteil Rothensee durch die MVB ein Thema.

Der für die Veranstaltung angekündigte Teilnehmer der Geschäftsführung der MVB, glänzte leider durch „entschuldigte“ Abwesenheit, was bei den Teilnehmern mit Unverständnis honoriert wurde. Vielmehr wurde die Meinung vertreten, dass hier die MVB kneift, da in Aussicht gestellte Antworten auf Fragen der IG und GWA, welche bei vorangegangen Gesprächen auch mit Frau Münster-Rendel gestellt wurden, noch ausstehen.

Sowohl die anwesenden Vertreter der GWA, IG, des Fahrgastverbandes Magdeburg als auch  die MdL Frau E. Koch-Kupfer und der Stadtrat Herr D. Kraatz waren sich einig darüber, hier weiter aktiv auf die Entscheidungsträger und –verantwortlichen zu zugehen und konkrete Aussagen einzufordern, wie sich die MVB eine provisorische Lösung für die Anbindung Rothensees im Zehnminutentakt vorstellt.

Die Anwesenden waren sich einig, dass sich die momentane Situation, zwei Jahre nach dem Hochwasser 2013, nicht weiter verfestigen darf. Erst recht nicht kann der Status quo bis zu einem möglichen Baubeginn 2019 hingenommen werden. Hier war die Verärgerung der Rothenseer Bürger und den Teilnehmern der Bürgersprechstunde sehr deutlich spürbar. Es war auch von Ignoranz seitens der MVB die Rede, die auf gemachte Lösungsvorschläge nicht eingeht und nicht bereit ist, darüber zu kommunizieren.

Wie groß teilweise nicht nur der Ärger sondern die Verzweiflung des Stadtteiles ist, kann auch an daran erkannt werden, dass kühne Pläne angedacht werden. So wollen Vertreter der verschiedenen Interessengruppen versuchen, weitere Arbeitgeber als Sponsoren zu gewinnen, um die notwendige Stromversorgung (Trafo) für einen 10min-Takt in Eigeninitiative wiederherzustellen. Eine spannende Idee an der auch der Fahrgastverband Magdeburg weiter dran bleiben wird.

Volksstimme: Rothensee Trasse Hochwasserschäden erst 2019 endgültig behoben - VST 11.11.2015

Volksstimme: Rothensee Trasse Hochwasserschäden erst 2019 endgültig behoben – VST 11.11.2015

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